Musik

Der Musiksommer ist zurück auf der Ufenau

Wenn Giovanni Bria von Musik und Musikern spricht, purzeln ihm Superlative nur so über die Zunge. Wenn man das neue Programm des Musiksommers am Zürichsee liest, versteht man warum.

Das Galatea Quartett eröffnet die dreiundzwanzigste Saison des Musiksommers am Zürichsee.

Das Galatea Quartett eröffnet die dreiundzwanzigste Saison des Musiksommers am Zürichsee. Bild: Josep Molina

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Die dreiundzwanzigste Saison des Musiksommers am Zürichsee präsentiert wie alle vorangegangenen ein reichhaltiges Programm an klassischer Musik an ausgewählten Orten rund um den See. Die Konzerte finden in drei Kantonen statt. Das Eröffnungskonzert am 25. Mai im Rittersaal Rapperswil bietet dem jungen, aber bereits sehr erfolgreichen Galatea Quartett und dem Pianisten Benjamin Engeli die Chance, ihr Können zu zeigen. Werke von Joseph Haydn, Franz Schubert und Gabriel Fauré stehen auf dem Konzertprogramm.

Giovanni Bria ist Impressario und Erfinder der Veranstaltungsreihe, ihm zur Seite steht seit Jahren die Schwyzer Dirigentin Graziella Contratto. Der umtriebige Bria kommt gestenreich ins Schwärmen, wenn er die Konzerte ankündigt. Nicht umsonst ist er im Programmheft mit wehendem Haarschopf abgebildet. Sein Temperament und Engagement für die Musik ist kaum zu bremsen. Wenn er von Musik spricht und von Musikern, liegen die Superlative in Reichweite.

Im zweiten Konzert am 8. Juni tritt eine Studienfreundin von ihm auf, die Griechische Pianistin Dora Bakobopolus. Der grosse Geiger Yehudi Menuhin soll ihr Chopin Spiel ganz besonders gerühmt haben, und von diesem Talent will sie in der Reformierten Kirche Rüti eine Kostprobe geben. Am 17. Juni geht es in der Kapuziner Kirche Rapperswil weiter mit Gesängen von Liebe und Tod, der Flötist Alexander Zimoglyadov und Sandra Carina Meier auf dem Piano interpretieren und anderem Werke von Peter Tschaikowsky und Carl Reinecke.

Im Kloster St. Otmarsberg Uznach wird die Mitveranstalterin Graziella Contratto mit ihrem MythenOrchestraEnsemble Werke von Gustav Mahler und Alexander von Zemlinsky in Bearbeitungen für 16 Instrumentalisten aufführen. Ausserdem stösst die Sopranistin Lisa Larsson dazu. Am 8. Juli erklingen gregorianische Gesänge auf der Insel Ufenau und am 22. des gleichen Monats wird es in der gleichen Kirche barock erklingen.

Eine letzte Saison

Das Programm umfasst im ganzen 12 Veranstaltungen, eine besser besetzt als die Andere. Doch für Giovanni Bria ist es das letzte Programm, das er ganz alleine mit Hilfe von Graziella Contratto durchführen wird. Er wird bei der nächsten Programmierung seinen Nachfolger noch unterstützen, doch dann soll Schluss sein. Der Nachfolger ist noch nicht bestimmt, doch verrät Bria mit sichtlicher Freude, dass sich mehrere fähige Personen um die Aufgabe beworben hätten.

Mit dem Musiksommer am Zürichsee kann es also weitergehen. Bria hofft, dass die Schwierigkeiten Sponsoren zu finden, die insbesondere bereit sind, auch über längere Zeit hinweg eine Veranstaltungsreihe mitzutragen, nicht weiter zunehmen. Bei den meisten Konzerten ist der Eintritt frei, es wir eine Kollekte erhoben. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 15.05.2018, 17:39 Uhr

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