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Erster Erfolg bei Umsiedlung von Mini-Schnecken

Die Bemühungen des Wildnisparks Zürich, die vom Aussterben bedrohte Zahnlose Schliessmundschnecke zu erhalten, zeigen erste Erfolge.

Die Zahnlose Schliessmundschnecke ist nur wenige Millimeter gross.
Die Zahnlose Schliessmundschnecke ist nur wenige Millimeter gross.
zvg

Vor gut einem Jahr hatte der Schneckenexperte Jörg Rüetschi gemeinsam mit Mitarbeitenden der Stiftung Wildnispark Zürich ein paar Hundert der Zahnlosen Schliessmundschnecken in den Sihlwald umgesiedelt.

Die nur wenige Millimeter grossen Tiere lebten zuvor im Langenberg auf Kastanienbäumen, die gefällt werden mussten. Der «Umzug» wurde damals von der Fachstelle Naturschutz von Grün Stadt Zürich finanziert. Das neue «Zuhause» der Schnecken befindet sich auf der Krete zwischen der Hochwacht und der Schnabelburg.

Weit zurückgezogen

Ein Jahr danach haben nun Kontrollen gezeigt, dass sich die Tiere am neuen Ort halten können, wie der Wildnispark mitteilt. «Wir haben an rund einem Viertel der Bäume, auf denen wir die Zahnlosen Schliessmundschnecken ausgesetzt haben, wieder Tiere gefunden», sagt Jörg Rüetschi. Das sei aus zwei Gründen positiv zu werten: Einerseits habe er schon Schnecken-Umsiedlungen miterlebt, bei denen ein Jahr später kein Tier mehr gefunden wurde. «Andererseits ist es gut möglich, dass noch weitere Tiere am neuen Standort im Sihlwald hausen. Weil der Sommer aber sehr heiss war, haben sich die Schnecken weit in die raue Rinde zurückgezogen. Insbesondere die noch kleinen Jungtiere sind dadurch kaum sichtbar», erklärt Rüetschi. In einem Jahr wisse man mehr, da die Jungschnecken dann etwas grösser und dadurch besser sichtbar seien. Ob die Umsiedlung längerfristig erfolgreich sei, könne allerdings erst nach einigen Jahren beurteilt werden.

Das Gebiet rund um die Ruine Schnabelburg im Sihlwald ist ein bekannter Standort für die Zahnlose Schliessmundschnecke. Da der Bestand durch eine Renovation der Ruine im Sommer 2011 stark zurückgegangen ist, erhofft sich die Stiftung Wildnispark Zürich, mit der Umsiedlung der Mini-Schnecken aus dem Langenberg langfristig eine Erholung des Bestandes.

(red)

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