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Als Erstes kommen die Kleider in den Tiefkühler

Wie leben die Asylbewerber in der ­Zivilschutzanlage? Interessierte erfuhren gestern, war­um die Flüchtlinge gern Wäsche waschen, wann sie ihre Kleider einfrieren müssen und wieso die Türklinken ­dreimal täglich desinfiziert werden.

Auf einem Rundgang durch die Zivilschutzanlage in St. Gallenkappel konnten sich Interessierte ein Bild vom Alltag der Asylsuchenden machen.
Auf einem Rundgang durch die Zivilschutzanlage in St. Gallenkappel konnten sich Interessierte ein Bild vom Alltag der Asylsuchenden machen.
Michael Trost
Schlafplätze auf engstem Raum.
Schlafplätze auf engstem Raum.
Michael Trost
Die Waschräume der Zivilschutzanlage.
Die Waschräume der Zivilschutzanlage.
Michael Trost
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An diesem Nachmittag fällt das Fussballspielen aus. Der grosse Kiesplatz ge­gen­über der Zivilschutzanlage muss kurzfristig als Parkplatz herhalten. Hier, wo sich sonst Asylbewerber zum Fussballspielen treffen, fährt ein Auto nach dem anderen auf. Es ist Tag der offenen Tür im Asylzentrum Holz in St. Gallenkappel. Die Menschen, die an diesem Nachmittag hier ihre Autos parkieren, möchten wissen, wie die Asylbewerber in der Zivilschutzanlage leben, wie ihr Alltag aussieht, woher sie kommen und wohin sie gehen. Hundert Asylbewerber sind seit einem Monat vorübergehend im Asylzentrum Holz untergebracht, 89 Männer und 11 Frauen. Die Zivilschutzanlage dient dem Kanton St. Gallen als Überbrückungsort, weil alle kantonalen Zentren überlastet sind.

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