Rapperswil-Jona

Seezugang soll bleiben, wie er ist

Mit einer Petition wollen Anwohner und Camper den Seezugang im Lido erhalten. Sie wehren sich gegen einen Schilfgürtel, welchen die Stadt plant. Am Dienstag wurden 1387 Unterschriften gegen dasProjekt der Stadt übergeben.

Über 1000 Unterschriften übergeben: Jacqueline Schmid (Anwohnerin), René Denzler (Initiator), Thomas Furrer (Bauchef), Dora Büsser (Camperin).

Über 1000 Unterschriften übergeben: Jacqueline Schmid (Anwohnerin), René Denzler (Initiator), Thomas Furrer (Bauchef), Dora Büsser (Camperin). Bild: Istvan Nagy

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Die Bürger verschafften sich ­Gehör. Mit einer Petition sammelten die Anwohner und wei­tere regelmässige Nutzer der Liege­wiese im Lido Unter­schrif­ten gegen die geplanten Renaturierungspläne mittels eines Schilf­gürtels und eines Holzstegs. Am Dienstag nun konnte die treibende Kraft hinter dem Widerstand, ­René Denzler, bei der Stadt 1387 Unterschriften gegen das Projekt einreichen. «Wir möchten, dass alles so bleibt, wie es ist», erklärte der umtriebige Initiator, «allenfalls könnte mit einem Flach­ufer ein Teil des Zugangs zum See attraktiver gestaltet werden.»

Stadtrat und Bauchef Thomas Furrer (parteilos) nahm den gut gefüllten Ordner mit den Unterschriftenbögen entgegen. «Wir nehmen das sehr ernst», sagte er und verwies auf die Möglichkeit, jetzt noch etwas am Projekt zu ändern. «Im Moment handelt es sich erst um ein Vorprojekt.» Inner­halb der nächsten drei ­Monate erhalten die Petitionäre eine Antwort vom Stadtrat.

Enttäuschung bei Denzler

Dass die Gegner der geplanten Umgestaltung der Liegewiese nicht von Stadtpräsident Martin Stöck­ling persönlich empfangen wurden, hatte sie enttäuscht. ­Gemäss René Denzler habe er den Termin für die Übergabe mit Stöck­ling abgemacht. Dass nun Bauchef Thomas Furrer zur Entgegennahme der Unterschriften geschickt wurde, konnte er nicht nachvollziehen. Trotzdem hoffte er in seiner kurzen ­Ansprache, dass er mit dieser ­Petition etwas bewirken könne. «Sonst werde ich weiterkämpfen und mich für eine vernünftige ­Lösung einsetzen, notfalls auch an der Bürgerversammlung.»

(Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 13.09.2017, 08:22 Uhr

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