Rapperswil-Jona

Beim Lido Eisfeld geht es um alles oder nichts

Die Eisanlage im Lido verzeichnet stark rückläufige Besucherzahlen. Für Stadtrat Thomas Furrer ist klar, dass Investitionen nötig sind. Ansonsten müsse man den Betrieb schliessen.

Eines der bereits verworfenen Projekte für das Lido-Areal:  Die Traglufthalle vor dem Eisstadion.

Eines der bereits verworfenen Projekte für das Lido-Areal: Die Traglufthalle vor dem Eisstadion. Bild: zvg/Visualisierung

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In den letzen drei Jahren sind die Besucherzahlen der Eisanlagen im Lido in Rapperswil-Jona stetig zurückgegangen. Im Vergleich zu 2015 zog es vergangenes Jahr 20 Prozent weniger Besucher auf das Eis. Folglich lag auch der Ertrag unter den Erwartungen: Es wurden gut 80 000 Franken weniger erwirtschaftet als budgetiert.

Für Bauchef Thomas Furrer (parteilos) ist klar, dass die Lido Eisbahn im Vergleich zur Konkurrenz zu wenig attraktiv ist. Es geht dabei sowohl um betriebliche, wie auch bauliche Probleme. Der Hauptpunkt sei der Platzmangel: «Wir haben zu wenig Eis», konstatiert Furrer. So würden Freizeithockeyteams an Randzeiten gedrängt, und müssten ihre Spiele am Sonntagabend durchführen. Den Vereinen ist das zu mühsam: Bereits seien einige Vereine abgesprungen, erzählt Furrer. Denn rund um den Zürichsee wächst die Konkurrenz. In Wädenswil, Küsnacht aber auch Wetzikon werden Eisfelder betrieben.

Bald soll auch in St. Gallenkappel ein temporäres Eisfeld entstehen. Die Gemeinde Eschenbach will künftig die Schüler nicht mehr nach Rapperswil-Jona schicken «St. Gallenkappel ist ein kleines Beispiel, in der Summe ist das aber spürbar», sagt Furrer.

Extremvariante Schliessung

Hinzu kommt, dass das Preisleistungsverhältnis im Lido nicht mehr stimme. Preissenkungen müssten sicher besprochen werden, erklärt Furrer.

Doch eigentlich stelle sich jetzt eine Grundsatzfrage, meint Furrer: «Entweder muss man das Lido zumachen oder investieren.» Damit spielt er auf das Bauprojekt an, das eine Erweiterung von zwei auf drei Eisfelder und die Sanierung des Schwimmbads vorsieht. Der Baukredit von 30 Millionen kommt wohl im Frühjahr 2018 zur Abstimmung. Furrer befürwortet die Investitionen ins Lido ganz klar: «Die Stadt muss sich bewegen.» (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 18.05.2017, 21:15 Uhr

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