Rapperswil-Jona

Bligg und Marc Sway sorgen für einen ersten Höhepunkt

Am Freitagabend begann das dreitägige Seenachtfest mit Fallschirmsprüngen und der Patrouille Suisse. Danach sorgten Marc Sway, Bligg und weitere Künstler für musikalische Unterhaltung.

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Pünktlich zum Absprung des ersten Fallschirmspringers aus 1200 Metern Höhe hatten sich Zuschauer um das Rapperswiler ­Hafenbecken versammelt – noch zehn Minuten zuvor waren der Gyrosverkäufer und die Softeishändlerin unterbeschäftigt gewesen.

Nun hatten sich die Besucher des Seenachtfests gar schon auf dem geschlossenen Seedamm positioniert. Neun Männer und eine Frau befanden sich kurz nach 18 Uhr im Freifall über Rapperswil.

Einige von ihnen bringen es in ihrer Karriere auf über 12 000 Absprünge. Dementsprechend gekonnt landeten sie auf einem Floss – und verfehlten ihr angepeiltes Ziel in Grösse eines Einfränklers jeweils nur um wenige Zentimeter.

Donnernder Patriotismus

Den Nackenmuskeln der Besucherinnen und Besucher war nach dem Freifall nur eine kurze Pause gegönnt. Der nächste Programmpunkt – gleichzeitig einer der frühen Höhepunkte des Abends – spielte sich wieder am Himmel ab.

Die Patrouille Suisse donnerte über die Stadt. In patriotischer Manier erklang eine etwas kitschige Version der Nationalhymne, während die fünf Flieger ihr Repertoire an Formationen zur Schau stellten. Besonders beeindruckend war etwa die Tunnelformation, bei der ein einzelner F-5E Tiger II mit über 1000 Kilometern pro Stunde einen Tunnel durchquerte, welchen die restlichen vier entgegenkommenden Flugzeuge formten.

Die Nationalhymne war mittlerweile abrupt abgebrochen und durch ebenso heroische elektronische Musik ersetzt worden.

Super-Puma-Flug abgesagt

Das Super-Puma-Display-Team, welches sich zusammen mit der Patrouille Suisse hätte präsentieren sollen, musste seinen Auftritt hingegen absagen. Aufgrund der Trockenheit stehe es auch über das Wochenende in der Katastrophenhilfe in den Kantonen Waadt, Freiburg und Bern im Einsatz, informierte es via Facebook.

«Wir haben vollstes Verständnis in dieser meteorologischen Krisensituation», sagte Fabian Villiger, OK-Präsident des Seenachtfests. Derselbe Grundtenor herrschte in den Kommentarspalten des genannten Facebook-Posts: Verständnis und bestätigende Worte dafür, dass die Unterhaltung dem Ernsteinsatz untergestellt wurde.

Am Programm änderte sich aber wenig. «Die Patrouille Suisse fliegt nun eben etwas länger – die Aviatikfans kommen also dennoch auf ihre Kosten», sagte Villiger.

Bligg fordert Mundartalbum

An drei Orten in der Stadt, auf der Radio-Zürisee-Bühne, der EZL Local Stage und der Atzmännig-Bühne, spielten im Laufe des Abends verschiedene Livebands wie etwa Rival Empire oder die AC/DC-Coverband No Class.

Eine beachtliche Menschenmenge versammelte sich um 20 Uhr auf dem Fischmarktplatz. Marc Sway war angekündigt.

Hinter vorgehaltener Hand erklärte eine Frau, sie sei eher wegen des Spezialgasts hier: Bligg, der mit Sway den aktuellen Radiohit «Us Mänsch» aufgenommen hat. Der als Seebueb angekündigte Sway vermochte die Zuhörenden recht schnell in seinen Bann zu ziehen – jedenfalls klatschten diese schon beim ersten Lied enthusiastisch mit.

Sways Gast Bligg betitelte seinen Kollegen als den besten Sänger der Schweiz und forderte ihn auf, ein Mundartalbum aufzunehmen.

Feuerkwerk trotz Trockenheit

Nach dem Konzert standen noch zahlreiche weitere Punkte auf dem Programm: die Schweizer Luftwaffe und die Fallschirm-Nationalmannschaft standen im Nachteinsatz, weitere Konzerte wie dasjenige von «Hecht» und das erste Feuerwerk mit musikalischer Begleitung erfreuten das Publikum.

Das Feuerwerk konnte trotz der anhaltenden Trockenheit und des nach wie vor geltenden Feuerverbotes durchgeführt werden, weil es in genügend grossem Abstand zum Ufer über dem Wasser entzündet wurde. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 11.08.2018, 11:14 Uhr

Infobox

Das Seenachtfest dauert noch bis am Sonntag. Programm unter www.seenachtfest.ch

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