Rüschlikon

Rüschlikon feiert seine neue Schifflände

Mit einem Sommerfest haben Bevölkerung und Behörden am Sonntagabend die neu gestaltete Seeuferanlage Schifflände eingeweiht. Es war dies der krönende Abschluss des 6-Millionen-Projekts «Mehr See für Rüschlikon».

Eine Oase der Naherholung hat sich die Gemeinde Rüschlikon am See geschaffen. Über 200 Personen weihten am Sonntag die neue Schifflände ein.

Eine Oase der Naherholung hat sich die Gemeinde Rüschlikon am See geschaffen. Über 200 Personen weihten am Sonntag die neue Schifflände ein. Bild: Sabine Rock

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Wo sich einst Erholungssuchende nach dem Gang durch die Seestrassenunterführung vor der Schifflände eine graue Betonmauer in die Quere stellte, senkt sich jetzt der Seeplatz. Der Blick öffnet sich auf die Weite des Zürichsees. Die Besucher, Flaneure und Passanten werden mit hundertfach leuchtendem Blütenzauber eines prächtigen Rosengartens empfangen. Nach Bootshab, Marbach und Suntenau vor Jahresfrist, ist nun auch die öffentliche Seeanlage bei der Schiffstation als letzte Etappe des Modernisierungsprojekts «Mehr See für Rüschlikon» komplett umgestaltet worden. Am Sonntagabend wurde sie mit einem fröhlichen Fest von der Bevölkerung in Besitz genommen. In seiner Festansprache zeigte sich Gemeindepräsident Bernhard Elsener (CVP) stolz über Rüschlikons «neue Visitenkarte am See». Die neue, Ufo-förmige Wartehalle, wie Elsener scherzend meinte, setze denn auch einen besonderen architektonischen Akzent und sei Zeugnis davon, dass sich die Ausserirdischen einen besonders reizvollen Landeplatz ausgesucht hätten.

Komplimente von Gegnern

Nach langwierigen Diskussionen, diversen Hindernissen und Verzögerungen dürfe sich die Bevölkerung nun über die gelungene Modernisierung der Seeanlagen Marbach, Suntenau, ?ootshab sowie der Schifflände als nunmehr letzte und schönste Etappe freuen, meinte Elsener. Komplimente seien heute sogar von Bürgern zu hören, die damals im Jahre 2012 gegen den Gesamtkredit von sechs Millionen Franken gestimmt hätten. In Zeiten baulicher Verdichtung und steigender Bevölkerungszahl würden Seeuferanlagen »als Oasen für die Naherholung» immer wichtiger, unterstrich der Gemeindepräsident. «Feiern sie mit uns Lebensfreude am See», rief Elsener dem gutgelaunten Festpublikum abschliessend zu.

Pétanque und Gartenführung

Die Gemeinde spendierte den über 200 Gästen zur Feier des Tages Getränke, Grillwürste und Glace, die Harmonie Kilchberg sorgte mit schmissigen Musikeinlagen für fröhliche Stimmung und bei einem Pétanqueturnier für jedermann zeigte sich, dass sich der körnige neue Seeplatz auch bestens für das aus Frankreich stammende Kugelspiel eignet. Anklang fand aber auch die neue, seerosenblattförmige und grünlich getönte Wartehalle mit Rundbänken. Dort kann man künftig geschützt vor Regen oder Wind die Ankunft der Kursschiffe abwarten. Am Sonntag diente das weit ausladende Dach des neuen Rondells – genauso wie das noch etwas lichte Blätterdach einer neuen Eichenallee – den Festbesuchern aber vorerst einmal als schattiger Zufluchtsort vor der hochsommerlichen Hitze.

Manche Kinder erfrischten und vergnügten sich derweil am und im neuen Wasserspiel. Bei geführten Rundgängen durch die Rosenbeete erfuhr man allerlei Wissenswertes über die Besonderheiten des Gartens mit seinen rund 120 verschiedenen Rosensorten. Noch etwas kahl präsentierte sich hingegen die Pergola mit den Sitzbänken. Doch sollen dort schon bald Kletterrosen und Clematis emporranken und ebenfalls zu einer Augenweide werden.

Hindernisfreier Zugang

Für ein kleines, musikalisch untermaltes Lichtspektakel sorgte dann pünktlich um 21.21 Uhr das Einschalten der neuen Beleuchtungskörper. Die gesamte neue Anlage, inklusive Unterführung, Toilette und Garten, wurde behindertengerecht ausgestaltet. Zu diesem Zweck mussten etwa das Terrain gegen die Uferkante hin etwas abgesenkt und das angrenzende Parkierfeld leicht angehoben werden.

(Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 11.07.2016, 16:45 Uhr

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