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«Zweifel, Zufälle oder Unsicherheiten hält der Mensch schlecht aus»

Der Küsnachter Psychiater Achim Haug ist fasziniert von den Vorgängen in der menschlichen Gedankenwelt – etwa bei Wahnvorstellungen. Im Interview spricht er aber auch über die schwersten Momente seines Berufs.

Der Psychiater Achim Haug ­ hier an der Küsnachter Schiffstation ­ beschäftigt sich in seinem neuesten Buch mit dem Thema Wahn.
Der Psychiater Achim Haug ­ hier an der Küsnachter Schiffstation ­ beschäftigt sich in seinem neuesten Buch mit dem Thema Wahn.
Moritz Hager

Psychiater zu werden stand Ihnen lange fern. Nun arbeiten Sie bald 40 Jahre in dem Beruf. Wie kam es dazu?

Ich habe tatsächlich während des Studiums das Fach Psychiatrie geradezu ignoriert. Für die Spezialisierung dachte ich erst an Neurologie oder Innere Medizin und habe mich dann für die Neurologie entschieden. Dabei war ein Assistenzjahr auf der Psychiatrie vorgeschrieben. Ich dachte, ich werde das Jahr mehr oder weniger «absitzen». Doch schon nach zwei Wochen habe ich gemerkt, wie spannend die Vorgänge in der Psyche der Menschen sind – und bin in der Psychiatrie geblieben.

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