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Dorfbeiz, gepaart mit hohen Ansprüchen

Internationale Küche, regionale Qualität. Kann das austauschbare Motto der Krone Uetikon den Erwartungen standhalten? Die Bilder auf der Webseite, toll inszenierte Bilder von kreativen ­Menüs, sind auf jeden Fall eine Ansage.

Wir testen zu zweit an einem Abend unter der Woche. Das Restaurant ist leer, im abgetrennten Stübli wird ein Spiel der Fussball-EM gezeigt. Draussen geniessen einige wenige Gäste ein Feierabendbier. Die Begrüssung ist freundlich und unaufgeregt. Uns werden zwei Karten gereicht: die Stübli-Karte, ein Papier auf einem Klemmbrett, und das A-la-carte-Menü im edleren Einband. Auf der Stübli-Karte ist die Auswahl erwartbar: Ghackets mit Hörnli (21 Fr.) oder Egli-Chnusperli (26 Fr.).

Die Frühlingskarte bedient höhere Ansprüche: Ich wähle als Vorspeise ein lauwarmes Spargeltatar mit Oliven, getrockneten Tomaten und leicht pikanten Riesencrevetten (14 Fr.), meine Begleitung isst vegetarisch und entscheidet sich für den Tomatensalat mit Büffelmozzarella (12 Fr.). Ein Amuse-Bouche – wir hätten es in dieser Umgebung nicht erwartet – wird serviert: Kartoffel-Espuma mit Rotbarsch und Chutney. Das Fischhäppchen ist perfekt gebraten. Meine ­Begleiterin reicht es mir trotzdem über den Tisch. Dem Kellner, der sonst ziemlich souverän agiert, ist das Detail der komplett vegetarischen Bestellung entgangen. Eine Kritik auf hohem Niveau.

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