Bülach

Postensuche in Stadt, Städtli und Wald

Premiere beim traditionellen Zürcher OL: Erstmals in den 77 Jahren waren in diesem Jahr in Bülach Stadt-OL und Wald-OL vereint – eine spannende Kombination, wie sich zeigte.

Peter Wehrli und Britta Plüss aus Dänikon versuchten sich in der OL-Kategorie Sie + Er.

Peter Wehrli und Britta Plüss aus Dänikon versuchten sich in der OL-Kategorie Sie + Er. Bild: Sibylle Meier

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Der Zürcher OL bietet jährlich die Möglichkeit zum Zurückblenden. So erinnerten sich in der Garderobe drei ältere Herren an ihre erste Teilnahme vor 50 Jahren. «Damals belegten wir Rang 3», sagte einer und fragte seine beiden Teammitglieder: «Schaffen wir es wohl wieder aufs Podest?» Selbstverständlich in der Seniorenkategorie und nicht mehr bei den Junioren.

Schnelles Laufen durch Strassen, über Plätze, um Altstadtbauten und Wohnblocks forderte der erste Teil – im Massstab 1:4000. Rund nach Streckenhälfte ging es in den Stadtwald, nun im Massstab 1:10 000. Von Teer auf Kieswege hiess das – und noch viel mehr: Fallholz, Brombeeren und Brennnesseln erschwerten das Vorwärtskommen. Um eine spannende Kombination handelte es sich. Die völlig unterschiedlichen Formen des Laufens forderten die Teilnehmenden.

Knapp 1000 Teilnehmende

Und das bereitete trotz manchem Kratzer und brennenden Unterarmen Spass. Als «tricky» bezeichneten die Vertrauten das Wechselbad. Auf die Rechnung kamen aber auch Einsteigerinnen und Einsteiger, Familien oder Rückkehrer. Nicht weniger als 23 verschiedene Bahnen sprich Postenabfolgen mit unterschiedlichem Anforderungsprofil ermöglichten die Organisatoren der OLG Rafzerfeld.

Mitunter trug die Vielfalt zum Gelingen des Zürcher OL bei. «Alles lief reibungslos», konnte Laufleiter Jürg Egger nach dem OL-Vormittag zufrieden festhalten. Von «einem beschwingten Kommen und Gehen» sprach er. «Die Reaktionen waren durchwegs positiv», sagte Egger. Und dank der Integration ins Sportfest gelang es, viele Leute ohne OL-Erfahrung anzusprechen.

Etwas enttäuschend blieb die Teilnehmerzahl. Mit 405 Zweier- oder Dreierteams wurden knapp 1000 Teilnehmer gezählt. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem deutlichen Rückgang. Es gilt, das Konzept zu überdenken. Mit Ausnahme von Läuferinnen und Läufern des Nachwuchskaders fehlten in diesem Jahr Spitzenathleten. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 23.09.2018, 20:15 Uhr

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