Eishockey

SCRJ erzwingt mit neuen Linien das Entscheidungsspiel

Der NLB-Meister wird bei letztmöglicher Gelegenheit, sprich erst morgen Dienstag in Spiel 7 in Langenthal ermittelt. Beflügelt durch Umstellungen in der Aufstellung, wendeten die Rapperswil-Jona Lakers am Sonntag mit einem 3:1-Heimsieg das Saisonende ab.

Neben Goalie Melvin Nyffeler der Mann des Spiels aufseiten der Lakers: Niki Altorfer (Mitte, Nummer 26), hier beim Jubel nach seinem Treffer zum 2:1, dem Game-winning Goal.

Neben Goalie Melvin Nyffeler der Mann des Spiels aufseiten der Lakers: Niki Altorfer (Mitte, Nummer 26), hier beim Jubel nach seinem Treffer zum 2:1, dem Game-winning Goal. Bild: Tom Oswald Fotografie

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Nachdem sein Team am Freitag in Langenthal ohne Torerfolg geblieben war (0:2) und auch bei den beiden Niederlagen zuvor nur je zweimal getroffen hatte (2:4, 2:3), stellte SCRJ-Head­coach Jeff Tomlinson für das sechste Finalspiel seine Angriffsformationen um. Mit Jared Aulin, Dion Knelsen und Corsin Casutt respektive Reto Schmutz, Thomas Studer und Niki Altorfer liess er jene Stürmer zusammen laufen, welche zuletzt den besten Eindruck hinterlassen hatten.

Die Rechnung ging auf. Diese zwei Linien entwickelten viel Druck. Und auch den weiteren sechs Offensivkräften schien der Wechsel gut zu bekommen. So zeichnete die nominell dritte Angriffsreihe für den Führungstreffer verantwortlich. Der dahin ­zurückversetzte Captain Antonio Rizzello bewies Übersicht, und Verteidiger Tim Grossniklaus vollstreckte schliesslich mit einem präzisen Schlenzer (18.).

Altorfers wichtige Antwort

Gemessen an den Spielanteilen fiel das 1:0 auf der falschen Seite. Nach drei, vier Minuten, in denen die Gastgeber powerten, setzte zusehends Langenthal sein Spiel durch. Ein Gegentor wusste SCRJ-Goalie Melvin Nyffeler aber zu verhindern – zumindest bis zur ersten Pause, denn schon kurz nach Wiederbeginn gelang Langenthals Topskorer Brent Kelly aus spitzem Winkel der Ausgleich.

Ein Schlüsselmoment ereignete sich wenig später während einer Überzahl der Gäste. Marc Kämpf kam direkt vor Nyffeler freistehend zum Abschluss, sah den Puck jedoch vom SCRJ-Keeper abgewehrt. Hätte Langenthals Finaltopskorer getroffen, wäre die Partie wohl gekippt. So aber blieben die Lakers im Spiel – und ­bogen kurz darauf auf die Siegerstrasse ein, als Niki Altorfer nach einem Ablenker von Dion Knelsen mit riesigem Einsatz vor Mathis den Abpraller verwertete (28.).

Knelsens erlösendes 3:1

Die prompte Antwort auf den Ausgleich der Gäste beflügelte die Heimmannschaft. Bis zur zweiten Pause boten sich alleine Jan Vogel zwei Topchancen zur Resultaterhöhung, doch auch Mathis parierte stark.

Als Knelsen in der 53. Minute nach einem Fehlpass von Claudio Cadonau dann aber alleine vor ihm auftauchte, war Langenthals Schlussmann chancenlos. Der Lakers-Kanadier lupfte die Scheibe nach einer kurzen Täuschung mit der Rückhand gekonnt in den ­linken oberen Winkel – die Entscheidung und auch persönliche Erlösung, wie Knelsen hinterher gestand:. «Da fiel mir eine riesige Last von den Schultern.» Letztmals getroffen hatte der 28-Jährige am 12. März, beim 5:1-Erfolg in Spiel 4 im Halbfinal gegen La Chaux-de-Fonds. Sein Assist zuvor zu Altorfers 2:1 war Knelsens erster Skorerpunkt in dieser Finalserie gewesen.

Corsin Casutt im Kurzinterview direkt aus der Supporterbar. Quelle: Facebook. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 02.04.2017, 19:22 Uhr

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National League B

Playoff-Final (best of 7). Spiel 6:

SCRJ Lakers – Langenthal 3:1 (1:0, 1:1, 1:0)

SGKB-Arena. 4830 Zuschauer (Saisonrekord). SR Müller/Wehrli, Kehrli/Studer.
Tore: 18. Grossniklaus (Rizzello, Mason) 1:0. 23. Kelly (Cadonau) 1:1. 28. Altorfer (Knelsen, Schmutz/Ausschluss Kämpf) 2:1. 53. Knelsen (McGregor) 3:1.
Strafen: 3×2 Minuten gegen Rapperswil-Jona, 4×2 Minuten gegen Langenthal.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Blatter, Geyer; Sataric, Maier; Profico, Grossniklaus; Molina, Büsser; Aulin, Knelsen, Casutt; Schmutz, Studer, Altorfer; Hügli, Mason, Rizzello; McGregor, Vogel, Hüsler.
Langenthal: Mathis; Cadonau, Rytz; Völlmin, Marti; Pienitz, Ahlström; Mike Küng; Kelly, Kummer, Tschannen; Primeau, Dünner, Füglister; Pivron, Montanton, Kämpf; Gerber, Hess, Vincenzo Küng; Kläy.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona ohne Frei, Sieber, Zanzi (alle verletzt), Auriemma (Elite-B-Junioren), ­Bader, Brandi, Guerra, Gurtner, Hoffmann, Hutchings und Schaub (alle überzählig); Langenthal ohne Campbell, Schüpbach (beide verletzt), Christen, Duarte, Trüssel und Wolf (alle überzählig). Aulin im Mitteldrittel verletzt ausgeschieden. Pfostenschüsse: 25. Cadonau, 41. Kummer. Time-outs: 50:25 Rapperswil-Jona, 57:54 Langenthal, danach ohne Torhüter.
Schüsse: 23:40 (6:11, 10:15, 7:14).
Stand in der Serie (best of 7): 3:3.
Letztes Spiel: Dienstag, 4. April, 20 Uhr, Schoren, Langenthal.

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