Küsnacht

FDP Küsnacht will Schulpräsidium verteidigen

Die FDP will ihre Vormachtstellung in den Küsnachter Behörden verteidigen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Schulpflege. Für dieses Gremium dürften die ­Herausforderungen besonders gross werden.

Im Gemeindehaus Küsnacht könnten bald zwei neue FDP-Gemeinderäte ein und aus gehen.

Im Gemeindehaus Küsnacht könnten bald zwei neue FDP-Gemeinderäte ein und aus gehen. Bild: Michael Trost

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Mit 15 Sitzen in den Küsnachter Behörden ist die FDP Küsnacht jene Partei, die am meisten Sitze in der Gemeinde hat. All diese Mandate wollen die Freisinnigen für die nächste Legislaturperiode verteidigen, wie sie in einer Mitteilung schreiben. Einstimmig haben sie am Dienstagabend ihre Kandidaten nominiert.

Neben Gemeindepräsident Markus Ernst und Gemeinderat Martin Wyss hat die FDP mit Pia Guggenbühl ein neues Gesicht für den Küsnachter Gemeinderat nominiert. Auch das Schulpräsidium soll mit Klemens Empting neu besetzt werden. Der 64-Jährige ist seit Februar 2016 Mitglied der Schulpflege. «Wichtig ist, dass wir weiterhin die gute Qualität der Schule gewährleisten können», sagt Empting zu seinen Zielen. Dies sei eine grosse Herausforderung, weil die Zahl der Schüler in den letzten vier Jahren um 240 gewachsen sei und weiter steigen werde. Auswirkungen habe dies etwa auf die Schulräume und Betreuungsgegebenheiten.

Als weitere Herausforderung benennt der Informatiker die Finanzen. «Es geht nicht darum, zu sparen, sondern um den haus­hälterischen Umgang mit dem Geld», betont Empting. Die Kosten pro Schüler dürften maximal proportional steigen.

Drei neue Kandidaten

Als grosse Aufgabe zu Beginn der neuen Legislatur sieht Empting die Einheitsgemeinde, wenn sie angenommen werde. «Die komplette Verwaltung, die Finanzen, der Liegenschaftenbereich und das Personalwesen müssten dann komplett umgebaut werden», sagt er. Und was passiert, falls die Gemeindeordnung und damit die Einheitsgemeinde an der Urne abgelehnt werden? «Jetzt findet erst einmal die Abstimmung statt und dann schauen wir weiter», sagt Empting, der selbst Mitglied der Steuerungsgruppe Einheitsgemeinde ist. Dass gut die Hälfte der sieben Schulpfleger nicht wieder antreten, sieht der Präsidiumskandidat nicht als Problem. «Für mich ist das eine Chance.» So könne man die Einheitsgemeinde mit neuen Gedanken angehen.

Neben dem neuen Präsidiumskandidaten geht die FDP nämlich noch mit drei weiteren Schulpflegekandidaten in den Wahlkampf. Suzanne Eckert, Stephanie Rippmann und Stefan Kriz sollen die scheidende Präsidentin, Danièle Glarner, sowie die beiden Schulpfleger Florian Meyer und Lena Schneller ersetzen. «Es sind alles Kandidaten, welche die Schule Küsnacht kennen», sagt Thomas G. Albert, Präsident der FDP Küsnacht, über die drei Nominierten. Er verweist zum einen auf die Kinder der drei Anwärter, erwähnt aber auch die Erfahrung von Eckert im Elternrat sowie ihr Engagement im Familienclub. Kriz wiederum ist regelmässig auch als Coach in der Erwachsenenbildung engagiert und den Küsnachtern als Mitglied der Rechnungsprüfungskommission, Rippmann als Kandidatin für das Friedensrichteramt bekannt.

«Gute Arbeit geleistet»

Auch das Engagement der scheidenden Präsidentin würdigt Albert: «Danièle Glarner hat die Schule Küsnacht gemeinsam mit Klemens Empting in ruhiges Fahrwasser gebracht.» Sie habe gute Arbeit geleistet. Während Glarner die dritte Amtsperiode beziehungsweise die zweite als Präsidentin in der Schulpflege ist, waren Schneller und Meyer acht Jahre Mitglied in der Schulpflege. Ob die FDP weiterhin ihre 15 Sitze wird halten können, zeigt sich an den Gesamterneuerungswahlen am 22. April oder allenfalls bei einem zweiten Wahlgang. Albert ist allerdings guten Mutes: «Wir haben auf die Qualität und Fähigkeiten der Kandidaten gesetzt.»

Erstellt: 23.11.2017, 09:25 Uhr

Artikel zum Thema

Neuanfang ist nur konsequent

Kommentar Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Die Zürichsee Zeitung digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat. Jetzt abonnieren!

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles