Axa

«Winterthur» verschwindet

Ab heute kommt «Winterthur» nicht mehr im Namen der Verischerung vor, sie heisst nur noch «Axa». Am Hauptsitz sind Arbeiter daran, ein neues Logo zu montieren.

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Am Axa-Hauptsitz an der General-Guisan-Strasse machen sich die Handwerker an die Arbeit. Es ist kurz nach 8 Uhr am 1. März 2018. Der Moment in dem der Schriftzug «Winterthur» am Hauptsitz der Winterthurer Versicherung verschwindet. Ab jetzt heisst die traditionsreiche Firma nur noch «Axa».

In luftiger Höhe wird das alte «Axa Winterthur»-Logo abgeschraubt. Video: Marc Dahinden

Der Namenswechsel ist über Jahre angekündigt worden, seit der Übernahme durch den französischen Versicherungskonzern im Jahr 2006. Trotzdem ist Wehmut dabei, wenn der Namenszusatz «Winterthur» nun offiziell Geschichte ist. Die Versicherung wurde 1875 gegründet und hiess seit 1975 offiziell «Winterthur».

Beschlossen wurde die Umbenennung im letzten Herbst. Der damalige CEO Antimo Perretta erklärte damals im «Landboten»: «Wir haben festgestellt, dass die Marke ‹Winterthur› im Markt nicht mehr so wichtig ist. 39 Prozent der Bevölkerung den Begriff Axa, wenn sie nach einer Versicherung gefragt werden, nur 14 Prozent nennen Axa-Winterthur und nur 10 Prozent ‹Winterthur›.» Die Ankündigung löste keinen Entrüstungssturm aus. Stadtpräsident Michael Künzle (CVP) bedauerte den Entscheid zwar und bezeichnete ihn als «Bruch mit der Tradition». Proteste – etwa in Leserbriefen – blieben aber aus.

Wichtiger als der Name ist vielen Winterthurerinnen und Winterthurern wohl, dass die Arbeitsplätze in Winterthur erhalten bleiben und sich der Axa-Konzern weiterhin zum Standort Winterthur bekennt. Die «Winterthur» – pardon: die «Axa» – ist nach wie vor die grösste private Arbeitgeberin der Stadt mit weit über 3000 Angestellten. Und auch der neue CEO Fabrizio Petrillo bezeichnet die Stadt als einen «guten Standort für eine Firma wie uns».

Trotzdem werden ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Lokalpatrioten dem Namen noch einige Zeit nachtrauern. Die Häufigkeit des Schriftzugs «Winterthur» wird sich in den nächsten Tagen rapide vermindern, dass man irgendwo in der Schweiz oder auf der Welt den Namen der Heimatstadt entdeckt, wird zur Seltenheit.

Das grosse Logo am Axa-Turm soll im Laufe des Vormittags entfernt werden. Im Moment wartet man noch auf die Hebebühne, mit der die Handwerker auf über 20 Meter Höhe ans Werk gehen können. Die Logos an den anderen Standorten werden über die nächsten Monate ersetzt. Man mache das rollend, sagt Axa-Sprecher Urban Henzirohs. Eine grosse Umbenennungsfeier oder -event gibt es keinen. Am 13. März ist ein interner Anlass zum Namenswechsel für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geplant.

Erstellt: 01.03.2018, 09:10 Uhr

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