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Extremismus-Fachstelle wird rege genutzt

Die Beratungen der neuen Fachstelle für Extremismus und Gewaltprävention in Winterthur sind gefragt - sowohl bei der Bevölkerung als auch bei Fachleuten. Zu diesem Schluss kommt der Leiter der Fachstelle, der seit 100 Tagen im Amt ist.

Genau hinschauen: Die Stadtpolizei und die Bevölkerung sollen darauf sensibilisiert werden Radikalisierungspotential frühzeitig zu erkennen.
Genau hinschauen: Die Stadtpolizei und die Bevölkerung sollen darauf sensibilisiert werden Radikalisierungspotential frühzeitig zu erkennen.
Keystone

Die neue Fachstelle in Winterthur hat den Auftrag, gefährdete Personen zu erreichen, bevor sie die Grenze zwischen legalen radikalen Positionen und illegalen strafbaren Handlungen überschreiten.

Der Leiter, Urs Allemann, hat seine Tätigkeit Anfang Oktober 2016 aufgenommen. Nach 100 Tagen im Amt zieht er nun Bilanz. 17 Beratungen und 8 Referate hat die Fachstelle in dieser Zeit durchgeführt, wie die Stadt Winterthur mitteilt. Zudem habe man über 200 Schlüsselpersonen aus dem Präventionsnetzwerk erreicht.

Dies zeige, dass das Angebot der Fachstelle offensichtlich einem Bedürfnis sowohl von Fachpersonen als auch der Bevölkerung entspreche, heisst es weiter.

Frühzeitige Erkennung wesentlich

In Winterthur besteht der Kern des Präventionsnetzwerks neben der Extremismus-Fachstelle auch aus der Fachstelle Integrationsförderung und der Stadtpolizei. Enge Kontakte bestehen auch mit Schulen, Schulsozialarbeit, Quartierentwicklung und Jugendarbeit. Zudem wird der Dialog mit den verschiedenen Moscheegemeinden gepflegt, wie es weiter heisst.

Erfahrungen aus dem In- und Ausland zeigten, dass ein integraler, lokaler Ansatz für die frühzeitige Erkennung und Verhinderung von gewaltextremistischer Radikalisierung wesentlich sei, heisst es in der Mitteilung.

Winterthur war in jüngster Zeit immer wieder in die Schlagzeilen geraten, weil schon mehrere junge Menschen aus der Stadt nach Syrien gereist sind und sich dem IS angeschlossen haben. Auch die umstrittene An'Nur-Moschee in Winterthur-Hegi sorgt immer wieder für Aufsehen.

SDA/huy

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