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Gemeindeversammlung in OberriedenOberriedner genehmigen Jahresrechnung

An der Gemeindeversammlung in der Aula Langweg wurden alle Geschäfte gutgeheissen. Trotz der positiven Jahresrechnung hofft die RPK, dass künftig vorsichtiger budgetiert wird.

Die Gemeinde Oberrieden befand am Donnerstagabend über die Jahresrechnung 2019
Die Gemeinde Oberrieden befand am Donnerstagabend über die Jahresrechnung 2019
Archivfoto: Patrick Gutenberg

Die Traktandenliste der Gemeindeversammlung Oberrieden am Donnerstagabend war kurz. Die anwesenden 39 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in der Aula Langweg befanden lediglich über sechs Einbürgerungen und die Jahresrechnung 2019. Diese hat mit einem Gewinn von 1,4 Millionen Franken geschlossen. Budgetiert gewesen war ein Plus von 2,6 Millionen Franken. Deutlich mehr Ausgaben waren unter anderem in den Bereichen Pflegefinanzierung und der AHV/IV zu verzeichnen. «Die demografische Entwicklung der Gemeinde, mit der zunehmend älteren Bevölkerung, wird sich immer deutlicher in der Rechnung niederschlagen», sagte Finanzvorsteherin Sandra Burlet Pavone (FDP).

Auch in den kantonalen Finanzausgleich musste Oberrieden 1,3 Mio. Franken mehr einzahlen (insgesamt 3,75 Millionen Franken). Hätte im letzten Jahr nicht noch ein Landverkauf stattgefunden, wäre die Rechnung der Gemeinde in einem Minus resultiert. Oberrieden hat vergangenes Jahr das Grundstück unterhalb der Villa Schönfels für 2,2 Millionen Franken verkauft. Dennoch hält Burlet Pavone fest: «Wir sind gut unterwegs für das Jahr 2020; wie es jedoch nach der Corona-Krise ausschaut, wird sich mit der Zeit noch zeigen.»

«Gegensteuer ist angezeigt»

Die Rechnungsprüfungskommission (RPK) hatte an der Jahresrechnung nichts zu beanstanden, geht aber mit dem Sparappell der Finanzvorsteherin einig. Orlando Vanoli, Präsident der RPK, sagt: «Es ist dringend Gegensteuer angezeigt.» Es müsse vorsichtiger budgetiert werden, um nicht überrascht zu werden. Die Jahresrechnung 2019 wurde von den anwesenden Oberriednern ohne Gegenstimmen angenommen.

Nach weniger als einer Stunde waren die Geschäfte vom Tisch – auf den traditionellen Apéro nach der Gemeindeversammlung musste diesmal jedoch verzichtet werden. Gemeindepräsident Martin Arnold (SVP) hofft, dass er an der kommenden Budget-Gemeindeversammlung jedoch wieder stattfinden kann.