Rapperswil-Jona

Asbestfund bei Bank Linth verzögert die Sanierung

Statt der geplanten Fassadenerneuerung wird das Gebäude der Bank Linth in Rapperswil innen und aussen saniert. Dies nachdem in der Isolation Asbest gefunden wurde. Die Mieter müssen das Gebäude ein Jahr lang verlassen.

Asbestfund im Bank-Linth-Gebäude: Gesundheitliche Folgen hat das nicht. Das hintere Gebäude mit der Migros-Filiale ist nicht betroffen.

Asbestfund im Bank-Linth-Gebäude: Gesundheitliche Folgen hat das nicht. Das hintere Gebäude mit der Migros-Filiale ist nicht betroffen. Bild: André Springer

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Ab September hätte die Fassade des Rapperswiler Gebäudes der Bank Linth erneuert werden sollen. Doch passiert ist bisher nichts. Nun haben die Verantwortlichen den Grund enthüllt: In der Isolation wurden asbesthaltige Eternitplatten gefunden. Immerhin, gesundheitliche Folgen hat der Fund im 1969 erstellten Gebäude nicht, obwohl noch Leute im Gebäude arbeiten, wie Jan Becker, Spezialist von der GSA Becker AG, sagt. «Wir haben Luftmessungen durchgeführt. Die Konzentration von Fasern wäre bei einem Spaziergang in den Alpen grösser», sagt er.

Auch die Mitarbeiter und Mieter hätten gelassen auf die Mitteilung reagiert, ergänzt Roland Greber, Mitglied der Bank Linth-Geschäftsleitung. Offenbar sind die Meldungen über Asbestfunde normal geworden. Das bestätigt der Spezialist. «Wir finden praktisch in jedem zweiten Gebäude, das vor 1990 gebaut wurde, Asbest», sagt Jan Becker. Gefährlich würde das krebserregende Material nur, wenn es beschädigt wird, etwa durch Schleif- oder Bohrarbeiten. Die gefundenen Platten sind angeschraubt und sollten als Ganzes entfernbar sein.

Bauzeit von einem Jahr

Die Bank Linth hat sich nach dem Fund entschieden, eine umfassende Sanierung des Gebäudes beim Bahnhof Rapperswil durchzuführen. Dazu gehört neben dem Abbau der Eternitplatten und der bereits geplanten Fassadenerneuerung eine Sanierung der Innenräume, wie Roland Greber ausführt. So wird etwa die Haustechnik erneuert, was in etwa fünf bis acht Jahren geplant war. «Wir wollen einen Mehrwert an dieser guten Lage in Rapperswil schaffen», sagt er. Das zieht mit sich, dass die Räumlichkeiten ein Jahr lang nicht genutzt werden können. Ab Sommer 2017 sollen die Umbauten starten. Dann müssen alle Mieter das Gebäude verlassen. Ausgenommen ist das Erdgeschoss, wo die Filliale der Bank Linth und das Optikergeschäft Fielmann untergebracht sind.

War die Asbest-Meldung den Mietern nur ein Schulterzucken wert, so habe die Frage nach einer Rückkehr in das Gebäude viel mehr bewegt. «Alle Mieter der Büroräumlichkeiten wollen nach der Sanierung wieder zurückkehren», sagt Greber. Man biete Hand zu Zwischenlösungen. Die Mitarbeitenden der Bank Linth werden teilweise von den Büros in den oberen Geschossen in die Filiale transferiert. Einige werden während der Sanierung in anderen Filialen einquartiert.

Änderungen gibt es bei den Attika-Wohnungen. Statt zwei entstehen drei Wohnungen an der Unteren Bahnhofstrasse. Während den Arbeiten können Strasse und Trottoir genutzt werden. «Es wird ein Fassadengerüst mit den nötigen Schutzvorrichtungen geben», sagt Roland Greber.

Offene Kostenfrage

Für die Innensanierung muss die Bank Linth eine Erweiterung des bestehenden Baugesuchs eingeben. Das erste Gesuch sei problemlos über die Bühne gegangen, hält Marlène Frey, Leiterin Unternehmenskommunikation, fest. Auch der Stadtbildkommission habe die Neugestaltung gefallen. Die Kosten wurden damals auf gut 2 Millionen Franken geschätzt.

Wieviel teurer die Sanierung jetzt wird, können die Verantwortlichen noch nicht sagen. Das hängt unter anderem davon ab, wie schwierig sich die Entfernung des Asbests gestaltet. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 14.12.2016, 17:55 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Die Zürichsee Zeitung digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat. Jetzt abonnieren!