Tourismus

Geschlossene Hotels lassen Übernachtungszahlen einbrechen

Die Schweizer Hotellerie ist zufrieden. Die Zahl der Logiernächte stieg im letzten Jahr um über 5 Prozent. Nur eine Region kann sich nicht uneingeschränkt freuen – ausgerechnet am Zürichsee.

Schlechte Zahlen haben einen Grund: Mit Schwanen (im Bild), Kreuz und Villa Aurum haben im 2017 gleich mehrere Hotels in Rapperswil-Jona temporär oder dauerhaft geschlossen.

Schlechte Zahlen haben einen Grund: Mit Schwanen (im Bild), Kreuz und Villa Aurum haben im 2017 gleich mehrere Hotels in Rapperswil-Jona temporär oder dauerhaft geschlossen. Bild: Archiv Manuela Matt

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Der Rückgang sieht brutal aus. 6,5 Prozent weniger Logiernächte im 2017 muss das Linthgebiet verkraften. Statt 62 122 Übernachtungen wurden noch 58 089 verzeichnet. Dies zeigen die am Donnerstag veröffentlichten Zahlen des Bundesamtes für Statistik. Besonders stark ist der Rückgang in Rapperswil-Jona mit über 19 Prozent. Ist die Touristenstadt Rapperswil-Jona plötzlich nicht mehr attraktiv? Die Zahlen seien begründbar und deshalb zu relativieren, sagt Simon Elsener, Präsident von Rapperswil Zürichsee Tourismus.

Mit Schwanen, Kreuz und Villa Aurum haben im 2017 gleich mehrere Hotels in Rapperswil-Jona temporär oder dauerhaft geschlossen. Weil weniger Hotelbetten verfügbar sind, sinkt zwangsläufig die Zahl der Logiernächte in der Region.Geschockt ist Elsener deshalb nicht. Vielmehr verweist er auf die Entwicklung in der erweiterten Region Zürichsee mit einem Plus von 3,2 Prozent: «Fünf Jahre lang sind die Logiernächte kontinuierlich zurückgegangen. Jetzt verzeichnen wir erstmals wieder einen Anstieg. Das ist sehr erfreuligch und lässt mich hoffen, dass die Talsohle durchschritten ist.» Konstante Zahlen liefert im 2017 das rechte Zürichseeufer ab. Der leichte Rückgang um 1 Prozent auf neu 64 039 Logiernächte ist für Elsener nicht alarmierend.

Starke Zahlen am linken Ufer

Gewinner ist der Bezirk Horgen. Hier ist die Zahl der Übernachtungen auf 161 557 angestiegen, ein Zuwachs um 4,7 Prozent. Das linke Zürichseeufer ist damit in bester Gesellschaft. Schweizweit wird ein Wachstum von über 5 Prozent verzeichnet, die Logiernächte in der Tourismusregion Zürich konnten gar um 6 Prozent auf knapp 6 Millionen gesteigert werden. Davon dürfte auch der Bezirk Horgen profitiert haben, meint Elsener: «Wir haben die Kooperation mit Zürich Tourismus im letzten Jahr verstärken können. Das hilft uns sicher.»

Nach wie vor kommen in der Zürichseeregion 70 Prozent der Gäste aus Deutschland oder der Schweiz. Elsener ist es deshalb ein Anliegen, dass in der Region weiterhin und noch vermehrt gute Events stattfinden, die auch Übernachtungen generieren, «wie der Ironman, das Seenachtsfest oder das Blues’n’Jazz.»

In der gesamten Tourismusregion Zürich verzeichnen vor allem Gäste aus Asien und Nordamerika ein hohes Wachstum. Zürich Tourismus erkennt dabei eine klare Entwicklung: Die Region Zürich befinde sich im Wandel von der Business- zur sogenannten Freizeit-Reisedestination. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 22.02.2018, 17:55 Uhr

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