Wädenswil

Der Wädilauf ist in seiner Art einzigartig

An der Neuauflage des Wädilaufs haben mit Lilly Gross und Fabian Zehnder zwei bekannte Namen im Sport gewonnen. Sie setzten sich an einem Anlass durch, der seinesgleichen sucht.

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Kurz vor Mittag bog am Sonntag der schnellste Läufer auf die Tartanbahn des Sportplatzes Eidmatt ein. Der Speaker feuerte ihn auf den letzten Metern an, die vielen Zuschauer beidseits der Bahn klatschten ihm zu, und wer in der Festwirtschaft sass, reckte den Hals in Richtung Ziel. «Erster ist mit neuem Streckenrekord in 36 Minuten und 16 Sekunden Fabian Zehnder aus Wädenswil!», tönte es aus den Lautsprechern. Zehn Kilometer – erst durch hügeliges Gebiet bis zum Wendepunkt auf der Halbinsel Au und dann entlang des Seeuferwegs zurück in die Eidmatt – hatte er zurückgelegt.

Zehnder ist ein prominenter Sportler. Der 32-Jährige startet für die Trainingsgemeinschaft (TG) Hütten, dem erfolgreichsten polysportiven Sportverein in der Region. Den Laufsport verbindet er in seiner Paradedisziplin Duathlon mit Radfahren, er erhielt die Auszeichnung «Schweizer Duathlet des Jahres 2018». Kollegen und Kolleginnen klatschten ihn ab, «es ist schön, einen Heimsieg zu feiern», sagte er lachend.

Zufriedenes OK

In der Rangliste der Gesamtwertung für die Frauen standen bei Lilly Gross zwei Clubbezeichnungen, erneut TG Hütten und dazu OL Zimmerberg. Lilly gehört zusammen mit Julia und Paula zu den im Orientierungslauf höchst erfolgreichen «Gross-Sisters» aus Richterswil. Sie bestreitet mit Karte und Kompass noch Staffelläufe, ansonsten Berg- und Strassenläufe, und dies erfolgreich, wie der Wädilauf bewies. Zum Rennverlauf meinte die 26-Jährige: «Als ich ein wenig aufs Pedal drückte, merkte ich, dass mir keine Konkurrentin folgen konnte.» Die Organisatoren hätten tolle Arbeit geleistet. Der Wädi-Lauf sei einmalig, fügte sie an.

Dieser Dank richtete sich an das Organisationskomitee, angeführt von OK- Präsidentin Sandra Ritzi, die sich über die bisherigen Teilnehmerzahlen sehr erfreut zeigte. Bei der Premiere vor zwei Jahren gelang mit 917 Teilnehmern ein erfreulicher Start. An der gestrigen Neuauflage waren es 903 Läuferinnen und Läufer in verschiedenen Altersklassen. Die Kinder liefen über einen Rundkurs von 600 Metern. Diesen galt es, je nach Jahrgang, ein- bis dreimal abzulaufen. «Am Turnus von zwei Jahren wollen wir festhalten», betonte Ritzi. «Nach einer Verschnaufpause nehmen wir die Planung für 2021 auf.» Man wolle neue Ideen entwickeln und den Anlass weiter optimieren. Der Wädilauf werde dem Gesamtkonzept «Laufen ist gesund» jedoch weiterhin gerecht werden.

Auch ein Happening

Der Wädilauf ist in der Tat nicht nur ein Sportanlass, sondern auch ein Happening mit Showelementen, kulinarischen Extras, Marktständen und einer Bewegungszone für Kinder mit einer Kletterwand. Lokale Fitnessclubs boten Trainings für jedermann an. Laufschuhe konnten an einem Stand auf dem Laufband getestet werden, und wer seine Ernährung umzustellen gedenkt, erhielt Tipps aus erster Hand. Die Festwirtschaft stand ebenfalls unter dem Motto «Gesunder Lifestyle». Kredenzt wurden Süsskartoffeln mit Truthahn und Federkohl, mit Gemüse gefüllte Teigtaschen, Burger im Vollkornbrötchen, vitaminreiche Smoothies und an Ort und Stelle zubereitete Salate.

Fitnessgruppen aus der Region erhielten zudem im Festzelt Gelegenheit, auf der Showbühne ihr Können zu zeigen. Viel Applaus setzte es vor allem für die Darbietungen von Wädenswiler Mädchen ab. Die Gruppe «Luftraum» bot Akrobatik mittels an Bändern befestigten Metallringen, «Arial Styles» wickelte sich in grosse Tücher, rollte in diesen ab und schraubte sich wieder in luftige Höhen.

Erstellt: 26.05.2019, 19:16 Uhr

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