Rorbas

Katzenfreund setzt in Rorbas 10'000 Franken für Hinweise zum Tod seines Katers aus

Jugendliche könnten im Drogenrausch seine Katze getötet haben, mutmasst ein Mann aus Rorbas.

So sah der kleine Slash aus, bevor er tot im Eisenbahntunnel gefunden wurde.

So sah der kleine Slash aus, bevor er tot im Eisenbahntunnel gefunden wurde. Bild: PD

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Ein Katzenfreund aus Rorbas hat einen schlimmen Verdacht. Am Montag wurde sein einjähriger Kater Slash tot auf den Gleisen der S-Bahn-Linie Embrach-Bülach gefunden. Der Besitzer vermutet: Jugendliche, welche bei einem verlassenen Häuschen kurz vor der Tunneleinfahrt nach Bülach gefeiert und Drogen konsumiert haben, könnten die Katze auf dem Gewissen haben. Um Klarheit über das Schicksal seines Haustiers zu bekommen, hat der Katzenfreund auf Facebook eine Belohnung von 10'000 Franken ausgesetzt, für Hinweise, welche zu den Tätern führen. «Bei solchen Dingen fackle ich nicht lange», sagt er zur Höhe der Summe. Er hofft, dass vielleicht jemand die Tat mit dem Handy gefilmt hat.

Auf Facebook bietet der Katzenfreund 10'000 Franken Belohnung für sachdienliche Hinweise an.

Am Samstagabend kam Kater Slash nicht mehr nach Hause. «Er ging nie lange nach draussen und auch nie weit vom Haus weg», sagt der Besitzer. Am Montag wandte er sich deshalb an die Tiermeldezentrale. Am Nachmittag bekam der dann die schlechte Nachricht: Ein Bahnarbeiter hatte Slash tot gefunden und ihn zur Kadaversammelstelle gebracht. Gefunden wurde die Katze im Tunnel nach Bülach, etwa 10 Meter tunneleinwärts. Weil der Kater einen Chip hatte, konnte er identifiziert werden. Besonders traurig: Der Katzenfreund hatte Slash im Urlaub in Kroatien ausgesetzt an einer Raststätte gefunden und ihn mit in die Schweiz gebracht. Hier fand die Geschichte nun aber kein Happy End.

Bei diesem Häuschen kurz vor der Tunneleinfahrt sollen die Drogenpartys steigen. Bild: Fabian Boller

Der Katzenfreund hat sich bereits im Dorf umgehört und mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen geredet. So habe er erfahren, dass bei dem verlassenen Häuschen hin und wieder Drogenpartys gefeiert würden. So auch am letzten Samstag. Der Besitzer, er wohnt unweit des Fundorts, hat die laute Musik von seinem Haus aus gehört. «Jemand hat mir gesagt, dass es dort zuweilen sehr verrückt zu und her geht», sagt er. Angesprochen auf die tote Katze seien die Jugendlichen sofort ganz ruhig geworden. Eine Person aus der Gruppe sei dann auch sofort verschwunden.

Im Tierspital untersuchen lassen

Unterdessen hat der Katzenliebhaber den Tod seines Katers im Tierspital untersuchen lassen. Das Ergebnis: Die Todesursache ist ein grobes Trauma und der Kater hat am Nacken eine Brandwunde. Das Spital ging ohne Vorkenntnisse des Falles davon aus, die Katze sei unter ein Auto gekommen.

So sieht die Brandwunde am Nacken der Katze aus. Bild: PD

Dass Slash einfach davon gelaufen ist und im Tunnel vom Zug überfahren wurde, will der Besitzer aber nicht glauben. «Irgendetwas ist da passiert. Meine Vermutung ist, dass er zuerst gequält und dann über den Zaun auf die Gleise geschmissen wurde.» Ohne Zeugen sei dies aber natürlich unmöglich zu beweisen.

Angst vor Vergeltungsaktionen

Mit der Polizei war der Besitzer bereits im Kontakt. Wenn er aufgrund seines Aufrufs konkrete Hinweise bekomme, werde er eine Anzeige machen. Obwohl er auf Facebook seinen Namen Preis gibt, möchte er in der Zeitung anonym auftreten. Ihm sei von der Polizei dazu geraten worden, um sich vor möglichen Vergeltungsaktionen der Täter zu schützen.

Um Hinweise zu Slashs Schicksal entgegen zu nehmen, hat der Katzenfreund eine E-Mail-Adresse eingerichtet. Sie lautet slash2019-2020@outlook.com.

Das besagte Häuschen liegt unmittelbar vor der Einfahrt zum Tunnel nach Bülach.

Erstellt: 24.01.2020, 14:34 Uhr

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