Horgen

Horgner wird Brenner des Jahres

Urs Streuli führt bereits in fünfter Generation eine private Schnapsbrennerei. Nun erhielt er die höchste Auszeichnung seines Metiers: Er wurde zum Brenner des Jahres ­ernannt.

Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf übergibt Urs Streuli aus Horgen die hohe Auszeichnung.

Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf übergibt Urs Streuli aus Horgen die hohe Auszeichnung. Bild: zvg

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Seine Destillate gehören zu den besten der Schweiz. Das zumindest findet die Jury der diesjährigen Distisuisse, an der alle zwei Jahre nationale Spirituosen prämiert werden. Der Horgner Urs Streuli erhielt am Donnerstag in Bern die Auszeichnung «Brenner des Jahres». Die Medaille zur Auszeichnung wurde Streuli von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf höchstpersönlich um den Hals gehängt.

Der Brenner des Jahres ist die höchste Auszeichnung in der Schnapsbrennerszene. Neben Urs Streuli wurden fünf weitere Brenner aus der Schweiz prämiert. Die Auszeichnung bedingt, dass mindestens vier der eingereichten Destillate eine Goldmedaille gewinnen. In Streulis Fall waren es gar sechs.

Zwölf Medaillen bekommen

Urs Streuli führt sein Horgner Traditionsunternehmen Streulis Privatbrennerei im Weiler Äussere Rietwies bereits in der fünften Generation. Dort ist er Herr über 300 Hochstammbäume. Die Früchte derselben liefern den Stoff für Hochprozentiges. Schnapsbrenner Streuli produziert jährlich rund 2000 bis 3000 Flaschen seiner Edelbrände.

«Über die Auszeichnung freue ich mich riesig», sagt er. Viel mehr könne er in diesem Metier nicht mehr erreichen, hält Streuli fest. Denn auch die an der Distisuisse eingeheimsten Medaillen können sich sehen lassen: Von zwölf eingereichten Destillaten wurden sechs mit einer Gold- und nochmals sechs mit einer Silbermedaille ausgezeichnet. Ganz oben auf dem Siegertreppchen stehen Streulis sortenreine Brände Schwarze Johannisbeere, Berner-Rosen-Apfel, Gelbmöstlerbirne, Mirabelle de Nancy, Basler Zwetschge und zu guter Letzt sein Cassis-Likör. «Meine Leidenschaft fürs Schnapsbrennen ist so richtig im Jahr 2005 entfacht», sagt Urs Streuli. Das Wichtigste für einen perfekten Schnaps seien gute Früchte. Diese müssten sich im perfekten Reifestadium befinden, sagt der Schnapsbrenner. Da Streuli nur seine eigenen Früchte brennt, könne er auf diesen Faktor viel Einfluss nehmen.

An der diesjährigen Spirituosenprämierung Distisuisse haben sich 91 Brennereien aus der ganzen Schweiz beteiligt. 477 Brände wurden durch die Jury in Bern beurteilt und bewertet. Insgesamt wurden den Schnapsbrennern 125 Gold- und 224 Silberdiplome vergeben. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 19.09.2015, 10:26 Uhr

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