Bahn

Bessere Anschlüsse für Pendler über den Seedamm geplant

Bahnpendler rund um den Obersee sollen von besseren Anschlüssen profitieren. Der Kanton Schwyz präsentiert jetzt Vorschläge für mehr Züge über den Seedamm.

Zu den Stosszeiten sollen ab 2020 mehr Züge über den Seedamm fahren.

Zu den Stosszeiten sollen ab 2020 mehr Züge über den Seedamm fahren. Bild: Michael Trost

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Mehr Verbindungen über den Seedamm, bessere Anschlüsse ins Tessin. Der Kanton Schwyz schickt die Planung des zukünftigen Angebots im öffentlichen Verkehr in die Vernehmlassung und davon profitieren auch Pendler aus den Kantonen St. Gallen und Zürich.

Erste Verbesserungen sollen neue Verbindungen über den Seedamm sein. Zu den Stosszeiten von sieben bis acht Uhr morgens könnten laut dem Vernehmlassungsbericht zwei zusätzliche Züge ab Pfäffikon nach Rapperswil fahren. Statt alle 30 Minuten soll ab 2020 alle 15 Minuten ein Zug über den Damm verkehren.

Der Kanton Schwyz erhofft sich mit dieser Massnahme, den Autoverkehr über den Seedamm und in den Gemeinden Pfäffikon und Rapperswil-Jona eindämmen zu können. Dies nicht zuletzt auch deshalb, weil für Pendler vom linken Zürichsee-Ufer neue Anschlüsse von der S2 aus Zürich entstehen könnten. Auch aus der March gäbe es bessere Anschlüsse.

Viel Verkehr im Bahnhof

Ganz einfach ist es allerdings nicht, neue Verbindungen zu schaffen. Im gesamten ÖV-Netz bestehen viele Abhängigkeiten - sowohl Richtung St. Gallen, als auch Richtung Zentralschweiz. Zudem sind die Gleise gerade im Bahnknoten Pfäffikon bereits sehr gut ausgelastet. «Die Verbindungen über den Seedamm sind für uns ein Entwicklungsfeld», sagt Roland Iten, stellvertretender Leiter des Amtes für ÖV des Kantons Schwyz.

Momentan sei man mit den Nachbarkantonen, aber auch der Südostbahn im Gespräch, um die besten Lösungen zu finden. Dazu gehört auch die Frage, von wo nach wo die Zusatzkurse verkehren könnten und ob sie auch in der Gegenrichtung von Rapperswil nach Pfäffikon oder zu den Stosszeiten abends möglich sind.

Direkt nach Arth-Goldau

Eine weitere Verbesserung die der Kanton Schwyz anstrebt, betrifft die Verbindungen ins Tessin. Die heutige S40 – von Rapperswil nach Einsiedeln – soll dereinst nach Arth-Goldau verkehren. Damit könnte aus dem Raum Rapperswil eine zweite umstiegsfreie Verbindung zum Knotenpunkt des Gotthard-Basistunnels in Arth-Goldau geschaffen werden. Bisher ist dies nur stündlich mit dem Voralpen Express möglich.

Für Reisende nach Einsiedeln würde hingegen eine direkte Verbindung wegfallen. Einmal pro Stunde müssten Fahrgäste ins Pilgerdorf in Biberbrugg umsteigen. Diese Massnahmen sind auf das Jahr 2021 geplant.

Der Kanton St. Gallen kann sich zu den Vorschlägen des Kantons Schwyz noch nicht äussern. Die Vernehmlassungsantwort ist derzeit in Arbeit. Die Frist läuft bis zum 31. Juli. Über die ÖV-Verbesserungen entscheidet der Schwyzer Kantonsrat. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 16.05.2018, 17:43 Uhr

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