Rapperswil-Jona

Eishockey-Cupfinal macht der Fasnacht Konkurrenz

Fasnacht oder Hockeymatch: Diesen Entscheid müssen die Rapperswil-Joner bald fällen. Denn Fasnachtsumzug und Cupfinal fallen auf dasselbe Datum. Die Stadt hat eine Koordinationssitzung einberufen.

Hockey oder Fasnacht, Schläger oder Zepter: Am 4. Februar stehen einige Rapperswil-Joner vor einer schwierigen Entscheidung.

Hockey oder Fasnacht, Schläger oder Zepter: Am 4. Februar stehen einige Rapperswil-Joner vor einer schwierigen Entscheidung. Bild: Manuela Matt / Tom Oswald

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Eines ist sicher: Am Sonntag, 4. Februar wird es in Rapperswil-Jona laut zu und her gehen. Weil sich die SC Rapperswil-Jona Lakers für den Cupfinal qualifiziert haben, finden in der Rosenstadt gleichzeitig zwei Grossanlässe statt. Um 13.30 Uhr wird in der St. Galler Kantonalbank-Arena der Cupfinal gegen den HC Davos angepfiffen, ab 14.30 Uhr legen die Fasnächtler mit ihrem Umzug durch die Altstadt los.

Diese Terminkollission hätten die Fasnächtler im ersten Moment «leicht schockiert» zur Kenntnis genommen, sagt Urs Ingold, Zunfmeister der Schellegoggi. Die Fasnächtler diskutierten am vergangenen Wochenende alle Möglichkeiten: Kann man die Fasnacht früher oder später am Sonntag durchführen, muss man sie gar absagen?

Am Schluss entschieden sich die Schellegoggi für eine Fasnacht nach ursprünglichem Plan. Urs Ingold sagt: «Alle unsere Plakate, Flyer und Programme sind bereits gedruckt eine Änderung des Terminplans wäre deshalb fast unmöglich.» Kommt dazu, dass an der Fasnacht rund vierzig auswärtige Gruppen teilnehmen. Sie haben teils enge Zeitpläne, wann sie wo sein müssen. Auftritte andernorts würden bei einer Änderung des Zeitplans verunmöglicht. Eine Verschiebung des Cupfinals ist wegen der TV-Übertragung ebenfalls nicht denkbar.

Wenig Überschneidungen

Dass zwei Grossanlässe sich konkurrenzieren ist zwar unschön, sollte aber keine grössere Probleme bereiten, meint Ingold: «Wir gehen davon aus, dass sich höchstens 10 bis 15 Prozent des Publikums überschneidet.» Auch bei den Schellegoggi habe es einzelne Hockey-Fans mit dabei - diese müssten sich halt für den Eishockey-Final kurz aus der Fasnacht ausklinken. Hier finde man sicher eine Lösung, ist Ingold überzeugt.

Die Hockeyaner ihrerseits nehmen die Terminkollission sportlich, wie Lakers-Geschäftsführer Markus Bütler sagt: «Unser Stadion wird so oder soausverkauft sein.»

Verkehrskollaps droht

Lösungen finden muss man allerdings für Verkehr und Sicheriet. Stadtpräsident Martin Stöckling (FDP) hat deshalb ein Treffen einberufen an dem Fasnächtler, Eishockey-Verein und Polizei teilnehmen werden. Einerseits gilt es zu klären, wie man An- und Abreise der über 6000 Hockeyfans und der zahlreichen Fasnachtsbesuchern organisiert. Möglich sind etwa Shuttle-Busse, welche die Parkplätze im Grünfeld und das Lido verbinden. So wird der Verkehr etwa organisiert, wenn während der Hockey-Playoffs jeweils der Para-Parkplatz für den Cirucs Knie gesperrt ist. Kommt hinzu, dass während des Fasnachtsumzuges auch die Obere Bahnhofstrasse und das Parkhaus Schanz für den Verkehr gesperrt ist.

Andererseits ist die Sicherheit ein Thema. Die Fasnächtler wollen auf jeden Fall geschützt sein, falls es nach dem Hockey-Match zu Ausschreitungen kommen würde. Bei der Kantonspolizei St. Gallen sieht man dem Event relativ gelassen entgegen. Man werde das Einsatzdispositiv wie gewohnt der Situation anpassen, sagt Mediensprecher Hanspeter Krüsi. Dank der Vorbesprechung könne man die Einsätze aber gut aufeinander abstimmen.

Dass Fasnacht und Hockey parallel stattfinden, könnte aber auch einen Vorteil haben: Die Fasnächtler hoffen, dass die Lakers den Cupfinal gewinnen und die Stadt eine Freinacht bewilligt. Davon würden die Fasnachtbars profitieren, die dann auch nach 22 Uhr öffnen dürften. Laut Martin Stöckling hat die Stadt allerdings noch keinen offiziellen Beschluss über eine Freinacht gefällt. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 08.01.2018, 16:30 Uhr

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