Rapperswil-Jona

Eine einzigartige Tafelrunde

Fast die ganze Stadt hat sich zur Tavolata – zum grossen Fest der Gaumenfreuden – zusammengefunden. Die Kette der Esstische reichte von der Rapperswiler Seepromenade bis in die Altstadt.

Anstossen auf einen gemütlichen Abend.

Anstossen auf einen gemütlichen Abend. Bild: Michael Trost

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Die Touristengruppe aus Asien steht ein wenig abseits des Rummels, lächelt und staunt, was sie vor die Fotoapparate kriegt. Die Seepromenade ist am Samstagabend eine riesige Gartenbeiz. Bis weit hinten zum Hafen sind Tische an Tische gereiht, an denen Hunderte von gutgelaunten Leuten kulinarisch verwöhnt werden. Die Tavolata, frei übersetzt die Festtafel, lässt in dieser Nacht am See zum dritten Mal gemütliche Feststimmung aufkommen.Die Tavolata ist ursprünglich italienischer Lifestyle wie die Liebe zu roten, rassigen Autos, die Leidenschaft für filigranen Fussball oder die Kunst, Mode von Welt zu kreieren. In bella Italia kam man auf die Idee, viele ­Tische zu einer grossen Tafel zusammenzuschieben, die unterschiedlichsten Gerichte zu kredenzen und diese im Kreise der Familie und guter Freunde nach Lust und Laune zu geniessen.

Die Seepromenade ist an der Rapperswiler Tavolata denn auch ein einziger «Italiener». Die Gastrobetriebe haben ihre Tätigkeit nach draussen verlegt. Überall werden Penne, Pizzen und Leckeres vom Grill aufgetischt. Ein Betrieb bietet das Menu «Tavolata» mit Prosecco als Apéro, Carpaccio di Manzo, Gamberoni alla Griglia oder Tagliata di Manzo und eine Sinfonia di Dessert an. Allein das Zuschauen, wie das Gericht zubereitet wird, lässt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Tausende zu Tisch

Die Gastronomen haben zusätzliches Personal aufgeboten und dieses kommt kaum nach, die ­Bestellungen aufzunehmen. Jeder Tisch ist bis auf den letzten Platz besetzt. Unzählige Leute war­­ten – entlang dem Seeufer flanierend –, bis ein Tisch frei wird. Reservationen für 21 Uhr und noch später werden aufgenommen. Die Stimmung bleibt aber trotz des grossen Andrangs ­locker und entspannt.

Auch beim «Thailänder» herrscht ein grosses Kommen und Gehen. Zur Auswahl steht «Gaeng Kiew Warn Goong», rotes Curry mit Tigergarnelen, Aubergine und Thai-Basilikum. Das Essen muss gut sein: Der Küchenchef hat zuvor im Four Seasons Bangkok gearbeitet. Alles in allem sind es Tausende von Besuchern, die sich an den mehr als 200 Tischen mit der Gesamtlänge von rund 700 Metern an der Tavolata verköstigt haben.

Ein Treffpunkt der Einwohner

Die Reihe der Tische an der Gourmetmeile setzt sich in der Altstadt fort. Dort warten auch Vereine, Geschäftsbesitzer und Bewohner mit Schmackhaftem auf. Am Stand des Verkehrsvereins Rapperswil und Zürichsee Tourismus herrscht ebenfalls Hochbetrieb. Sie sei begeistert vom Anlass, sagt Irene Schuler. Leiterin Events beim Verkehrsverein und OK-Vizepräsidentin der Tavolata. «Das Fest ist ein Treffpunkt für die Einwohner von Rapperswil-Jona.» Die Fortsetzung folgt: Der Festschmaus findet alternierend zum Seenachtfest statt, das alle drei Jahre über die Bühne geht. Im nächsten Jahr ist in der Rosenstadt folglich nochmals die einzigartige Tafelrunde La Tavolata an der Reihe.

(Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 07.08.2016, 17:09 Uhr

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