Linthgebiet

Die Bevölkerung am Obersee wächst wieder stärker

Das Linthgebiet bleibt eine überaus beliebte Wohnregion: In den meisten Gemeinden am Obersee hält der Bauboom an. Die Zahl der Einwohner nimmt weiter zu.

Bauboom in Eschenbach: An der Twirrenstrasse entstehen vierzig Eigentums- und Mietwohnungen.

Bauboom in Eschenbach: An der Twirrenstrasse entstehen vierzig Eigentums- und Mietwohnungen. Bild: David Baer

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66 116 Menschen lebten Ende des vergangenen Jahres in den zehn Kommunen der Region Zürichsee-Linth. Das sind rund 500 mehr als im Vorjahr und bedeutet eine Zunahme der Einwohnerzahlen in der Höhe von 0,7 Prozent. Damit verstärkt sich das Wachstum wieder, nachdem 2016 eine vorübergehende Abschwächung des Wachstums zu beobachten war.Aus Sicht von Markus Schwizer, Präsident der Region Zürichsee-Linth, sind zwei Gründe ausschlaggebend, wieso der Raum am Obersee stetig an Einwohnerzahlen zulegt: Einerseits sei die Landschaft mit zwei Seen, der Linthebene und den Bergen attraktiv, andererseits sei ausreichend günstiger Wohnraum vorhanden.

Schwizer rechnet damit, dass der Druck auf die Region weiter zunimmt – dies erst recht dann, wenn dereinst die Oberlandautobahn fertig gebaut beziehungsweise vierspurig geführt wird. «Die bessere Verbindung unserer Region zum Flughafen wird die Bevölkerung weiter anwachsen lassen», konstatiert Schwizer: Spätestens dann müsse das Gespräch mit dem Kanton St. Gallen geführt werden mit dem Ziel, auch eine «äussere Verdichtung» am Obersee möglich zu machen.

Uznach wird kleinstädtisch

«Der Einfluss des Steuerfusses auf die Entwicklung der Bevölkerungszahl wird derweil massiv überschätzt», sagt Schwizer: So zeige ein Blick auf die March und die Höfe auf, dass ein tiefer Steuerfuss automatisch sehr hohe Bodenpreise nach sich ziehe.

Zur Attraktivität der Region falle überdies ins Gewicht, dass sie mit Rapperswil-Jona über ein Zentrum verfüge. Zu beobachten sei, dass unterdessen auch Uznach kleinstädtische Züge entwickle. Schwizer geht davon aus, dass sich aufgrund der zurückgehenden Einwanderungsquote das Wachstum der Bevölkerung im Linthgebiet zukünftig abschwächen wird.

Benken top, Seedorf flop

Spitzenreiter am Obersee ist Benken: In dieser Gemeinde beträgt die Wachstumsquote der Bevölkerung knapp vier Prozent. Auch in Eschenbach zeigen die Zahlen eine starke Aufwärtstendenz und nähern sich mit grossen Schritten der 10 000er-Schwelle an: Diese Kommune zählt Ende 2017 rund 300 Einwohner mehr als noch im Vorjahr. Schlusslicht am Obersee ist das Seedorf: Schmerikon gehört neben Uznach und Amden zu den Ortschaften mit einem Rückgang der Bevölkerungszahl. Aufgrund eines ausgewiesenen Mangels an Baulandreserven wird im Seedorf und in der Einrosenstadt das Wachstum gehemmt. Ein unerwartetes Resultat offenbart derweil ein Blick auf die Zahlen in Rapperswil-Jona: In der Stadt stagniert die Einwohnerzahl – und dies ist seit Jahren der Fall. (zsz.ch)

Erstellt: 07.01.2018, 14:59 Uhr

Einwohner im Wahlkreis See-Gaster

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