Zürichsee

Wasserhose über dem See

Am Samstagmorgen fegte eine Wasserhose über den Zürichsee. Bereits am Abend zuvor zeigte sich der See spektakulär.

Das Wetterphänomen von Wädenswil aus fotografiert.

Das Wetterphänomen von Wädenswil aus fotografiert. Bild: Leserbild Jean-Pierre Bachmann

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Spektakulär zeigte sich der Zürichsee am Samstagmorgen: Kurz nach 9 Uhr fegte eine Wasserhose über den See, wie Bilder von Augenzeugen zeigen.

Wasserhosen dieser Grösse entstehen auf dem Zürichsee in der Regel nur alle paar Jahre. Damit eine Wasserhose entstehen kann, braucht es in erster Linie einen grossen Temperaturunterschied zwischen dem Seewasser und der Luft. So wie heute Morgen: Die Lufttemperatur betrug zwischen 14 und 15 Grad, die Wassertemperatur knapp 23 Grad. In solchen Momenten können sich aus Schauer- und Gewitterzellen, die über die Wasserfläche ziehen, solche «Rüssel» entwickeln. Wasserhosen sind zwar eindrücklich, in der Regel aber harmlos. Sie erreichen keine sonderlich hohen Windgeschwindigkeiten und lösen sich auf, sobald sie auf Festland treffen. Die letzte gut ausgeprägte Wasserhose war vor einem Jahr zu beobachten.

Bereits gestern Abend zeigte sich der See von seiner spektakulären Seite: Die Sonne stand gegen 20 Uhr bereits tief, als eine Regenfront über den Zürichsee zog. Der Regenbogen hat an diesem Abend die beiden Seeufer verbunden.

Bild: Walter Hehl.

Haben auch Sie die Wasserhose beobachtet? Senden Sie uns Ihre Bilder oder Videos an dienst@zsz.ch. Besten Dank! (ckn/mst)

Erstellt: 06.08.2016, 11:53 Uhr

Infobox

Tornado?

Bei Wasserhosen sorgt die Begrifflichkeit immer wieder für Diskussionen. Mal wird das Phänomen als Wasserhose, Windhose oder dann als Tornado bezeichnet. Prinzipiell sind alle Begriffe korrekt. Das heisst: Eine Wasserhose und ein Tornado sind letztlich dasselbe. Es handelt sich um Verwirbelungen, die an der Unterseite von Schauer- oder Gewitterzellen entstehen. Allerdings erreichen die Wasserhosen meist nicht das zerstörerische Ausmass von Tornados und sind viel kurzlebiger. Sie bilden sich ausserdem - im Gegensatz zu starken Tornados - nicht an der Unterseite von heftigen Gewitterzellen («Superzellen»), sondern beziehen ihre Energie wie bereits erwähnt primär aus der Temperaturdifferenz zwischen Wasser und Luft.

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