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Ein alter Schulpavillon als Asylunterkunft

Um auf künftige Flüchtlingsströme vorbereitet zu sein, erweitert die Gemeinde Eschenbach ihre bestehende Asylunterkunft Arche. Ehemalige Schulcontainer aus Flums werden dafür umgerüstet.

Dieser ausgemusterten Schulpavillon aus Flums kommt demnächst nach Eschenbach. Er dient künftig als Asylunterkunft.
Dieser ausgemusterten Schulpavillon aus Flums kommt demnächst nach Eschenbach. Er dient künftig als Asylunterkunft.
zvg / Gemeinde Eschenbach

Wo einst Schüler Vokabeln paukten und Rechenaufgaben lösten, werden schon bald Flüchtlinge untergebracht. Die Gemeinde Eschenbach will ehemalige Schulzimmer als zusätzliche Asylunterkunft nutzen. Wie der Gemeinderat mitteilt, hat er sich vor kurzem für den Kauf eines Schulpavillons aus Flums entschieden, der dort nicht mehr gebraucht wird.

Die Anlage biete Platz für 12 bis 15 Personen und sei in einem guten Zustand, schildert Gemeindepräsident Josef Blöchlinger (CVP) auf Anfrage. Aktuell befinde sich der Pavillon noch an seinem früheren Standort, dem Schulareal in Flums. Bevor die Container demontiert und nach Eschenbach transportiert werden, seien noch baupolizeiliche Abklärungen nötig.

Soll von 90 Asylbewerbern

Die Erweiterung der bestehenden Asylunerkunft Arche ist in der Gemeinde schon länger ein Thema. Man wolle grundsätzlich auf weitere Flüchtlingsströme vorbereitet sein, sagt Blöchlinger, auch wenn die Zahl der Asylbewerber in jüngster Zeit stabil geblieben sei. Das Soll an Asylsuchenden, welche die Gemeinde aufnehmen muss, beträgt 90 Personen. Gegenwärtig leben in Eschenbach 72 Asylbewerber.

Die ehemaligen Schulcontainer müssen, wenn sie in Eschenbach ankommen, zunächst umgerüstet werden. Für die Schlafzimmer etwa sind zusätzliche Wände nötig. Auch Nasszellen müssten noch eingebaut werden, sagt Blöchlinger. Zudem ist im Pavillon ein Aufenthaltsraum geplant. Zum kochen müssen die künftigen Bewohner jedoch in die Unterkunft Arche ausweichen. Der Pavillon soll direkt neben der bestehenden Asylanlage errichtet werden. «Es soll eine überdachte Verbindung geben», sagt Blöchlinger. Kauf, Abbruch und Wiederaufbau des Pavillons kosten rund 300 000 Franken. Budgetiert gewesen war mit 680 000 Franken ursprünglich ein deutlich höherer Betrag.

Die «Arche» ihrerseits wird derzeit gerade saniert. Dies sei schon länger notwendig, sagt Blöchlinger. Böden, Küche und Nasszellen müssten auf Vordermann gebracht werden. Zudem erhält die Unterkunft eine neue Fassade.

Einfachere Betreuung

Die Gemeinde hofft, dass sie mit dem Pavillon als zusätzliche Asylunterkunft einige der zugemieteten, weniger zentral liegenden Wohnungen für Asylbewerber aufgeben kann. Zumindest ein Grossteil der Asylbewerber wäre damit an einem zentralen Standort im Dorfzentrum, sagt Blöchlinger. Dies würde auch die Betreuung vereinfachen. Arche und Pavillon bieten zusammen Platz für 42-45 Personen.

Blöchlinger rechnet damit, dass der Pavillon Ende Jahr bezugsbereit sein wird.

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