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Martullo-Blocher tritt aus der Kirche Meilen aus

Mit Magdalena Martullo verliert die reformierte Kirche Meilen eine wichtige Steuerzahlerin

Trotz Austritt: Martullo-Blocher sagt, sie sei religiös.
Trotz Austritt: Martullo-Blocher sagt, sie sei religiös.
Jean-Paul Guinnard

Nachdem bereits ihr Mann Roberto Martullo letztes Jahr aus der katholischen Kirchgemeinde Meilen ausgetreten ist, hat nun auch Magdalena Martullo-Blocher die Kirche ihrer Wohngemeinde verlassen - in ihrem Fall allerdings die reformierte. Dies sagte die SVP-Nationalrätin und Chefin der Ems-Chemie dem SonntagsBlick. Gemäss Bilanz soll die Familie Blocher insgesamt über ein Vermögen von 10 bis 11 Milliarden Franken verfügen. Der Austritt dürfte für die Kirche also einen herbeb Verlust an Steuergeldern bedeuten.

Als Gründe für den Austritt bezeichnet Martullo-Blocher unter anderem die Führung der Kirchgemeinde, fügt aber an, dass sie trotzdem religiös sei. Aber auch Finanzielles soll eine Rolle gespielt haben. «Ich zahlte immer mehr, und die Kirchgemeinde sagte immer, sie hätte das sowieso bereits ausgegeben», wird sie im Sonntagsblick zitiert.

«Nicht wirklich verstanden»

«Wir haben den Austritt zur Kenntnis genommen, aber nicht wirklich verstanden, warum dieser erfolgt ist», sagt Andrea Picenoni, Präsident der reformierten Kirchgemeinde Meilen. Er gehe davon aus, dass der Austritt mit Vorfällen zu tun habe, die unter seinem Vorgänger geschehen seien. Picenoni ist erst seit dieser Legislatur, also seit etwas mehr als einem Jahr, im Amt. Der Austritt von Frau Martullo sei bereits Anfang Jahr erfolgt.

Zu den finanziellen Auswirkungen des Austritts kann der Kirchenpräsident nichts sagen. Er verweist darauf, dass die Kirche den gesamten Steuerbetrag von der Gemeinde überwiesen bekäme. Deswegen wisse er gar nicht, wie hoch der Anteil von Magdalena Martullo-Blocher sei.

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