Publizierte Leserbriefe

Eine Auswahl der bereits veröffentlichten Leserbriefe


  • Weder Monika, 8712 Stäfa 23.04.2018 09:34
  • "Leistungsabbau bei der SBB am Bahnhof Stäfa"

    Ich wohne in Stäfa und bin Mutter eines 2-jährigen Sohnes und überzeugte Bahnfahrerin. Nun musste ich feststellen, dass es auf dem Perron keinen Billett-Automaten mehr gibt. Das ist sehr schade, denn für mich mit Kinderwagen und auch für behinderte Personen, die nicht Treppe steigen können bedeutet das, dass ich entweder meine Fahrkarte vorher online lösen muss oder mindestens 10 Minuten früher am Bahnhof sein muss, da es nur eine Rampe gibt, die ca fünf Gehminuten vom verbleibenden Automaten beim Bahnhofsgebäude entfernt ist. Ich finde, das ist ein versteckter Leistungsabbau bei gleichzeitig gleichbleibenden oder steigenden Billettpreisen, den sich nur die SBB leisten kann, da sie das Monopol auf dem Bahnverkehr besitzt. Ich werde mir in Zukunft zweimal überlegen müssen, ob ich nicht doch das Auto nehme, falls sich an der Situation nichts ändert.


  • Ueli Hui, 8820 Wädenswil 23.04.2018 09:36
  • "Thema Schifffünfliber"

    Ich habe der Werbung noch nie vertraut und so war es für mich immer klar, dass nicht jedes Schiff auch ein Zug ist ! Offensichtlich bewahrheitet sich nun dieser Irrtum der Werbung. Gut, dass der Schiffsfünfliber wieder abgeschafft wird, schlecht, dass die Politiker der Ansicht sind, dass sich dieses Problem irgendwie von selbst erledigt, oder in Luft auflöst, typisch Politik. Liebi Seebuebe und -Meitli, wir lassen unsere ZSG nicht im Regen stehen. Jede/Jeder von uns geht dieses Jahr ein- bis zweimal mehr aufs Schiff als in anderen Jahren. Damit wollen wir den Politikern Zeit geben, doch noch auf andere Ideen zu kommen. Zum Beispiel könnte der Verteilschlüssel der ZVV-Einnahmen leicht verändert werden. Globalisierung ist in aller Munde, aber macht es Sinn, wenn sich plötzlich Regionalbahnen bei Aufteilung der Verkehrsnetze um internationale Linien bewerben. Offensichtlich machen diese Gesellschaften zu viel Gewinn, der den Anderen (z.B. ZSG) zum Überleben fehlt. Liebe Politiker man muss nicht immer Globalisieren, aber vielleicht im Voraus vermehrt global denken.


  • Markus Eigenmann, 8810 Horgen 26.03.2018 10:04
  • Zu "Essen vom Kurier findet reissenden Absatz" - Ausgabe vom 24. März - "Rasende Kuriere auf den Strassen"

    Zu den Essgewohnheiten vieler Zeitgenossen muss ich mich nicht äussern, das ist Privatsache. Von öffentlichem Interesse ist allerdings, dass die Pizzakuriere und mit ihnen all die anderen Kurierdienste sich mit ihren Fahrzeugen an die Geschwindigkeitsvorgaben halten und ihr Tempo an die örtlichen Verhältnisse anpassen, so dass die anderen Verkehrsteilnehmer nicht gefährdet sind. Regelmässig beobachte ich Kuriere, die rasend schnell auch in den Quartierstrassen mit und ohne Tempovorgabe 30 unterwegs sind. Wo bleibt eigentlich die Polizei? Was kümmert`s die Gemeinde? Tagsüber sind es vor allem Postkuriere diverser Firmen mit ihren grösseren Autos, die selbst auf Vorplätzen und Trottoirs, auf denen Kinder spielen, vor- und rückwärts manövrierend, eine grosse Gefahr darstellen. Nicht die Kurierfahrer alleine sind für ihre gefährliche Fahrweise verantwortlich. Dahinter stehen Geschäftsführer, die zeitlichen Druck auf ihre Chauffeure ausüben. Als Konsument kann ich auf diese Dienste problemlos verzichten. Eine Pizza, ein Zalando-Paket, an denen wegen Raserei Blut klebt, nein Danke!


  • Peter Hemmi-Debrunner, Männedorf 19.03.2018 09:36
  • Zu "Erben sollen Millionen zurückzahlen" - Ausgabe vom 16. März - "Es ist nicht der Staat"

    Im Artikel folgt dem Titel als Zusammenfassung, fett gedruckt, "Der Nationalrat bittet die Kinder zur Kasse". Das suggeriert, dass den Erben etwas zugemutet wird. Dass der EL-Bezüger mit Vermögen die Allgemeinheit zur Kasse bittet, wird nicht erwähnt. Er "bittet" die Allgemeinheit um Unterstützung, um sein Vermögen zu schonen. Dass man, beim Bezug von Ergänzungsleistungen, nicht gleich das Vermögen vernichten muss, ist nachvollziehbar. Doch sind die Ergänzungsleistungen wohl kaum dazu gedacht, den Erben ihr zukünftiges Erbe zu schützen. Die Erben können ja wohl kaum guten Gewissens den Vermögensteil beziehen wollen, den die Allgemeinheit dem Erblasser helfenderweise vorgeschossen hat. Alles andere würde von einem merkwürdigen Verständnis des sozialen Beistandes durch die Allgemeinheit zeugen. Die bezahlende Allgemeinheit: Das sind Freunde, Bekannte, Nachbarn und dem Erblasser und seinen Erben unbekannte Personen. Auf keinen Fall ist es der "Staat".


  • Roger E. Schärer, 8706 Feldmeilen 13.03.2018 10:05
  • Zu "Volksabstimmung zur Kampjetbeschaffung" - Ausgabe vom 10. März - "Kein Steilpass für die Linken"

    Gut so, dass der Bundesrat in der Kampfjetbeschaffung eine Volksabstimmung in unserer direkten Demokratie nun den Souverän entscheiden lässt. Zahlreiche Skandale und Fehlleistungen im VBS sind für Armeegegner keine Nebelgranaten, sondern liefern scharfe Munition. Bundesrat und VBS bekommen eine einmalige Chance um mit professioneller Kommunikation unsere Sicherheitspolitik, die Zukunft unserer Armee und die aktuellen und zukünftigen Bedrohungen mit wieder herzustellender Themenführerschaft überzeugend schweizweit zu vermitteln. Die aktuellste Cyberbedrohung ist nun erkannt und angegangen. Wenn es dem Bundesrat und der Armeeführung nicht gelingt - die unsägliche und unprofessionelle Gripenkampagne ohne überzeugendes Engagement auf allen Ebenen lässt grüssen - für dieses Rüstungsprojekt eine Mehrheit zu schaffen, dann fehlt es im Bundesrat im VBS, bürgerlichem Parlament und militärischen Organisationen an feu sacré, motivierender Leadership, professioneller Kommunikation und Selbstbewusstsein. Ein erneutes Versagen wie beim Gripen wäre eine ungenügende Auftragserfüllung der Verantwortlichen für unsere Sicherheitspolitik und damit ein erneuter Kollateral- und Imageschaden für unsere Armee. - Roger E. Schärer, Oberst a. D., Feldmeilen


  • Peter Mohr, 8634 Hombrechtikon 13.03.2018 10:12
  • Zu "Das unternehmerische Risiko liegt alleine beim Investor" - Ausgabe vom 10. März - "Hombrechtikon sollte sich an anderen Gemeinden orientieren"

    Die Hombrechtiker Stimmbürger sollten sich zu diesem Thema einige Fragen stellen. Ist es notwendig und sinnvoll, dass eine private, gewinnorientierte Aktiengesellschaft sich am letzten Lebensabschnitt ihrer Heimbewohner bereichert? Es ist ja unbestritten, dass eine private Eigentümerschaft Gewinne erzielen will. Da stellt sich die zweite Frage: Wenn das ein Privater kann, dann wäre dies auch für die Gemeinde als Eigentümer machbar. Wobei die Gemeinde aber alle Gewinne wieder der Institution gutschreiben kann, oder die Preise senkt. Der private Eigentümer aber will und muss einerseits Gewinn und andererseits Ertrag für die Bezahlung des Baurechtszinses erwirtschaften. Beides muss die Gemeinde als Eigentümer nicht. Sie muss nur (gleich wie der private Eigentümer) Kosten decken und Rücklagen für Investitionen bilden. Das heisst egal wie man es drehen mag, eine „private“ Lösung ist für die Betroffenen immer teurer. Die „Gemeindelösung“ wie sie im Artikel beschrieben ist, erklärt auch nicht, wer sich mit welchen finanziellen Vorstellungen als „Investor“ anbietet. Meine Meinung: Man könnte sich ja auch an bestehenden, erfolgreichen Lösungen anderer Gemeinden orientieren.


  • Martin Kelterborn, 8712 Stäfa 09.03.2018 09:53
  • Zu "Es gibt keine Kinder die man nicht integrieren kann" - Ausgabe vom 7. März - "Grüsse aus dem Elfenbeinturm"

    Immer dann, wenn die erlebte Realität und die Theorien der Bildungsfachleute auseinander klaffen, bleibt das Vertrauen der Bürger in die Bildungsfachleute auf der Strecke. Aus dieser Perspektive war das Interview mit Prof. Lanfranchi ein tragisches Beispiel dafür. Als aktiver Schulpfleger geht mir die Diskussion über die Integration langsam aber sicher auf den Zeiger. Natürlich sind alle Kinder integrierbar, sofern man idealtypische Laborbedingungen und unendliche Ressourcen in Form von Geld und Personal zu Grunde legt. Die Schulen heute sind leider keine Labors und sie werden tagtäglich mit unbequemen Realitäten konfrontiert, welche die Integrations-Theoretiker gerne ausblenden. Was nicht sein darf, darf nicht sein, es lebe die Gesinnungsethik. Bei verhaltensauffälligen Kindern, und dort liegt das Problem der Integration, zahlen am Schluss Lehrpersonen und andere Kinder die Zeche. Fast schon amüsant ist, dass sich Prof. Lanfranchi ja selbst widerspricht. Zusammengefasst sagt er: "Jedes Kind ist integrierbar, sofern es nicht separiert und in eine Sonderschule geschickt werden muss." Ja was jetzt? Ich frag mich, warum wir dann für teures Geld so viele Schüler in private externe Sonderschulen schicken müssen , wenn doch die Integration so gut funktioniert? Ist Herr Lanfranchi der Meinung, dass unsere Lehrer ihren Job nicht gut machen? Es sind laut ihm doch alle Kinder integrierbar. Ich kann ihn beruhigen und trösten, in der harten Realität ausserhalb des Elfenbeinturms machen die Lehrpersonen einen tollen Job. Herr Lanfranchi meint, man müsse sich bloss Fragen, was das verhaltensauffällige Kind brauche, was seine Eltern wollen und was die Lehrperson kann. Ach, so einfach ist das. Neben der Tatsache, dass die Interessen in diesem 3er Fragekomplex in der Realität selten gleichgerichtet sind, muss man sich noch fragen, was den die anderen Schüler wollen und vor allem was den die Eltern der anderen Schüler für Ansprüche haben. Jetzt wird es aber richtig kompliziert für die Lehrperson. Ich habe regelrechte Aufmärsche von Eltern in Schulhäusern erlebt, die sich über das Verhalten schwieriger andere Kinder beschweren. Ich erlebe beissende und schlagend Kinder, alles verweigernde Schüler, schreibe gesprächsverweigernden Eltern scharfe Briefe und unterstütze mit dem Schulleiter Lehrpersonen, die von heute auf morgen erschöpft ausfallen. Was sagen sie Eltern, die die Zusammenarbeit mit der Lehrperson schlicht verweigern? Was dann Herr Lanfranchi? Augen zu und durch? Integrieren und ganz viel Vertrauen in die unendlichen Ressourcen der Lehrpersonen haben? OK, das war zynisch. In Zeiten knapper Ressourcen verstehe ich eine Sache nicht. Wir separieren heute Kinder in externen privaten Sonderschulen für jährlich ca. Fr. 50 000! pro Fall. Völlig legal und im Sinne des Gesetzes. Wenn wir aber sagen, dass wir eine interne Sonderklasse, nennen wir sie politisch korrekt, Kleinklasse machen wollen, dann bricht Himmel und Hölle zusammen. Warum können wir diese externen Sonderschüler nicht im gleichen Schulhaus und damit intern in Kleinklassen selber schulen und das viele Geld, das heute an Privatschulen fliesst, für die Entlastung der Lehrpersonen nutzen? Zum Beispiel mit mehr Stunden für Heilpädagogen? Aber die Einführung solcher Kleinklassen ist natürlich Teufelswerk, weil damit das hohe Lied der Integration relativiert wird. Durch die Bugwelle der vermeindlichen moralischen Überlegenheit der Integrationstheoretiker werden die berechtigten Bedenken vieler Lehrpersonen zum Integrationskonzept bequem weggeschwemmt, ohne selber nass zu werden.


  • Markus Eigenmann, 8810 Horgen 09.03.2018 09:44
  • Zu «Einigung im letzten Moment zum Fernbushalt in Horgen» - Ausgabe vom 3. März - «Eine Art libertärer Mobilitätswahn»

    Bereits entschieden haben der Gemeinderat von Horgen und die SZU, dass bald täglich zwei Fernbusse auf der Strecke Chur–Sitten und zurück in Horgen halten werden – und zwar an den ÖVHaltestellen Dorfgasse und Schinzenhof. Dies ist eine unverständliche Bewilligung. Das Bild in der «Zürichsee-Zeitung» zeigt, dass die Fussgänger von den Bussen verdeckt die Seestrasse auf dem Fussgängerstreifen betreten müssen und von den vorbeifahrenden Verkehrsteilnehmern nicht gesehen werden können. Zusätzliche Busse bedeuten für die Fussgänger im Dorfkern eine zusätzliche Gefahr. Bei der Dorfgasse sollen die Fernbusse am Morgen in der Stosszeit von 7.25 bis 7.30 Uhr halten dürfen. Die Ortsbusse 121 und 134 halten dort fahrplanmässig zwei bis drei Minuten vorher, aber oft etwas später. Der nachfolgende Bus muss warten, bis er an die Haltestelle fahren kann. Probleme mit den Fernbussen sind deshalb vorprogrammiert. Es wird zusätzliche Verspätungen für die Ortsbusse geben, sodass die S 8 nicht mehr erreicht werden kann. Schon jetzt steigen bei Verspätungen fitte ÖV-Benutzer bei der Dorfgasse aus und sprinten zum Bahnhof, damit sie mit etwas Glück den Anschlusszug erreichen. Auf der Strecke zwischen Landquart und Zürich hält der Fernbus nur in Horgen. Pfäffikon SZ erteilte keine Haltebewilligung. Nicht wenige Fernbusbenutzer aus einer grösseren Region werden voraussichtlich mit Privatautos in die Ortsmitte von Horgen gefahren. Das verursacht zusätzlichen Verkehr und Staus auf der Seestrasse. Die Fernbuslinie mit deren Nebenwirkungen belastet Klima und Luft mit Kohlendioxid und gesundheitsschädlichen Stickoxiden und Feinstaub. Die Luftqualität im Dorfkern ist bereits jetzt oft miserabel. Bis ins Jahr 2040 rechnet das Zürcher Amt für Verkehr auf der Horgner Seestrasse mit einer Verkehrszunahme von 33 Prozent (Ausgabe vom 7. März). Die Fernbusse sind unnötig, denn wir haben ab Horgen halbstündliche Bahnverbindungen nach Bern und stündliche ins Wallis, mit denen man in drei Stunden via Lötschberg Sitten erreicht. Der Gemeinderat Horgen und die SZU folgen mit dieser Bewilligung einer Art von libertä- rem Mobilitätswahn, den wir uns schlicht nicht mehr leisten können, wenn wir an die Zukunft unseres Planeten glauben.


  • Regula Hiltebrand, 8804 Au 08.03.2018 09:29
  • Zu "Bis zu 75 Franken AHV-Bonus für Frauen" - Ausgabe vom 1. März "Das ist ungerecht"

    Damit alles zahlbar bleibt, finde ich ein höheres Frauenrentenalter verkraftbar. Was ich aber total daneben finde, dass nur Neurentnerinnen in den Genuss des Bonus geraten. Es besteht eine totale Ungerechtigkeit den Frauen gegenüber, die heute bereits im AHV-Alter leben. Diese haben auch eine volle Einzel-AHV-Rente verdient, wenn sie ihr ganzes Leben als alleinerziehende Mütter gearbeitet haben, keine AHV-Lücke haben, einfach als Teilzeitangestellte nicht auf 84000.- Jahressalär gekommen sind. Was für Poltiker haben wir heute nur in Bern, die nicht mehr fähig sind, solche Ungerechtigkeiten aus dem Weg zu räumen? Das muss sofort berichtigt werden!


  • Brunhilde Vogel, 8712 Stäfa 20.02.2018 09:27
  • Zu "Broulis hat Steuern gespart" - Ausgabe vom 19. Februar - "Mit Tricks durchs Leben"

    "Betrüger" darf man diesen Herrn Finanzdirektor wohl nicht nennen, obwohl er als Einwohner dieses Landes und als Amtsinhaber die Gesetze einzuhalten hat. Lebt von Steuergeldern der ehrlichen Leute und trickst sich so durch. Danke den Journalisten für ihre Recherchen.


  • Hannes Dr. med. Geiges, 8708 Männedorf 19.02.2018 10:12
  • Zu "Der neue Lehrplan: Von kompliziert und überladen bis nötig und stimmig» - Ausgabe vom 17. Februar - "Kinderärzte machen sich Sorgen"

    Im Artikel wird von Frau Heidelberger, Befürworterin des Lehrplans 21, zugegeben, dass die Art und Weise der Beurteilung, das heisst der Überprüfung der Kompetenzen bei den Schülern bewusst nicht thematisiert wurde. Wir Kinderärzte wissen: Überlastung macht unsere Kinder krank. Wir stellen tagtäglich in unserer Praxis fest, dass die Grenze der schulischen Belastung für sehr viele unserer Kinder schon heute überschritten ist. Es ist unbestritten, dass diese Krankheiten in den letzten Jahren deutlich zugenommen haben. Die Lehrer fragen für ihre Schüler immer häufiger nach Ritalin, sie selbst haben Burnout’s und die Eltern wissen nicht mehr weiter. Die Kosten für Stützunterricht und externe private Kleinklassenschulen gehen pro Gemeinde in Millionenhöhe. Dazu kommen vermehrt medizinische Kosten für Psycho- , Familien- und Ergotherapie. Was hat das mit dem Lehrplan 21 zu tun? Wir Kinderärzte befürchten zu Recht, dass die Überprüfung der über 3000 verlangten Kompetenzschritte, für die zukünftigen Zeugnisse den Schuldruck erhöhen wird. Mit grosser Wahrscheinlichkeit ist das der Grund, warum wir Kinderärzte und -Psychiater nicht zu den 131 befragten Stellen zählten, die zur Vernehmlassung des LP 21 eingeladen wurden. Mit grosser Wahrscheinlichkeit ist das auch der Grund, warum die Damen und Herren, die den LP 21 während fünf Jahren hinter verschlossenen Türen ausarbeiteten, heute keine Auskunft geben wollen, wie die Kompetenzen überprüft werden sollen. Sicher haben sie sich auch diesen zentralen Punkt überlegt. Der LP 21 ist überladen, ungenügend erprobt und mögliche Probleme werden bewusst todgeschwiegen. Wir Kinderärzte hätten uns gewünscht, dass man die Erfahrungen aus Basel, wo der Lehrplan vor zwei Jahren eingeführt wurde, abwarten würde und erst, wenn man dort sehen könnte, dass er praxistauglich ist, ihn bei uns im Kanton Zürich einführen würde. Wir Ärzte sind uns gewohnt, dass alle Neueinführungen, sei es bei Medikamenten oder Operationen, bevor sie auf breiter Basis angewandt werden, ausgiebig erprobt werden. Mein diesbezüglicher Vorstoss bei unserer Bildungsdirektorin blieb unbeachtet. Wir Kinderärzte finden es falsch, wenn die Handarbeit abgebaut und die Lektionenzahl der Fremdsprachen in der Primarschule ausbaut wird. Für uns braucht es in der Schule nach wie vor Kopf, Herz und Hand. Wir Stimmbürger sollten uns nicht einreden lassen, wir seien nicht fähig zu beurteilen, was für unsere Kinder gut oder schlecht sei. Jeder von uns Stimmbürgern will, dass unsere Kinder eine gute Zukunft haben werden. Im sogenannten Expertenteam des Bildungsrates gibt es nicht einen einzigen Primar- oder Sekundarlehrer. Die Bildungsdirektorin hat Jus studiert und sich auf häusliche Gewalt spezialisiert, ihr Vorgänger Buschor war Professor an der Handelshochschule St. Gallen. Uns Stimmbürgern, Eltern, Lehrer, Ärzten, Psychologen, Therapeuten usw. wird vorgeworfen, wir würden ein Chaos hervorrufen. Das Bildungswesen mit seinen Lehrplänen muss auch für uns verständlich und nachvollziehbar sein. Wenn diese Lehrpläne halten, was die Bildungsdirektion verspricht, dann wird auch niemand einen Rekurs machen. Es besteht kein Grund in der Ausbildung unserer Kinder nicht demokratisch mitdenken und mitreden zu dürfen. Darum stimme ich am 4. März mit Ja zur Mitsprache bei den Lehrplänen. - Dr. med. Hannes Geiges, praktizierender Kinder-, Jugend- und Schularzt Männedorf (langjähriger Präsident der praktizierenden Kinderärzte Schweiz)


  • Bruno Daneffel, 8942 Oberrieden 13.02.2018 09:23
  • Zu «Regionale Unterstützung für geplante Standseilbahn» - Ausgabe vom 9. Februar" - Vergesst die Waldegg nicht"

    Grundsätzlich ist gegen eine Standseilbahn wohl kaum etwas einzuwenden: attraktiv und ein Standortvorteil. Seitens der Behörden scheint da ein grosses Interesse vorhanden zu sein. Ob die Betreiber von Ortsbus und Postauto ebenso begeistert sind, ist wohl eine andere Frage. Die finanziellen Mittel dafür fehlen vielleicht für andere Vorhaben wie die Sanierung der Schul- und Sportanlage Waldegg. Diese Anlage, vor bald 40 Jahren gebaut, stellt ein jämmerliches Bild dar. Wie sagte ein Horgner Architekt vor ein paar Jahren: «Die Waldegg erinnert mich an eine leer stehende Fabrikhalle in der Po-Ebene.» Treffender kann man es wohl kaum beschreiben.


  • Michael Schollenberger, 8700 Küsnacht 09.02.2018 09:53
  • "Die Wichtigkeit der Schule nicht vergessen"

    Es wird spannend am 4. März, alle reden von No-Billag. Dabei ist die Volksinitiative "Lehrplan vors Volk" mindestens ebenso wichtig. Aber wer schreibt schon darüber? Ist diese Vorlage so unangefochten, dass man darüber keine Diskussion führen muss? Ist sie vernünftig oder nicht? Weshalb ist eine Mehrheit von Kantons- und Regierungsrat gegen diese Initiative? Kann man dem Bildungsrat, der den Lehrplan erlässt, freie Hand lassen? Sind wir zufrieden mit der eingeschlagenen Richtung im Kanton Zürich, was die Ausbildung an der Volksschule betrifft? Das sind zwar berechtigte Fragen, aber die zentrale Frage ist doch, inwieweit wir mündige Bürger beim Lehrplan mitreden wollen und können – bisher durften wir das jedenfalls nicht. Dabei ist die Volksschule eine ungemein wichtige Institution für Familie, Gesellschaft und Wirtschaft, mithin einer der wichtigsten Grundpfeiler für das Leben. Und da soll der Bürger, weiterhin nichts zu sagen haben? Ich setze voraus, dass der Bürger mit seinem gesunden Menschenverstand hier einen grossen Beitrag leisten kann und stimme der Volksinitiative "Lehrplan vors Volk" klar zu.


  • Marcel Dönni, 8816 Hirzel 08.02.2018 09:50
  • "Schnellschuss oder geplanter Vertragsbruch?"

    Im September 2016 stimmten Horgen und Hirzel über die Fusion der Gemeinden ab. Im Zusammenschlussvertrag steht u.a. „Das Wohn- und Pflegeheim Spyrigarten wird als Gemeindebetrieb weitergeführt“ (Art. 17 Abs. 4). Im Juli 2017 - kein Jahr nach der Abstimmung über die Fusion - beschloss der Gemeinderat Horgen die Privatisierung der stationären Alterspflege auszuschreiben. Nach erfolgter Ausschreibung dürfen sich gnädigerweise die Stimmbürger noch in einer „Grundsatzabstimmung“ dazu äussern, allerdings ohne genaue Angaben zu den Folgen und Kosten. Da fragt man sich doch, ob dieses Privatisierungsprojekt nun ein Schnellschuss ist oder ein geplanter Vertragsbruch war. Und weder das eine noch das andere steht dem Gemeinderat Horgen in einer so wichtigen Frage gut an. Soll man einer solchen Vorlage nun auch noch zustimmen? Zumal es dem Gemeinderat offensichtlich vor allem um Einsparungen geht. Und diese lassen sich in einem solch personalintensiven Bereich wie der Pflege ja bekanntlich in grösserem Ausmass nur durch tiefere Personallöhne und/oder reduzierte Betreuungszeit pro Bewohner erzielen. Ich denke mit der gemeinnützig orientierten Widmer-Stiftung wäre diese Problematik nicht so akut. Aber wer die Weisung genau liest stellt fest, dass der Entscheid über den Betreiber beim Gemeinderat liegen würde. Und der Gemeinderat kann sich dann zukünftig ohne erneute Abstimmung auch für eine gewinnorientierte Firma entscheiden. Und haben wir bei obiger Vorgeschichte soviel Vertrauen in den Gemeinderat?


  • Karin Russek, 8713 Uerikon 08.02.2018 09:49
  • "Ein Seefriedhof"

    Regierungsrätin Carmen Walker Späh scheint sich nach der Offenlegung der doch etwas zweifelhaften Finanzaufstellung in ihrer Wortwahl, dass der „Seefrieden“ auf dem Zürichsee eingekehrt sei, ordentlich getäuscht zu haben. Unser geliebter Zürichsee ist mit seinen hornlosen und leeren Schiffen vielmehr ein „Seefriedhof“ geworden. Friedlich ist der See auch nicht mehr, seit sich die Gefahrensituation für Wassersportler jeglicher Art und Kursschiffkapitäne ohne Hornzeichen massiv verschärft hat. Sehr geehrte Frau Regierungsrätin, bitte zurück auf Feld eins: Abschaffung des Schiffsfünfliber und Wiedereinführung der Hornzeichen. Für die Wiedereinführung der Hornzeichen ist die Petition an Bundesrätin Doris Leuthard zu empfehlen, sie möge das absurde Urteil des BAV eines Einzelklägers aufheben. www.change.org, Schiff-Hornen erlauben: zur Sicherheit auf dem Zürichsee


  • Gebi Bischoff, 8942 Oberrieden 08.02.2018 09:53
  • "Adliswiler Stadträte wollen mehr Geld"

    Von Kollegen, die in Adliswil wohnen und für die Stadt arbeiten, höre ich seit Jahren "es muss gespart werden", "wir können die Löhne der Mitarbeitenden nicht erhöhen". Die gleichen Leute, die dauernd vom Sparen reden, sind mit sich grosszügig. Die Erhöhung "lasse sich mit der erheblich gewachsenen Verantwortung und zeitlichen Belastung" rechtfertigen, schreibt der Stadtrat. Ich frage mich, wo bei einem 30- oder 40%-Pensum die zeitliche Mehrbelastung ist. Gewachsene Verantwortung: Das wird gerne ins Feld geführt, um zu sagen "ich verdiene es, mehr zu verdienen". Die Verantwortung schmilzt aber wie Schnee an der Sonne, wenn sie getragen werden muss. Für eine 30% Stelle im Stadtrat 66 190 Franken zu verlangen ist schon recht dreist. Auf 100% gerechnet sind das 220 000 Franken. Wie fühlen sich dabei wohl die Angestellten in der Adliswiler Verwaltung?


  • Nicole Bodnar, 8134 Adliswil 09.02.2018 09:55
  • Zu "Verärgerte Eltern verweigern Gespräch mit Schulpflege" - Ausgabe vom 31. Januar und "Mehrjahrgangsklassen finde ich eine gute Sache" - Ausgabe vom 1. Februar - "Das gemeinsame Ziel darf nicht verloren gehen"

    „Aus personalrechtlichen Gründen…“ scheint ein opportunes Mittel politischer und anderer leitender Gremien zu sein, um Anfragen nach grösserer kommunikativer Transparenz im Keim zu ersticken. In einem demokratischen Staat ist und bleibt das Volk der Souverän, der die Vertreter wählt, die sich in seinem Sinn nach bestem Wissen und Gewissen um die anstehenden Amtsgeschäfte kümmern und über diese Rechenschaft ablegen. Werden die Vertreter dieser Aufgabe nicht gerecht, hat dies Konsequenzen; nicht anders als in einem Unternehmen, in dem der CEO den Aktionären sein Vorgehen begründen muss. Im vorliegenden Fall ersuchte eine grosse Anzahl von knapp 100 besorgten (merke: nicht „verärgerten“) Eltern klare Informationen zum plötzlichen Abgang zweier sehr geschätzter Schulleiterinnen und zu geplanten Massnahmen, die die besorgniserregenden Zustände an der Schule Zopf – wie sie im aktuellen Evaluationsbericht offenbar wurden – meistern sollen. Dies sollte in Form einer Veranstaltung erfolgen, zu der alle interessierten Eltern eingeladen worden wären und deren Ziel nicht etwa ein Gespräch, sondern die verständliche Erläuterung der schulpflegerischen Entscheide hätte sein sollen. Dieses Ansuchen wurde abgelehnt, weil ein „vertiefter Dialog nicht aufgenommen“ werden könne, doch um einen Dialog ist es den Eltern nie gegangen, schliesslich liegt es nicht an ihnen, den Damen und Herren der Schulverwaltung ihre Geschäfte zu erklären. Dies obliegt einer höher gelegenen Instanz, die jetzt von Elternseite eingeschaltet wurde und der die Schulpflege Rede und Antwort wird stehen müssen. Es ist nicht so, dass die Schulpflege untätig bliebe. Für die vakante Stelle der Schulleitung, die interimistisch bis zu den Sommerferien besetzt werden konnte, wurde urplötzlich eine neue, sehr erfahrene – und eigentlich schon pensionierte – Schulleiterin für die Schule Zopf aus dem Hut der Schulpflege gezaubert, die in einem Interview einen Tag nach Erscheinen des obigen Artikels ihre Linientreue zum Ausdruck brachte. Gegenwärtig scheint es zu einer Polarisierung und sogar Verhärtung der Fronten zu kommen, denn in Öffentlichkeit und sozialen Netzwerken wird emotionsgeladen für die eine oder andere Seite Partei ergriffen. Dabei darf das gemeinsame Ziel nicht verloren gehen: eine gut funktionierende und bildende Schule, die unseren Kindern eine erfüllende Schulzeit ermöglicht. Dies sollte sogar jenen Akteuren klar sein, die elterliche Sorgen und Ängste aus eigener Erfahrung nicht kennen.


  • Doris Manz, 8134 Adliswil 09.02.2018 09:56
  • "Verärgerte Eltern"

    Knapp 100 Eltern haben Mitte Dezember 2017 ein umfassendes Schreiben an die Schulbehörde Adliswil unterzeichnet und der Schulpräsident spricht in den sozialen Medien von «einigen Eltern», die unzufrieden sind. Die Tragweite der Problematik ist immer noch nicht erkannt und seine Äusserungen sind ein weiteres Beispiel dafür, dass man die besorgte Elternschaft nicht ernst nimmt.


  • René Tinner, 8708 Männedorf 02.02.2018 10:28
  • "Post-Service ist ein Hohn"

    Kürzlich brachte der Pöstler unangemeldet ein Paket aus dem Ausland. Die Zollgebühr von Fr. 41.20 musste bezahlt werden. Ich wollte mit einer 50.— Note bezahlen. Der Pöstler erklärte mir, dass er kein Wechselgeld habe. Daraufhin meinte er, ich müsse das Paket auf der Post abholen. Nach diversen Telefonanrufen wurde mir bestätigt, dass Wechselgeld möglich sei. Ich verlangte eine zweite Zustellung. Dann kam der gleiche Bote wieder und hatte wieder kein Wechselgeld dabei. Er meinte, er könne das Wechselgeld später vorbeibringen. Was ist das für ein Kundendienst? Als Busfahrer kann ich den Fahrgästen auch nicht sagen, wenn sie das Wechselgeld nicht richtig haben kommen sie morgen wieder... Der Monopolriese hat den Kunden vollständig aus den Augen verloren und sucht nur Wege, seinen Profit zu optimieren. Von Auswüchsen wie Schliessungen von Poststellen, massiv überhöhte Gebühren etc. kann man immer wieder in der Zeitung lesen. Wann gibt es endlich eine Alternative zur Post? Früher war die Post ein kundenfreundlicher, sozial eingestellter Arbeitgeber, und heute?


  • René Hauswirth, 8700 Küsnacht 02.02.2018 10:36
  • "No-Billag ist naives Wunschdenken"

    Ist es nicht ein seltsamer Widerspruch? Da kämpft eine „Volkspartei“ seit Jahren für die Unabhängigkeit und Eigenständigkeit der Schweiz, wozu natürlich auch der kulturelle Zusammenhalt des Volkes gehört. Und ausgerechnet diese Partei stellt auf Grund kleinlicher materieller Argumente jene während Generationen gewachsene Institution in Frage, die wie wenig andere im Dienst des ganzen Landes und seiner gesamten Kultur steht. Das viersprachige Schweizer Radio und Fernsehen ist ein Element unserer Identität, und wer es so heruntermacht, als „Erziehungsanstalt“ diffamiert und zur Demontage freigibt, wie die SVP-Bosse am Genfer Parteitag, der leistet der Heimat einen Bärendienst. Die No-Billag-Initianten behaupten, der (eigentlich unbestrittene) „Service Public“ sei auch ohne Gebührenpflicht finanzierbar. Ein Beispiel aus den USA könnte uns helfen, diese Behauptung zu überprüfen: Dort gibt es nämlich seit langem auf privater Basis das „National Public Radio“, das auch TV-Sendungen ausstrahlt. Es ist absolut unabhängig, von hoher Qualität (nicht bloss Skandalnachrichten) und anerkannt unbestechlich. Durch gezielte Eigenwerbung werden die Hörer und Zuschauer alle paar Monate daran erinnert, dass die gewohnte Qualität und Unabhängigkeit nur durch ihre freiwilligen Spenden aufrecht zu erhalten ist. Das funktioniert auch, weil nämlich unter den mehr als 200 Millionen Amerikanern die notwendige „kritische Masse“ von Interessenten ohne weiteres vorhanden ist, das heisst die Mindestanzahl von überwiegend kleinen Sponsoren, die das nötige Geld auch zusammenbringen. Eben diese „kritische Masse“ fehlt in einem kleinen Land, wie die Schweiz eines ist – und dann erst noch in mehrere Sprachregionen geteilt. Es fehlt bloss nicht an einer Masse von Kritikern, denen die Zusammenhänge nicht klar sind. Die Behauptung von der Finanzierbarkeit auf freiwilliger Basis geht in unserem Fall an der Realität vorbei. No-Billag entspringt einem naiven Wunschdenken, das soziale Pflichten bloss als Fesseln des heiligen Ego wahrzunehmen vermag. (Der „schwarze Tanner“ lässt grüssen!).


  • Andy Wicherek, 8645 Jona 02.02.2018 10:31
  • "Durch Abwesenheit geglänzt"

    Nach dem Treff am WEF mit Bundespräsident Alain Berset besuchte der polnische Vizepräsident und Kulturminister das Polenmuseum in Rapperswil. Zu dem Besuch waren auch Stadtpräsident Martin Stöckling und Ortsgemeindepräsident Matthias Mächler eingeladen. Aus „terminlichen“ Gründen glänzten beide durch Abwesenheit. Ich frage mich, welche Termine so wichtig waren, dass man den Besuch eines Staatsmannes und immerhin Vizepräsidenten als weniger wichtig betrachtet?


  • Olga Wilms, 8702 Zollikon 26.01.2018 09:51
  • "Hundekurspflicht wäre gut"

    Als langjährige Hundehalterin finde ich es veranwortungslos diesen Kurs abzuschaffen, unabhängig von der Grösse des Hundes, ermöglicht es den Hundebesitzern (vor allem Erst-Hundebesitzern) den Hund verstehen,zu lernen und mit ihm Artgerecht umzugehen,auch im Verhalten gegenüber Nichthundebesitzern. Diese Kurse und Beratungen haben zu einem gesünderem Klima auf der Hundewiese beigetragen.


  • Christa Scheidegger Flick, 8810 Horgen 15.01.2018 10:24
  • "Kein Echo der Zeit"

    Mit der Abstimmung gegen die "No-Billag"-Initiative am 4. März wird nicht nur unsere Verfassung untergraben, sondern auch ein Gedankengut vermittelt, welches sich die Reduktion auf Konsum und Freiheit herausnimmt. Denn zukünftig soll nur noch das bezahlt werden, was auch benutzt wird. Wir sind im Notwehr-Modus, denn die "No-Billag"-Initiative ist keine Vorlage für „einen Schuss vor den Bug“. Dafür steht viel zu viel auf dem Spiel. Die SRG ist finanziert durch reines Volksvermögen und ist nicht dem Parlament unterstellt. Diese Tatsache ermöglicht eine unabhängige und souveräne Berichterstattung, welche mit Reportagen und Berichten die gesamte Bevölkerung aus allen Landesteilen bedient. Mit 365 Franken jährlicher Beitragszahlung pro Haushaltung, ist die Schweiz mit ihren Radio- und Fernsehgebühren die Günstigste in ganz Europa. Es gibt keinen Grund dafür, diesem gut funktionierenden Gebilde der SRG, der schweizerischen Filmförderung, und diversen Lokalradios- und Fernsehen das Grab zu schaufeln. Deshalb stimme ich Nein.


  • Robert Lang, 8125 Zollikerberg 08.01.2018 10:04
  • "Weshalb diese Empörung über Ausschaffung?"

    Die Ausschaffung der schwangeren Eritreerin scheint für Empörung zu sorgen. Dazu ein paar kritische Gedanken sind aber legitim. Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit, es gehen täglich Frauen in Erwartung auf Flugreisen! Und wie kommt es, dass eine 21-Jährige schwangere Afrikanerin mit einem einjährigen Kind alleine in die Schweiz kommt? Wo sind die Väter? Haben diese kein Verantwortungsgefühl für ihre Kinder? Muss Europa für doppelt so viele Afrikaner aufkommen im Jahr 2025? Menschenrechte ja, aber auch Verantwortung und nicht nur zeugen!


  • Hanni Oswald-Karrer, 8707 Uetikon am See 08.01.2018 10:11
  • "Das gehört zur Demokratie dazu - deshalb Nein zu No-Billag"

    Du hast im Sinn, für die No-Billag-Initiative zu stimmen? Du möchtest keine Billag-Gebühren mehr bezahlen und Leistungen von Lokalradios, Lokalfernsehstationen und SRG dem freien Markt überlassen? Du sagst, du schaust sowieso nie fern und Radio hörst du schon gar nicht, weil du Informationen und Unterhaltung auf anderen Kanälen findest? Deine Grossmutter ist körperlich eingeschränkt und kommt kaum noch aus dem Haus. Sie ist dankbar, dass sie sich trotzdem am Radio fundiert über das Geschehen in der Schweiz und im Ausland informieren und dann mit dir darüber diskutieren kann. Ihre langen Abende allein zuhause werden bereichert durch einen guten Spiel- oder Dokumentarfilm, der nicht zu oft durch Werbung unterbrochen wird. Dein Cousin ist in der italienischsprachigen Schweiz geboren. Er ist dankbar, dass es ein italienischsprachiges Schweizer Fernsehen gibt, das über genügend finanzielle Mittel verfügt, um für die italienische Schweiz identitätsstiftend zu sein. Die Schweiz ist: du, deine Grossmutter, dein Cousin, deine Arbeitskolleginnen und viele Leute, die du nicht kennst und die ein ganz anderes Leben führen als du. In dieser Schweiz haben die Menschen verschiedene Bedürfnisse. Schulen, Strassen, Öffentlicher Verkehr, Autobahnen, Glasfasernetz, Fernsehen, Radio und vieles anderes werden von uns allen mitfinanziert, ob wir sie benützen oder nicht. Sie würden im marktwirtschaftlichen Sinn nicht rentieren. Aber sie tragen dazu bei, dass das Leben jedes einzelnen und unser Zusammenleben besser wird. Mit einem Franken pro Tag kannst du auch in Zukunft dazu beitragen, dass Fernseh- und Radiostationen ein umfassendes Programm anbieten können, das im freien Markt nicht überleben könnte, das aber zum Zusammenhalt und zur Demokratie in unserer Gesellschaft beiträgt. Deshalb stimme ich Nein am 4. März.


  • Markus Eigenmann, 8810 Horgen 04.01.2018 10:03
  • Zu "Vor dem Fussgängerstreifen dürfen Autofahrer wieder beschleunigen" - Ausgabe vom 28. Dezember - "Eine Entscheidung wider jeder Vernunft"

    Nicht einmal 200 Meter vor dem Fussgängerstreifen und der Bushaltestelle Sonnenberg in Thalwil setzt die Kantonspolizei die Tempolimite von 50km/h auf 60km/h fest. Das ist eine Entscheidung wider jegliche Vernunft. Die Thalwiler Gemeinderätin Ursula Lombriser (CVP) bringt es auf den Punkt: „Man animiert die Autofahrer dazu, Gas zu geben. Dabei können sie den kommenden Fussgängerstreifen noch gar nicht sehen“. Jeder weiss, dass der Anhalteweg bei höherem Tempo unverhältnismässig länger wird und die Wahrnehmung schlechter wird. Die Überlebenschancen der Fussgänger, besonders gefährdet sind Kinder, Behinderte und ältere Leute, sinken bei einer Kollision drastisch. Oder umgekehrt: Fährt man defensiv und langsamer, kann man noch stoppen. Die Verkehrstechniker der Polizei im rückwärtigen Dienst halten im Kanton Zürich dennoch stur am V-85-Wert fest. Sie sind bereits zufrieden, wenn 85 Prozent der Autofahrer mit Tempo 55 oder weniger beim Fussgängerstreifen unweit des Schulhauses Sonnenberg vorbeifahren. Ausser Betracht lässt man auch die restlichen 15 Prozent Autofahrer, die schneller oder gar kriminell schnell fahren. Weniger dogmatisch urteilte 2013 das Bundesgericht, das den V-85-Wert auf der Hauptstrasse in Sumvitg GR als untauglich bezeichnete und damit sogar Tempo 30 guthiess. Die Einwohner/Innen von Sumvitg setzten sich dafür ein: Gegen die kantonale Geschwindigkeitskommission und gegen den Autoclub TCS.


  • Sonja Mattmüller, 8816 Hirzel 04.01.2018 10:06
  • "Verständnis für Schwächere fehlt im Wädenswiler Glockenstreit"

    Von der (reformierten) Kirche Wädenswil könnte man Toleranz und Verständnis für die Schwächeren erwarten. Nachtruhe ist ein kostbares Gut. In der heutigen lärmigen Zeit sollte man auf alle vermeidbaren Geräusche verzichten. Alle Anwohner, die trotz Glockenschlägen gut schlafen können, merken wohl kaum, wenn sie fehlen.Falls der langwierige Rechtsstreit mit Kirchensteuern finanziert wurde, finde ich das eine Verschwendung.


  • Hanspeter Büchi, 8712 Stäfa 29.12.2017 10:27
  • Zu "Auch Guatemala anerkennt Jerusalem" - Ausgabe vom 27. Dezember - "Jerusalem und die vergessliche Welt"

    Eigentlich erstaunt die westliche Empörung ob Trumps Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels. Denn 1922 hat der Völkerbund (Vorläufer der UNO) einstimmig und verbindlich Ja gesagt zur Wiedererrichtung der Jüdischen Heimstätte (ab 1948 Staat Israel) im Gebiet zwischen Jordan und Mittelmeer (inklusive ganz Jerusalem)! Den „Fall Ostjerusalem“ gibt es nur, weil Jordanien im arabischen Angriffskrieg 1948/49 widerrechtlich Judäa/Samaria (sog. Westjordanland) und Ostjerusalem besetzt hatte (bis 1967). Die Palästinenser haben keinerlei Rechtsanspruch auf Ostjerusalem mit der heiligsten Stätte der Juden. Hindernis für Frieden? Nein, weil kein Frieden möglich, - weil nach islamischer Lehre die islamische Herrschaft über das früher osmanische Gebiet Israels wieder herzustellen ist. Deshalb seit bald 100 Jahren Kampf gegen die Präsenz der Juden, deshalb in den Chartas der PLO/Fatah und Hamas das Ziel, Israel auszulöschen. Der Papst? Er hat Sacharia 12.3. übersehen, wo Gott sagt: „Ich werde machen Jerusalem zum Laststein für alle Völker, alle, die ihn heben wollen, werden sich daran wund reissen…“.


  • Karl Sittler, 8126 Zumikon 27.12.2017 10:49
  • "Ein Testbild und ein Rauschen"

    Laut Umfragen sind sich viele Zuschauerinnen und Zuschauer, sowie auch Zuhörerinnen und Zuhörer, der SRG nicht im Klaren darüber, was die wahrscheinliche Auswirkung einer erfolgreichen No-Billag-Initiative sind. Statt die beliebtesten Programme wie üblich zur angegebenen Sendezeit auszustrahlen, könnte man eine Nachricht aufschalten: „Wird die No-Billag-Initiative angenommen, wird dieses Programm nicht mehr produziert werden können“. Danach ein Testbild im Fernsehen und einfaches Rauschen im Radio.


  • Hansjörg Beutl, 8126 Zumikon 27.12.2017 10:47
  • Zu "Butzi soll eingeschläfert werden" - Artikel vom 22. Dezember - "Eine Tragödie für Besitzer und Hund"

    Hier wiehert der Amtsschimmel und zwar besonders laut und das zu Lasten eines Hundes, der aufgrund der Schilderungen im Artikel, keine Verhaltensstörung aufweist. Weil Butzi aber gross und kräftig daherkommt, stellt er bei Hundegegner schon per se eine Gefahr dar. Hoffentlich ist es den Spezialisten vom kantonalen Veterinäramt aber auch bekannt, dass Tiere, vor allem Hunde im Zusammenhang mit stark erhöhtem Alkoholkonsum, sehr verunsichert reagieren (weil Menschen sich bekanntlich anders als üblich verhalten). Erschwerend kommt dazu, dass sich Butzi unfreiwillig in einer relativ fremden Umgebung mit einigen unbekannten Partymachern befunden hat und keine Fluchtmöglichkeit hatte um den ungewünschten «Liebkosungen» auszuweichen. Auch liebe Hunde mögen es nicht, von allen angefasst zu werden, geschweige dann, wenn man sich auf die Pfoten oder auf den Schwanz setzt. Die Vermutung liegt nahe, dass das kantonale Veterinäramt die Versäumnisse der Vergangenheit (ich verweise auf diverse Medien-Berichterstattungen in den letzten Monaten aus der Landwirtschaft) mit dieser voreiligen Beschlagnahmung und angedrohten Tötung kompensieren muss, um wieder einmal ein Exempel gegen aussen zu statuieren. Skandalös, eine Tragödie für die Besitzer und das Tier.


  • Benjamin Schenk, 8942 Oberrieden 27.12.2017 10:52
  • Zu "Acht Kandidaten für sieben Sitze im Oberriedner Gemeinderat" - Ausgabe vom 19. Dezember "Auf das die Besten gewinnen mögen"

    In einer Zeit, in der zunehmend das eigene Wohl im Mittelpunkt steht und es gerade für kleine Gemeinden immer schwieriger wird, geeignete Kandidatinnen und Kandidaten für ihre Behördenämter zu finden, erfreut es umso mehr, zu sehen, dass sich gleich mehrere gut qualifizierte Bürgerinnen und Bürger für das Wohl der Gemeinde Oberrieden einsetzen möchten. Entscheidender als die Frage der Parteizugehörigkeit ist dabei wohl der persönliche Rucksack, den die Bewerberinnen und Bewerber mit sich bringen. Eine starke Verbundenheit mit der Gemeinde, juristisches Fachwissen, sowie unternehmerisches Denken, sind alles vielversprechende Eigenschaften. In der finanziell angespannten Situation der Gemeinde, mit einem überaus geringen Eigenfinanzierungsgrad, dürfte besonders der letzte der drei Punkte ins Gewicht fallen. Auf das die besten Kandidatinnen und Kandidaten gewinnen mögen.


  • Roger E. Schärer, 8706 Feldmeilen 20.12.2017 10:03
  • "Unsägliche Weihnachtswerbung"

    Weihnachten wird immer mehr zu einem Zerrbild des christlichen Festes und wird damit zum erfolgreichen Geschäftsmodell. Der Konsum und Hektik überlagert Besinnlichkeit und grundlegende Gedanken zum Weihnachtsfest. Der absoluteste Werbenonsens wird dieses Jahr von Coca Cola produziert. Warme TV-Bilder mit weihnächtlichen Sujets werden unterlegt mit vereinnehmender Musik, dann, man glaubt es kaum, wird der dümmlichste Satz eingeblendet und Coca Cola mit dem christlichen Fest in Verbindung gebracht und folgender Dank an das weltweit bekannte Getränk eingeblendet: « Danke, dass du Weihnachten zum Leuchten bringst». Als ob eine Coca-Cola-Flasche eine Kerze ist. Frohe Weihnachten allen Werbern, die derartige Werbung erfinden und den Managern die diese auch unter die Leute auf den Bildschirm bringen.


  • Paul Buchegger, 8810 Horgen 11.12.2017 10:10
  • Zu «Die arabische Welt reagiert entsetzt» - Ausgabe vom 7. Dezember - «Trump ohne Verstand»

    Nun will es US-Präsident Donald Trump also doch tun – wider jeden gesunden Menschenverstand. Was das bedeutet für Israel und die Palästinenser sowie die ganze westliche Welt? Viel weiteres Blutvergiessen und viele weitere Tote und Verletzte auf beiden Seiten, sowie viele weitere Opfer des Terrorismus in der westlichen Welt. Seit 1995 der israelische Premierminister und Friedensnobelpreisträger Itzhak Rabin (er war 1967 Generalstabschef während des Sechstagekrieges) von einem fanatisierten jüdischen Studenten anlässlich einer Friedenskundgebung in Tel Aviv erschossen wurde, sind alle Hoffnungen auf ein Friedensabkommen zwischen Israel und den Palästinensern immer wieder im Keim erstickt worden.


  • Christina Meyer , 8700 Küsnacht 11.12.2017 10:10
  • "Knatsch bei den Hausaufgaben"

    Wenn den Kindern der Schulstoff über den Kopf wächst und sie kaum mehr Hobbies haben, wenn sie Texte mehrfach lesen und danach nicht wissen, worum es im Text geht oder wenn ich als Mutter meinem Kind bei der Lernorganisation helfen und es mit effektiven Lerntechniken unterstützen möchte, dann stehe ich oft am Berg, obschon die Schule in diesem Bereich bereits viel leistet. Überall werden Nachhilfestunden angeboten. Aber dies ist meist nur Symptombekämpfung. Möchte man das Übel bei der Wurzel anpacken, dann kann den Kindern ein professionelles Lerncoaching helfen. Weniger Stress in der Familie, bessere Noten und mehr Freizeit für die Kinder - eine absolute win-win-Situation für alle Beteiligten.


  • Beatrice Landert, 8125 Zollikeberg 01.12.2017 10:20
  • Zu "Stopfleber bleibt im Regal" - Ausgabe vom 30. November "Das ist entsetzlich"

    Diese Gedankenlosigkeit der Anhänger von Foi Gras, ist entsetzlich. Das Zwangsstopfen der armen Kreaturen Gänse, ist ein Verbrechen, wie kann man das eigene Bauch- Wohlgefühl über die Qualen der Tiere setzen? Es ist purer Kanibalismus, kein Tier, selbst wenn es hungern müsste, würde ein anderes Tier so brutal umbringen. Der Mensch, wenn es um Geld und Genuss geht, macht vor nichts halt. Oh du fröhliche, selige Weihnachtszeit!


  • Tobias Schait, 8707 Uetikon am See 01.12.2017 10:16
  • Noch mehr Klötze an der Goldküste?

    Die neuen Klötze in der Birchweid in Uetikon muss man schon darum ablehnen, weil mit Angstmacherei und unredlichen Argumenten operiert wurde. Es käme nachher ein noch schlimmerer Investor, der völlig ungehemmt baue. Das Gegenteil ist der Fall. Bei einem Nein bleibt der bestehende öffentliche Gestaltungsplan und die Gestaltungsplanpflicht in Kraft. Es muss behutsam im Stil des Dorfkerns gebaut werden, auch eine Revision oder eine Neuplanung des öffentlichen Gestaltungsplans muss sich an diese Vorgaben richten. Der Landpreis wird etwas tiefer sein, weil jeder Investor weiss, dass er nur ein vernünftiges Projekt an der Gemeindeversammlung durchbringen kann. Er muss neben seinen eigenen Interessen auch das öffentliche Interesse des Dorfbilds im Auge behalten. Der völlig überdimensionierte zur Abstimmung vorgelegte, private Gestaltungsplan macht aber im Interesse von Wohnungen mit viel Seesicht das Dorfbild kaputt. Bei einem Ja zum privaten Gestaltungsplan verliert die Bevölkerung weiter sogar das Mitspracherecht. Es besteht keine Bebauungspflicht. Wenn fünf Jahre nicht gebaut wird, kann ein neuer privater Gestaltungsplan aufgestellt werden zu dem dann die Gemeindeversammlung gar nichts mehr zu sagen hat. Der öffentliche Gestaltungsplan Birchweid-Gseck wurde politisch mit viel Herzblut erkämpft. Schon aus politischen Gründen sollte man diesen nicht aufheben und darum Nein stimmen.


  • Michael D. Schmid, 8833 Samstagern 28.11.2017 09:38
  • Zu "An diesen 30 Kirchenbänken scheiden sich die Geister" - Ausgabe vom 23. November - "Den Raumcharakter der Grubenmannkirche erhalten"

    Die „IG Freiraum Kirche“ möchte die 30 Bänke vor der Kanzelwand aus der Kirche Wädenswil dauerhaft entfernen. Mit diesem Schritt würde der Charakter dieses bedeutenden Denkmals vollständig zerstört. In meiner langjährigen Auseinandersetzung mit der Geschichte des Querkirchenbaus habe ich festgestellt, dass die Disposition des Gestühls das massgebliche und strukturierende Element der Innenraumgestaltung von Kirchen dieses Typus ist. In den meisten Zürcher Querkirchen wurde die Anordnung der Bänke fatalerweise verändert. Wädenswil, die älteste Zürcher Querkirche, gehört somit zu den wenigen Bauwerken dieses Typus, in denen die Bankanordnung noch weitgehend der Bestuhlung der Bauzeit entspricht. Die Begründung der IG für die Entfernung ist argumentativ dürftig: Es soll Raum für kirchliche Aktivitäten geschaffen werden. Die Kirche verfügt bereits jetzt über einige flexible Bänke, ausserdem über eine grosse flexible Bühne. Für Anlässe, die freien Raum erfordern, steht der Kirchgemeinde seit 70 Jahren der grosse Saal der Villa Rosenmatt zur Verfügung. Warum für kirchliche Aktivitäten ein bedeutendes Baudenkmal dauerhaft zerstört werden soll, ist also nicht einzusehen, und mutet gerade im Jubiläumsjahr des Grubenmannbaus befremdlich an. Es ist zu hoffen, dass gegen dieses Ansinnen Widerstand erwächst und flexible Lösungen (zum Beispiel flexibel verschiebbare Bänke auf Rollen oder Filz) geprüft werden. Nur so kann der Raumcharakter dieses Meisterwerks gewahrt werden.


  • Conrad Gaehler, 8706 Meilen 27.11.2017 10:02
  • Zu "Der garantierte Zins auf dem Prüfstand" - Ausgabe vom 27. November - "Das Durchhalten lohnt sich"

    Bei der klassischen gemischten Lebensversicherung (Kapital bei Tod oder im Erlebensfall), einer sogenannten Spar-Versicherung wird jährlich eine Berechnung von Überschussanteilen vorgenommen, die den Versicherten gutgeschrieben werden können. Der Überschuss (oder Gewinnanteil) setzt sich aus Zinsüberschuss, Risiko- und Kostenüberschuss zusammen und ergibt sich aus dem tatsächlichen Ergebnis der Versicherung abzüglich den eingerechneten Grössen. Damit können zu kleine technische Zinsen nach oben verbessert und zu grosse allenfalls mit vorhandenen Risiko- und Kostenüberschüssen kompensiert werden. Bei sehr vielen fondsgebundenen Versicherungen, die so bis 2010 abgeschlossen wurden, war ebenfalls ein Garantiezins vorhanden, der erst ab ca. 2010 sukzessive aus den neuen Lebensversicherungsprodukten verschwand. Viele der "alten" Fondspolicen profitieren auch heute noch von einer garantierten Erlebensfallsumme. Das Durchhalten bis zum Ablauf lohnt sich.


  • Peter Quadri, 8703 Erlenbach 22.11.2017 10:24
  • Zu "Digitrallala!" - Ausgabe vom 22. November - "Digitaler Unsinn"

    Nun haben wir ihn. Den Schweizer Digitaltag. Ein doppelter Fehlgriff: er will uns mit Hilfe bundesrätlicher Unterstützung die Angst vor der Digitalisierung nehmen und ebenfalls mit Unterstützung völlig unbedarfter Digitalpersönlichkeiten einen Blick in die Wunderwelt der digitalen Möglichkeiten bieten. Brauchen wir das wirklich auch noch? Bei tiefen November-Temperaturen von 8 Grad sehe ich nur Mitreisende mit Blick auf ihr Handy, die auf den Zug warten, alle digital unterwegs. Ihre Kreativität, Gedankenwelt, Phantasie ist digital angereichert. Das muss nicht schlecht sein, vielleicht braucht das Morgenhirn Impulse. Vielleicht kommuniziert die Person mit anderen für sie wichtigen Personen, denen sie folgt oder die sie verfolgen. Im Zugsabteil das selbe Bild. Wie das Benzin beim Auto an der Tankstelle fließt der Digitalstrom zum Kopf. Da kann ich keine Angst festmachen, eher dumpfes Hingeben an permanente Beschallung und Berieselung. Bleibt der Anspruch des Digitaltages, neue Anwendungen der Digitalisierung zu zeigen. Das Matterhorn zu besteigen im Pijama mit aufgesetztem Helm. Oder im Balletcorps mitzuwirken ohne Tanzen zu können. Anwendungen die Probleme lösen, die wenige haben. Wir sind Digital Natives, das heisst mit der Digitalisierung geboren oder Digital Naives, das heisst Digital unterwandert kurz zuvor, das digitale Heft aus der Hand und uns dem digitalen Konsum hinzugeben. Wenn schon ein Digitaltag, dann könnte das Verständnis für die Informatik, die Programmierung, die Unterscheidung von sinnvoller und fragwürdiger Digitalisierung zum Thema gemacht werden. Das baut Ängste ab und zeigt Möglichkeiten. Und die sind grossartig. Der Digitaltag war eingebettet zwischen dem Tag der Kinderrechte und dem Tag der Hausmusik. Hier hat er seine völlig unbedeutende Nische gefunden.


  • Johann Marthaler, 8820 Wädenswil 27.11.2017 10:06
  • "Der Schiffszuschlag muss abgeschafft werden"

    Eigentlich könnte ich als Einwohner von Wädenswil glücklich darüber sein, dass mit Ausnahme von Astrid Furrer alle Kantonsratsmitglieder von Wädenswil für die Abschaffung des völlig ungerechten Schiffzuschlages gestimmt haben. Schaut man aber über die Stadtgrenze von Wädenswil hinaus, sieht man, dass doch etliche Seeanstösser für den Schiffszuschlag gestimmt haben. Zählt man noch Diejenigen dazu, die sich der Stimme enthalten haben, sprich nicht den Mut aufbringen konnten Ja oder Nein zu sagen, bin ich echt enttäuscht von unseren sogenannten Volksvertretern. Sinn und Zweck des ZVV war und ist es die öffentlichen Verkehrsmittel zu fördern, dies mit einer einfachen und möglichst gerechten Kostenverteilung, so dass auch abgelegenere Gebiete mit wenig Einwohnern bedient werden können. Von Gerechtigkeit beim Schiffsfünfliber kann kaum gesprochen werden, bezahle ich doch genau den gleichen Zuschlag ob ich zum Beispiel von Zürich nach Schmerikon und zurückfahre, oder ob ich eine Überfahrt (nicht zum Vergnügen versteht sich) von Wädenswil nach Männedorf oder Stäfa vornehme. Mir geht es nicht um den Betrag, sondern um die Ungerechtigkeit die mit der Einführung des Schiffszuschlages im System ZVV Einzug gefunden hat. Den mit der Einführung des Schiffszuschlages entstandenen administrativen Mehraufwand und die leider eingetretene Entlassung von Mitarbeitenden der Schifffahrtsgesellschaft rundet die Fehlentscheidung endgültig ab. Ich hoffe, dass die Herren Jonas Erni, Tobias Mani und Rico Brazerol sich nicht entmutigen lassen und alles daran setzen eine andere Lösung (zum Beispiel Erhöhung der Zonentarife etc.) zur Abschaffung des „Schikanenzuschlages“ erreichen zu können. So oder so danke ich den drei erwähnten Kantonsräten für ihren unermüdlichen bisherigen Einsatz bestens.


  • Roman Zwicky, Rapperswil 22.11.2017 10:01
  • «Aktive Wohnungspolitik in Rapperswil-Jona"

    Vor kurzem wurden die Legislaturziele des Stadtrats Rapperswil-Jona 2017–2020 publiziert. Sie tragen die wirtschaftsliberale Handschrift des neuen Stadtprä- sidenten. Ganz deutlich zeigt sich dies anhand des so wichtigen Bereichs des Wohnens. Das Ziel ist das «Schaffen von Rahmenbedingungen für die Bereitstellung von zahlbarem Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten» (Seite 5). Damit schieben die (vollamtlichen) Entscheidungsträger wieder einmal die ganze Verantwortung ab und politisieren klar an den Interessen der Bürgerinnen und Bürger vorbei. Mit einer derart passiven Haltung, wie sie der Stadtrat in seinem Programm an den Tag legt, ist es unmöglich, die «Herausforderung bezahlbarer Wohnraum» anzugehen. Die Stadt muss hier eine aktive Rolle spielen. Andere Gemeinden zeigen, wie eine aktive Wohnungspolitik funktioniert. Die Stadt könnte, anstatt stets auf Sportund andere Prestigeprojekte zu setzen, vermehrt Liegenschaften und Grundstücke mit dem Ziel der Schaffung von preisgünstigem Wohnraum erwerben. In Rüschlikon ZH beispielsweise verwaltet eine Stiftung dann den gemeindeeigenen Wohnungsbestand, in dem die Mieten 20 bis 30 Prozent unter dem üblichen Marktpreis liegen. Auch in Rapperswil-Jona ist das möglich. Dazu braucht es aber mehr, als bloss Rahmenbedingungen zu schaffen und auf andere Akteure zu hoffen.


  • Maria-Luisa Battistini, 8645 Rapperswi - Jona 22.11.2017 09:58
  • Zu "Rapperswil-Jona lässt Stadt in Florida noch warten» - Ausgabe vom 16. November - «Partnerschaft ist breit abgestützt"

    «Eine lebendige Partnerschaft lässt sich behördlich nicht verordnen.» Dieses Zitat in Zusammenhang mit dem Seitenhieb auf die bestehenden Partnerschaften mit Aalborg und Bagno di Romagna und deren fehlende «breite» Abstützung verdient eine genauere Betrachtung. Aus eigener Erfahrung möchte ich sagen, dass die Partnerschaft mit Bagno di Romagna sehr wohl breit abgestützt ist, kommt doch ein Grossteil der italienischen Immigranten von RapperswilJona aus dieser Gegend. Die Vorgänger der letzten beiden Stadtpräsidenten haben auch gezeigt, dass ein Engagement vonseiten der Behörden einer funktionierenden Freundschaft dienlich ist. Walter Domeisen und Beni Würth wussten um die Bedeutung von Bagno di Romagna und standen in regem Austausch mit dem damaligen Bürgermeister Lorenzo Spignoli; gegenseitige Besuche waren damals die Regel und nicht die Ausnahme. Tief beeindruckt hat mich auch die spontane Anreise von Beni Würth zu der Einweihung einer Skulptur von Alfredo Battistini im Geburtshaus von Michelangelo in Caprese Michelangelo zusammen mit Vertretern von Bagno di Romagna. Dies zeigt, dass eine lebendige Partnerschaft nicht verordnet werden muss, aber natürlich von der Stadtführung gepflegt werden sollte. Ich wünsche Sarasota viel Erfolg und hoffe auf eine Wiederbelebung des behördlichen Engagements bei den bestehenden Freundschaften.


  • Christian Simoness, 8646 Wagen 24.11.2017 10:13
  • Zu «Brände löschen, nicht legen» - Ausgabe vom 18. November - «Stadtrat hat entschieden»

    Dass Roland Meier als Ressortleiter Sicherheit der Stadt Rapperswil bei einer Reorganisation der Wasserrettung auch im Boot ist – für mich ein klarer Fall. Nicht klar und auch nicht nachvollziehbar ist die Tatsache, dass nun Roland Meier der Sündenbock ist und er an allem Schuld haben soll. Roland Meier ist Kommandant der Feuerwehr – Roland Meier ist der Ressortchef Sicherheit der Stadt Rapperswil und darin ist auch die Wasserrettung integriert. Der Stadtrat hat entschieden, dass die Wasserrettung in die Feuerwehr integriert wird und dass die Einsatzverantwortung dem jeweiligen Pikettoffizier übertragen wird. Warum wird nicht gegen den Stadtrat opponiert – für mich klar, Meier steht vorne und ist dadurch auch leichter angreifbar. Ob man nun die alte Bezeichnung Seeretter oder die heutige Bezeichnung Wasserretter zugrunde legt, das Wort Retter zeigt bei beiden Bezeichnungen den Grundauftrag, nämlich Retten. Der Begriff «Rettung» kann auch viel weitreichender sein, auf havarierten Booten müssen Verletzte versorgt werden, im schlimmsten Fall ist eine Reanimation nach einem Herzstillstand notwendig oder ein Brand muss mit geeigneten Mitteln bekämpft werden usw. Das Fazit daraus ist für mich klar, ein Wasserretter kann vor die gleichen oder mindestens sehr ähnlichen Probleme gestellt sein wie ein Feuerwehrmann. Die Wasserretter wie auch die Feuerwehr gehören der Blaulichtorganisation an, beide sind in Rapperswil-Jona als Miliz aufgebaut und beide können nur bestehen, wenn Freiwillige sich zum Dienst melden. Dies wiederum bedarf einer gründlichen Ausbildung, was in der heutigen Organisation der Feuerwehr Rapperswil-Jona umfassend geboten wird. Als langjährigem Feuerwehrmann hat mir die Kameradschaft resp. die Freundschaft mit Feuerwehrkolleginnen und -kollegen viel gebracht. An alle Beteiligten kann ich nur den Appell richten: Lasst die neue Organisation auf euch zukommen, Feinkorrekturen sind sicherlich noch möglich – mit unsachgemässer Kritik oder persönlichen Angriffen wird nur noch Oel ins Feuer geschüttet: Feuer + Oel = Telefonnotruf 118 – dann kommt die Feuerwehr und diese wird den Brand löschen.


  • Marlise Plankensteiner, 8134 Adliswil 17.11.2017 09:55
  • "Adliswil wird leider nicht attraktiver"

    Man hat den Eindruck, dass der Adliswiler Stadtrat mit all seinen neuen "schönen" Projekten das Ziel verfolgt, möglichst wenig Grünfläche ungenutzt zu lassen. Viel Wachstum und viel Bauen ist die Devise. Das Wort Grössenwahn kommt einem da schon manchmal in den Sinn. Adliswil wird dadurch nur grösser, aber leider nicht schöner und attraktiver.


  • Maira-Luisa Battistini, 8645 Jona 10.11.2017 09:59
  • Zu "Die Altstadt bekommt einen eigenen Manager" - Ausgabe vom 8. November - "Altstadt-Manager versus Pizza-Connection"

    Im Artikel auf der Titelseite wird der Versuch beschrieben der Altstadt von Rapperswil ein wenig Leben einzuhauchen – eine Seite weiter wird über einem der wenigen, welche es schaffen dies in die Tat umzusetzen, mit negativem Unterton berichtet.Dies zeigt exemplarisch die gesamte Misere in Rapperswil-Jona auf. Man will eine belebte Altstadt, aber bitte nicht vor meiner Wohnung, man beschwert sich über die Pizza-Connection, aber hat selbst keine Ideen. Warum lief die Chickeria oder das Mövenpick am See so viel schlechter als das Dieci am See, warum hat niemand sonst Ideen für die Schlossnutzung, oder hat sich an das Kreuz gewagt? Warum schafft man es nicht, den Schwanen an perfekter Lage zu einem Erfolg zu führen? Im Text wird ja die mangelnde Fantasie und Leidenschaft der einheimischen Gastronomen angesprochen – es fragt sich jedoch warum der kritisierte Gastronom Rocco Delli Colli mittlerweile nicht als Einheimisch gelten sollte? Ich denke, die Altstadt braucht keinen Manager; sie braucht junge, kreative und innovative Menschen die etwas wagen und anstelle von den ewigen Bedenkenträgern ausgebremst zu werden, von der Stadt aktiv unterstützt werden.


  • Christopher Chandiramani, 8645 Jona 10.11.2017 09:48
  • "Zuschläge bei Bahn, Bus und Schiff abschaffen"

    Der Kanton Graubünden schafft per Fahrplanwechsel im Dezember 2017 den Nachtzuschlag ab. Das ist ein Schritt in eine sinnvolle Richtung. Der öffentliche Verkehr wird dadurch attraktiver. Auch die unfallpräventive Wirkung ist sehr gut, wenn zahlreiche Nachtschwärmer in Zukunft vermehrt auf das Auto verzichten. Jeder Unfall wegen Übermüdung und Alkohol mit Toten und Verletzten ist einer zu viel. Der Fehlentscheid der Einführung eines Schiffsfünflibers auf dem Zürichsee mit einem Drittel Passagierrückgang im Sommer ist ein Beweis dafür - dass auch im umgekehrten Fall des Verzichts von Zuschlägen - dies zu spürbaren Mehreinnahmen führen kann. Meines Erachtens wird in Zukunft auch in unserer Region der Druck auf den Zürcher Verkehrsverbund ZVV steigen, auf Zuschläge zu verzichten. Das Umdenken hat in Basel und Chur bereits begonnen.- Christopher Chandiramani, SVP-Kantonsrat, Rapperswil-Jona


  • Kurt Diener, 8810 Horgen 07.11.2017 10:46
  • Zu "Wenn Grossväter das Wickeln üben" - Ausgabe vom 7. November- "Was für ein Unsinn"

    Sucht ihr von den Grosseltern eine neue Einnahmequelle? Um was geht es eigentlich? Wenn ich ein Baby in die Arme nehme, so muss ich das auch nicht lernen, oder? Es geht doch nicht darum, dass ich als Grosi Arzt, Lehrer oder sogar Ersatzquelle für Muttermilch sein muss! Vielleicht gehe ich später noch mit dem Kind zur Schule? Wäre ja gelacht. Wenn unsere Jungen noch ein Zeugnis von uns verlangen würden, dass wir unsere Enkel erziehen können, dann stimmt doch etwas nicht, oder? Wir finden diesen Artikel gegenüber Grosseltern eine Frechheit. Wir wissen ja, dass unsere Kinder für ihren Nachwuchs nicht mehr soviel Zeit (wie wir früher) aufbringen wollen. Deswegen können wir mit dem umgehen und sind ohne Bebeanfängerkurs à jour!


  • Philipp Weckherlin, 8703 Erlenbach 10.11.2017 09:50
  • "Katalanische (Finanzausgleichs-)Verhältnisse – auch bei uns"

    Eines der zentralen Themen bei der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung ist der innerspanische Finanzausgleich. Das ertragsstarke Katalonien musste substantiell Mittel die auf seinem Territorium erarbeitet wurden, an schwache Regionen innerhalb Spaniens abliefern. In diesem Kontext hat sich Katalonien weit über das gesunde Mass verschuldet. Dies interessierte aber die anderen Regionen und die Zentralregierung Spaniens nicht. Der Rest der Geschichte entnimmt man heute aus der Tagespresse. Was fernab geschieht und hier für Kopfschütteln sorgt, wiederholt sich aber überall auf dieser Welt, gerade auch in der Schweiz und auch in unserem Kanton. Finanzstarke Kantone und Gemeinden werden aus Gründen der innerschweizerischen bzw. innerkantonalen Solidarität in eine Finanzausgleichsmaschinerie eingebunden, die konzeptionell zu wenig durchdacht ist. Denn die Bemessungsgrundlage für den Finanzausgleich ist in der Regel nur die Steuerkraft. Die übrigen finanziellen Rahmenbedingungen von Geber- und Nehmerkantonen werden ausgeblendet. Vermögende, wenig verschuldete Kantone (oder Gemeinden) die eine niedrige Steuerkraft aufweisen können so zu Lasten von Kantonen oder Gemeinden leben, die zwar eine hohe Steuerkraft, aber kein Vermögen aufweisen und hoch verschuldet sind. Möglich ist auch, dass substanzarme, aber steuerkräftige Gebiete ihr Eigenkapital aufbrauchen und sich verschulden, damit sie an andere den Finanzausgleich abliefern können. Das kann auf Dauer nicht gut gehen. Ein Finanzausgleich ist ja gut, er muss aber neben der Steuerkraft auch Schulden und Vermögen von Geber- und Nehmergebieten berücksichtigen. Vermögende Sozialfälle bekommen ja auch nicht im gleichen Ausmass Unterstützung vom Staat wie solche, die kein Vermögen haben. Des Weiteren kann es auch nicht sein, dass ein Finanzausgleich keine Anstrengungen von den Nehmergebieten einfordert, damit diese den Nehmerstatus ablegen. Dabei müssen die Nehmergebiete ja nicht alleine gelassen werden, sie können vom Kanton oder Bundesbern als „Zentrale“ tatkräftig mit gesetzlichen Rahmenbedingungen und Rat unterstützt werden.


  • Ronald Wild, 8702 Zollikon 06.11.2017 10:45
  • Zu "Schweiz hat genug Strom bis 2035" - Ausgabe vom 28. Oktober - "Bundesamt streut Sand in die Augen"

    Das Bundesamt für Energie (BFE) gibt zwar zu, dass unter extremen Verhältnissen, besonders im Winter, es schon ab 2025 und mit Wahrscheinlichkeit ab 2030 zu Engpässen in der Stromversorgung kommen könnte. Solche Engpässe, die auch unsere Nachbarländer betreffen, können jedoch anscheinend laut BFE durch betriebliche inländische Massnahmen kompensiert werden. Welche das sind, bleibt ihr Geheimnis. Weiter schreibt das BFE, dass für die Versorgungssicherheit eine gute Einbindung ins europäische Stromnetz unabdingbar ist. Das bedeutet, dass die Schweiz nach der Stilllegung der AKWs auf Stromimporte angewiesen ist. Aber sind die Stromimporte und Exporte durch bilaterale Verträge (Strom-abkommen) mit den Nachbarländer bereits gesichert, was der Generaldirektor Energie der EU-Kommission verneint. Denn die Krux wird sein, dass diese Länder zuerst mal ihre Bevölkerung mit genügend Strom versorgen werden, bevor sie gnädigerweise etwas an uns abgeben werden. Das BFE ist anscheinend zuversichtlich, dass ein solches Abkommen „zeitnah“ abgeschlossen werden kann. Den Einwohnern der Schweiz wird mit dem Bericht vom BFE vorgegaukelt, dass die Stromversorgung bis 2035 abgesichert ist auch bei allfälligen Engpässen und damit die Energiestrategie 2050 ohne Probleme umgesetzt werden kann. Das ist total falsch und irreführend. Und zudem, woher nehmen wir und die Länder der EU, die bereits nur noch Elektroautos in Zukunft zulassen werden, den hierfür benötigten Strom?


  • Roger E. Schärer, 8706 Feldmeilen 02.11.2017 10:28
  • Zu "Drohnentests über besetztem Gebiet" - Ausgabe vom 2. November - "Drohnen, Israel und die Schweiz"

    Gut so, leuchtet die "Zürichsee-Zeitung" solche dunklen schweizerischen Ecken journalistisch wahrnehmungsstark aus und kommt ihrer Verantwortung der Medien als Vierte Gewalt und Korrektiv nach. Drohnen sind für die Zukunft der militärischen Sicherheit der Schweiz eine absolute Notwendigkeit. Das VBS leistet sich einmal mehr unsägliche Fehlleistungen und verstösst sträflich mit den Drohnentests im besetzten Golangebiet gegen unsere Neutralität. Selbst der Kauf von israelischen Drohnen ritzt Völkerrecht. Israel steht im Kriegsmodus. Die ETH hat weltweit renomierteste Drohnenforscher und mit den Pilatus Werken einen hochleistungsfähigen Flugzeugbauer. Die Schweiz als innovativer Denk- und Werkplatz wäre in der Lage eine eigene Drohne zu bauen und dieses Produkt zu einem Hightech-Exportprodukt zu machen. So wie die bewährten Pilatus Flugzeuge die Aufklärungsflüge und nicht für Kampfeinsätze erfolgreich exportiert werden. Auch hier müsste gelten, Switzerland first!


  • Michael Schollenberger, 8700 Küsnacht 01.11.2017 10:36
  • Zu "Und jetzt?"- Ausgabe vom 25. Oktober "Wozu sollen wir am Ast sägen, auf dem wir alle sitzen?"

    Darüber dürften sich alle einig sein: unsere Altersvorsorge soll gesichert sein, langfristig, nicht nur über die nächsten 15 Jahre; am besten über mehrere Generationen. Aus diesem Grund ist es nicht gerade sinnvoll, wenn das Stimmvolk oder das Parlament über Dinge abstimmen muss, die ihm selber finanzielle Nachteile bringen. Wer schneidet sich denn schon gerne ins eigene Fleisch? Ich denke zum Beispiel an Versicherungsbeiträge oder an den Umwandlungssatz BVG. Interessanterweise äussert sich niemand zum Mindestzinssatz BVG. Warum ist das so? Weil dieser durch den Bundesrat neu festgelegt wird, wenn es nötig ist. So steht es im Gesetz. Das Volk hat beim Mindestzinssatz nicht mitzureden. Die Korrektur wird dabei vom Bundesrat zeitnah vorgenommen, ohne dass sich die Politik dazu äussert. Derartige Regelungen sollten konsequenterweise dort angewendet werden, wo schnelles Handeln angesagt ist, um Negativtrends und Schieflagen der Sozialinstitutionen zu verhindern. Nicht vergessen sollten wir, dass eines der Ziele der Sozialversicherungen die Verhinderung von Armut ist – daran denken wir heutzutage kaum noch. Armenhäuser? Aber nicht bei uns in der Schweiz! Derartige "entpolitisierende" Regelungen werden verbunden mit Automatismen, die greifen, wenn vordefinierte Schwellen überschritten werden - sprich Schuldenbremsen. Die nächsten Entscheide zur Altersvorsorge AHV und BVG sollen deshalb Veränderungen in diese Richtung bringen, um sicherzustellen, dass die Altersvorsorge langfristig gesichert werden kann.


  • Andreas Bisig, 8646 01.11.2017 10:31
  • "Ja zu einem urbanen Rapperswil-Jona"

    Wer für eine griffige Raumplanung ist, kann eigentlich nicht dagegen sein. Die geplante Grossüberbauung beim Jona-Center schafft eine sinnvolle innere Verdichtung. Statt wie sonst auf Kosten von wertvollem Landwirtschaftsland zu bauen, wird hier das Potenzial innerhalb der Stadt genutzt. Die Architektur der Gebäude erlaubt die Entstehung eines neuen urbanen Subzentrums im Osten von Jona. Es bietet sich zusätzlich die Möglichkeit durch die Begrünung der Dächer oder einheimische Bäume die Biodiversität innerhalb des Siedlungsgebiets zu fördern. Das ist eine zentrale Forderung der Grünliberalen. Wird auch die Biodiversität mitberücksichtigt, profitiert sowohl die Gesellschaft, als auch die Wirtschaft und die Natur vom neuen Jona-Center. Es ist verständlich und legitim, dass einige Anwohner deren Seesicht zukünftig beeinträchtigt wäre, Widerstand gegen das Projekt leisten. Um ihre Einzelinteressen durchzusetzen steht ihnen der Rechtsweg durch das Einspracheverfahren offen. Ein Referendum für sich zu nutzen, um seine partikulären Interessen durchzusetzen, ist zwar möglich, aber auf jeden Fall fragwürdig. Die Not-In-My-Backyard-Haltung ist in der Raumplanung leider ein allzu bekanntes Problem. Die GLP wird sich dafür einsetzten, dass die Interessen der Allgemeinheit und der Natur an der inneren Verdichtung in Rapperswil-Jona den Einzelinteressen vorgezogen wird. - Andreas Bisig, Vizepräsident GLP, Rapperswil-Jona


  • Kaspar Hunziker, 8714 Feldbach 30.10.2017 09:55
  • Zum Leserbrief "Psychotischer Waffenwahn" - "Da kann die Schweiz nicht stolz sein"

    Zurecht kritisiert Roger E. Schärer in seinem Leserbrief den US-amerikanischen Umgang mit Schusswaffen. Stossend finde ich jedoch, dass er dabei schreibt, die Schweiz sei "internationales Vorbild, wie gegen eine Million Waffen in ziviler Hand sind und kaum je fatale und gravierende Zwischenfälle geschehen". Dieser Satz wirkt geradezu zynisch wenn die Statistik des UNO-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung von 2012 konsultiert wird. Demnach steht die Schweiz mit 7,7 Todesfällen durch Schusswaffen pro eine Million Einwohner und Jahr nach den USA an zweiter Stelle, bei einem Vergleich der Länder mit dem höchsten Entwicklungsstandard (UN-HDI-Index). Die Schweiz hat somit beispielweise vier Mal mehr Waffentote zu beklagen als Deutschland oder gar elf Mal mehr als England und Wales. Auch wenn die effektiven Zahlen im Vergleich mit den USA klein ausfallen: Auf diesen Podestplatz können wir nicht stolz sein und beim Thema Waffenbesitz sollten (EU-)Gesetze über Heimatgeschichte und Traditionen gestellt werden.


  • Peter Schärer, 8700 Küsnacht 04.10.2017 10:18
  • Zu «Burkhalter geht mit einem Zittersieg» - Ausgabe vom 28. September - «Es braucht auch Wachstum durch Eigenleistung»

    Die Politiker scheinen Probleme zu haben mit dem Unterschied zwischen der humanitären Hilfe, die unbestritten ist, und einer Entwicklung im volkswirtschaftlichen Sinn. Will man in Afrika den Problemen Armut, Hunger, mangelndes Trinkwasser, Abwanderung von Fachkräften, Migration usw. gesamthaft Herr werden, so sind wirtschaftliche Massnahmen, insbesondere Arbeitsplätze für lokale Produktion, gefragt. Arbeitsplätze generieren Wertschöpfung, Kaufkraft, Wettbewerb, Weiterbildung und, nicht zuletzt, Sozialleistungen. Es geht darum, die noch bestehende Subsistenzwirtchaft schrittweise durch eine effiziente Marktwirtschaft zu ersetzen und mithin den Lebensstandard zu verbessern. Anfänge dazu gab schon vor Jahrzehnten. Nebst den einheimischen, geschulten und bei europäischen Firmen ausgebildeten Mitarbeiter, gab es in Westafrika auch schon in den 1950er Jahren unter anderem eine «Industrial Development Corporation», die begann, Fertigfabrikate für den lokalen Bedarf selber herzustellen. Entscheidend für den Erfolg ist die Wettbewerbsfähigkeit und da ist es, gelinde gesagt, paradox, wenn Entwicklungsländer vom Ausland finanziell unterstützt, und gleichzeitig durch eine unfaire Konkurrenz, beispielsweise durch aggressive Wirtschaftsmächte, benachteiligt werden. Das führt dazu, dass sich das einheimische Potenzial nur mit dem Export von Rohstoffen und Produkten aus Monokulturen begnügen kann. Ein mässiger Schutz-Zoll auf Fertigfabrikate aus dem Ausland kann die Wettbewerbsfähigkeit und Einführung von neuen, selbst hergestellten Produkten, erleichtern (zu Beginn der Industrialisierung wurde das Rezept auch in der Schweiz eingesetzt). Einfluss nehmen können auch die Wirtschaftsgemeinschaften, so zum Beispiel die ECOWAS (Economic Community of Westafrican States) mit ihren 15 Gründungsmitgliedern und heute etwa 349 Millionen Einwohnern – ein gewaltiger Binnenmarkt, mit vertikalen Integrationsmöglichkeiten vom Rohstoff bis zum lokal hergestellten Fertigfabrikat. Humanitäre Hilfe ist, wie gesagt, unbestritten. Ohne wirtschaftliches Wachstum durch Eigenleistungen bleiben aber die Entwicklungsländer trotz (oder dank?) Milliardenspenden vom Ausland abhängig!


  • Heinz Keller, 8820 Wädenswil 27.09.2017 09:52
  • Zum Leserbrief «Musste das sein?» - Ausgabe vom 26. September - "Kein Augenmass in Richterswil"

    Das von Margrit Rotzinger Geschilderte passiert mit Sicherheit regelmässig bei Veranstaltungen in der Kirche. So auch mir und ein paar anderen anlässlich einer Hochzeit mit anschliessendem Apéro. Zum Zeitpunkt, als sich die Gesellschaft in der Kirche befand, wurden einige Bussenzettel gesteckt (auch bei mir), dies auch bei Fahrzeugen, die zwar ausserhalb der Markierungen, aber keinesfalls behindernd parkiert waren. Ein Augenmass kennen die Polizisten der Gemeinde Richterswil nicht, dies sind halt «billige» Striche in der Dienstleistungsstatistik. So ein Verhalten ärgert mich persönlich doppelt, da damit auch der Ruf der Polizei ins Lächerliche gezogen wird. In meiner langen Dienstzeit bei der Kantonspolizei wäre mir so ein Verhalten nie und nimmer in den Sinn gekommen. Es heisst ja schlussendlich nicht «die Gemeindepolizei Richterswil», sondern einfach «die Polizei».


  • Elmar Tremp, 8718 Schänis 25.09.2017 10:19
  • "Kirchenverwaltungsrat im Konsumrausch?"

    Geht es nach dem Willen des Kirchenverwaltungsrates von katholisch Schänis-Maseltrangen, soll an der ausserordentlichen Kirchenbürgerversammlung vom Mittwoch, 27. September, ein Bauvorhaben über stolze 1,85 Millionen abgesegnet werden. Das bestehende alte Pfarrhaus sei nicht bloss zu sanieren, sondern grossräumig zu erweitern. Da reibt man sich verwundert die Augen. Nach dem Gutachten, das mit den Abstimmungsunterlagen verschickt wurde, sollen die bisher im Mehrzweckgebäude genutzten Räume ohne Not aufgegeben und in einem Anbau zum alten Pfarrhaus neue Büroräume „für zeitgemässe Seelsorgearbeit“ erstellt werden. Soweit die Seelsorgearbeit der Verbesserung bedarf, wäre sie nicht eher über die Qualitäten ihrer Mitarbeitenden, als über die Schönheit der Räume zu erreichen, wo sie angeboten wird? Tatsache ist, dass der Kanton St. Gallen schon jetzt schweizweit die höchsten Kirchensteuern hat. Dabei nimmt die Zahl der Steuerzahlenden stetig ab, weil die Kirchenaustritte ständig zunehmen. Eine Wende dieses seit Jahren andauernden negativen Trends ist leider nicht in Sicht. Ein realistischer Blick in die Zukunft müsste daher alle Kirchgemeinden zu vorsichtigem Haushalten und grosser Ausgabendisziplin mahnen. Das gilt besonders für die katholische Kirchgemeinde Schänis-Maseltrangen, welche in diesem Verband keineswegs zur begüterten Klasse gehört, sondern zu den Habenichtsen der Kategorie „Ausgleichsgemeinde“. Sorge bereitet zudem die Tatsache, dass die erst vor kurzem fusionierte Kirchgemeinde Schänis-Maseltrangen eine Last von etlichen gewichtigen Immobilien mit hohen fixen Ausgaben zu tragen hat. Sollten die kaum halbvollen Kassen jetzt noch ganz geleert werden, ist der Tag vermutlich nicht allzu fern, wo kostbares Kirchengut plötzlich weiter unter dem inneren Wert verscherbelt werden muss.


  • Rolf Joss, 8810 Horgen 19.09.2017 09:56
  • Zu «Böötler dürfen Hafenkran der Seepolizei nicht mehr benützen» - Ausgabe vom 15. September - "Seepolizei zeigt sich wenig bürgernah"

    „Die Kantonspolizei Zürich ist bürgernah und innovativ“. So beschreibt sie sich wörtlich selber auf ihrer Homepage. Dass aber die Seepolizei Zürich unlängst bekannt gegeben hat, dass sie die Krananlage in Oberrieden nicht mehr der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt, ist weder bürgernah noch innovativ. Das Argument, dass die Kranbedienung nicht zur Kernaufgabe der Seepolizei gehört, mag ja stimmen. Innovativ wäre aber, wenn sie zusammen mit örtlichen Werften und anderen Interessenten nach Lösungen suchen würde, die Krananlage auf privatwirtschaftlicher oder genossenschaftlicher Basis zu betreiben. Beispielsweise könnte sie an eine örtliche Werft verpachtet werden, die die Kranbedienung übernimmt. Es ist für die „Böötler“ zu hoffen, dass sich eine solche Lösung noch finden lässt und die teure und gute Infrastruktur in Oberrieden – die mit öffentlichen Geldern erstellt wurde und unterhalten wird – künftig nicht einfach brachliegen wird.


  • Alfons Fischer, 8707 Uetikon am See 19.09.2017 09:54
  • "AHV - Bei den Fakten bleiben"

    Bleiben wir bei den Fakten: Die Lebenserwartung steigt, die Gesellschaft altert und das Alterskapital wirft weniger Zins ab als früher. Die Rentenreform 2020 reagiert auf diesen Wandel und will die AHV und die berufliche Vorsorge bis 2030 auf eine sichere Basis stellen. Die Rentenreform führt nicht ins Paradies. Aber: (Teilzeit-)Angestellte mit unteren und mittleren Salären fahren mit zweimal Ja am besten. Bisherige Rentner und Rentnerinnen behalten ihre Renten in der 1. und 2. Säule ohne Abstriche. Die AHV wird gestärkt, die 2. Säule stabilisiert. Und das bis 2030. Das ist nicht schlecht zu reden. Nicht zielführend ist, wenn einzelne Bevölkerungsgruppen gegeneinander ausgespielt werden. Die Altersvorsorge sollte für Jung und Alt, für Mann und Frau mit Würde und Anstand geregelt werden.


  • Reto Baumgärtner, 8805 Richterswil 12.09.2017 10:30
  • "AHV-Revision - wo soll der Vorteil für normale Menschen sein?"

    Meiner Meinung nach sollte man die „900irgendwas“ Milliarden aus den Pensionskassenkonten auf die AHV-Kasse übertragen. Tausende Jobs würden verloren gehen und tausende neu geschaffen. Die jährlichen Milliarden an CEO-Löhnen, Verwaltungsrats-Entschädigungen, Revisionsstellen-Kosten und Verluste aus Anlagefehlern könnten uns erspart bleiben, weil dann eine überschaubare Struktur geschaffen werden könnte, die wieder Sinn macht. Auch die private Vorsorge würde wieder aufgewertet. Die neue AHV-Revision ist doch reine Augenwischerei. 70 Franken mehr AHV und dafür weniger Pensionskassenrente!? Die Altersvorsorge wird teurer, und viele Renten sinken!? (Lohnabzug-AHV steigt von 8,4 auf 8,7 Prozent, Mehrwertsteuer steigt um 0,6 Prozent, die Pensionskassenrenten sinken ab 2019 in Schritten bis um 12 Prozent). Wo soll denn hier ein Vorteil für uns „normale“ Menschen sein? Bundesrat und Parlament unterstützen die Vorlage, weil sie viel zu sehr mit der Finanzwelt von Banken und Versicherungen verbandelt sind. Ich stimme Nein.


  • Armin Moser, 8810 Horgen 11.09.2017 09:54
  • Zu «Dieses Heimgesetz ist ein Pfusch und ein Sündenfall» und der «Kanton foutiert sich um die Bewohner» - Ausgaben vom 2./8. September - «Ich bin auch ein kantonaler Steuerzahler»

    Irgendwie faszinierend, wäre es nicht ernst, dieses Spiel von Gemeinden gegen Kanton um das Heimgesetz, nachdem die Gerichte die jahrelange rechtswidrige Zahlungspraxis gestoppt haben. Jede Partei spielt mit vollem Einsatz, weil es um viel Geld geht. Da wird von manchen Gemeinden von einem immerwährenden Kuckucksei im Nest der Gemeinden gesprochen, von Geld, das die Gemeinden besser hätten verwenden können, während der Kanton das Kindswohl beschwört mit fiktiven Beispielen. Da wird der geprellte Gemeindesteuerzahler bemüht. Aber Hand aufs Herz, hat wirklich jemand dieser Spieler das Kindswohl oder das Wohl des Steuerzahlers in diesem Kässelikampf im Sinn? Es ist halt immer wieder dasselbe, das scheinbar Falsche ist oft die Wahrheit auf den Kopf gestellt. Es liegt nun an uns, dem Volk, als Schiedsrichter zu walten, und das ist gut so, um den Spielern zu zeigen, wo es lang geht. Das Spiel heisst nicht Gemeinde gegen Kanton, sondern «Wer zahlt, befiehlt». Und das sind wir, das Volk des Kanton Zürich. Wir zahlen für die Staatsebene. Wir zahlen für die Gemeindeebene. Wir können nur zufrieden sein, wenn beide Ebenen ausgeglichene Haushalte haben. Keiner mag Steuererhöhungen bei beiden Ebenen. Wenn wir nun mit einem Nein gemäss Grundsatz «Wer befiehlt, der bezahlt», wie es das Gesetz von 1962 vorsah, nun alle Heimkosten dem Kanton aufbürden, und das eingesparte Gemeindegeld anderswo ausgeben, würden wir uns wie die Katze, die sich in den Schwanz beisst, verhalten. Die Feststellung ist richtig: Viel Geld wurde aus der falschen Kasse bezahlt. Jahrelang. Das war nicht gesetzeskonform. Die Übergangslösung mag ein juristischer Pfusch sein. Aber trotzdem kann ich das Gemeindereferendum nicht unterstützen, weil die scheinbar gefundene Geldquelle der Referendumsgemeinden für mich als Steuerzahler eben keine ist. Verabschieden wir uns von deren Motto: «Jetzt können wir es dem Kanton, der uns ständig Kosten aufbürdet, heimzahlen.» Wir sind auch kantonale Steuerzahler, bemüht um ausgeglichenen Haushalt. Darum stimme ich Ja für diese Übergangslösung des Heimgesetzes.


  • Andreas Loser, 8800 Thalwil 08.09.2017 10:59
  • "Ja zu günstigem Wohnraum"

    Kürzlich wurden die Thalwiler Haushalte mit einem Informationsflyer der FDP beliefert, in welchem diese unter anderem die Initiative für preisgünstigen Wohnraum auf dem Areal Hofwisen in Gattikon thematisiert. Die FDP warnt darin vor "Dutzenden von Sozialfällen", welche bei einer Annahme nach Thalwil ziehen würden. Es ist erschreckend, dass die FDP offenbar davon ausgeht, dass, wer sich keine Wohnung von mindestens 2500 Franken/Monat leisten kann, automatisch der Sozialhilfe zuzurechnen ist. Die FDP beweist damit einmal mehr ihre Ignoranz gegenüber den Menschen in diesem Land, welche nicht zu den Besserverdienenden gehören. Die pauschale Klassifizierung von Working-Poor und wenig(er) Verdienenden als Sozialfälle zeugt von mangelnder Empathie und sozialer Kälte, wie es einer Volkspartei nicht würdig ist. Umso wichtiger also, dass alle Stimmberechtigte, welchen es ein Anliegen ist, dass Thalwil ein Dorf bleibt, wo es nicht nur Platz für finanziell privilegierte Menschen gibt, an der Gemeindeversammlung von 14.September Ja zur Initiative für preisgünstige Wohnungen in Hofwisen Gattikon stimmen werden.


  • Alfons Fischer, 8707 Uetikon 07.09.2017 10:42
  • Zu "Das Rentenalter ist tabu" - Ausgabe vom 6. September - "Die Vorlage zielt in die richtige Richtung"

    Gemäss einer von GFS Zürich durchgeführten Umfrage, wie in der "Zürichsee-Zeitung" zu lesen ist, können sich nur 30 Prozent der aktiv Versicherten eine Anhebung des Rentenalters vorstellen. Dies sollten die Gegner der Rentenreform 2020 zur Kenntnis nehmen, wenn sie – nach einer allfälligen Ablehnung - mit ihrem Plan B das Referenzalter 67 anstreben.Die Rentenreform 2020 sieht neben dem Referenzalter von 65 ein flexibles Rentenalter von 62 bis 70 Jahre vor. Wer will und kann, soll früher oder eben später in Pension gehen. Das ist ein Fortschritt gegenüber der heutigen Regelung. Gewiss, die Rentenreform ist komplex. Nicht alle sind gleich betroffen. Und sowohl bei einem Ja, als auch bei einem Nein, sind Kröten zu schlucken. Unangebracht ist dennoch, wenn einzelne Bevölkerungsgruppen gegeneinander ausgespielt werden. Die Altersvorsorge sollte für Jung und Alt, für Mann und Frau mit Würde und Anstand geregelt werden. Die Vorlage, über die wir am 24. September abstimmen, ist ein ausgewogener Kompromiss und zielt in diese Richtung.


  • Peter Leumann, 8713 Uerikon 06.09.2017 09:39
  • Neue Inseln im Zürichsee?

    Der "Zürichsee-Zeitung" war zu entnehmen, dass geprüft wird, ob vor Richterswil und Stäfa mit dem Ausbruchmaterial des Hochwasserstollens bei Thalwil künstliche Inseln geschüttet werden sollen. Die Massnahme wird erstaunlicherweise als ökologische Aufwertung bezeichnet. Als Begründungen wird die Bildung von Flachwasserbereichen genannt. Nicht erwähnt bleibt jedoch, dass die Inseln im bereits relativ flachen Seebereich von 7 bis 10 Metern Tiefe zu liegen kämen. Diese Zone beherbergt ein reichhaltiges Ökosystem mit meterhohen Feldern aus submersen Wasserpflanzen. Es handelt sich um das Laichgebiet von Hecht, Egli und gewissen Weissfischarten. Auch Muscheln und Krebse, neben Larven zahlreicher Insektenarten, finden dort ihren Lebensraum. Kein Biologe würde es daher wagen, die neuen Flachwasserbereiche um die Inseln als ökologisch wertvoller zu taxieren als die erwähnten Krautfelder. Als weiterer Vorteil der neuen Inseln wird die Steigerung der Attraktivität für Badegäste genannt. Nicht erwähnt wird, dass im Gegenzug das Naturerlebnis, welches eine freie Wasserfläche bietet, verloren geht. Gleichsam wie ein Hohn klingt, dass die Inselschüttungen auch deshalb ökologisch sinnvoll seien, weil das Ausbruchmaterial nicht weit transportiert werden müsse. Hier wird offensichtlich Ökologie mit Ökonomie verwechselt. Beim Ausbruchmaterial handelt es sich nach Gesetz um Abfall, der fachgerecht entsorgt werden muss. Nachdem über Generationen Abfall im See deponiert wurde, lag es nahe, weitere Abfalldeponien in Form von Inseln zu prüfen. Ich bin betroffen, dass ausgerechnet das für eine verantwortungsvolle Abfallwirtschaft zuständige AWEL diese ökologisch unverantwortliche Entsorgung stützt.


  • Roger E. Schärer , 8706 Feldmeilen 05.09.2017 10:06
  • Zu "Schade ist Ignazio Cassis keine Frau" - Ausgabe vom 4. September - "Very british – skuril, ironisch aber unfair"l

    Es ist beeindruckend welche beeindruckenden und interessanten Interviewpartner unsere Regionalzeitung immer findet. Interviews die übrigens mancher Grossraumzeitung gut anstehen würde. Auch das Interview mit dem sogenannten britischen Schweizversteher Diccon Bewes und Bestsellerautor steht in dieser Tradition unserer "Zürichsee-Zeitung". Bewundernswert sind die britischen insulanischen Qualitäten, die im 2. Weltkrieg die Nazis überwanden und heute ihre Freiheit mit dem Brexit zurückhaben wollen. Die britische Fairness hat mich immer wieder in Kontakten mit britischen Parlamentariern und Offizieren, mit denen ich zu tun hatte, tief beeindruckt. Nun aber gefährdet Bewes, wenn auch nur kurzfristig, meinen bisher sehr bewundernden Eindruck für britische Werte. Er vergleicht die Augen unserer Bundespräsidentin Leuthard mit Kuhaugen oder bezeichnet unseren Wirtschaftsminister Johann Schneider als ausgesprochenen Langweiler. Er findet den ausgesprochenen ehrlichen und wirkungsvollen Schaffer in der Landesregierung und ehemaligen Unternehmer Schneider-Ammann als zu alt für seine Aufgabe, zumal er wenig sorgfältig recherchierend, behauptet, wie alle anderen, sollte er auch mit 65 Jahren in Pension gehen. Schneider-Ammann ist gerade 65 Jahre alt geworden und es gibt viele Mitschweizerinnen und Mitschweizer die über das Rentenalter mit Energie und Freude weiter arbeiten. Lieber einen langweiligen Bundesrat, dafür erfolgreich in seinem Departement und für den Schweizer Wirtschaftsstandort wirkungsvoll. Wenig faire Beurteilungen und unsorgfältig Recherchen eines Briten, der unser Gastrecht geniesst und sich in der Schweiz so wohl fühlt. Ich würde es mir nie gestatten, die Ohren von Prinz Charles oder seine schmächtigen ehebrecherischen Liebesaussagen zu thematisieren und zu kritisieren, oder die Langweiler in den verschiedensten Clubs an der Pall Mall, wo manche in ihren Wing Chairs verweilenden alten verdienten Generäle, Offiziere, Adlige oder Parlamentarier in bedrückender Stille genussmächtig ihren Whisky schlürfen um ihr Rheuma und Gicht zu vergessen, aufs Korn zu nehmen. Ich freue mich aber, dass ein in der Schweiz lebender Brite sich derart über unsere Schweiz, Werte, Gesellschaft und Politmechanik kundig macht. Great Britain mit seiner dunklen kolonialen Vergangenheit und Niedergang der Industrie ist derzeit aber weit mehr auf Bewes guten Ratschläge und Analysen angewiesen als die kleine Schweiz im Herzen Europas, die mit unserer direkten Demokratie, Bürgernähe, Föderalismus, Milizsystem, Respekt vor Minderheiten, vier Ethnien und ohne monarchische Skandale immer noch das Vorbild für die Zukunft Europas ist.


  • Gebi Bischoff, 8942 Oberrieden 05.09.2017 10:42
  • Zu: "Oberrieden schafft SBB-Billette ab" - "Peinlicher Sparkurs"

    So wie die Oberriedner Regierung argumentiert, könnte man meinen, unsere Gemeinde habe grosse finanzielle Probleme. Man hat ein Angebot den ÖV zu fördern, macht aber keine Werbung dafür. Man macht es möglichst kompliziert: nur bei der Einwohnerkontrolle erhältlich, statt auch im Migrolino /Post. Man kann nicht reservieren und nicht online bestellen. Danach sagt man: der Trend ist schuld. Nein, Herr Arnold, als Gemeindepräsident können sie dafür sorgen, dass so ein Angebot gut und kundenfreundlich erhältlich ist. Ins gleiche Bild passt es, dass die Gemeinde die Pflanzenrabatte an den Strassen und in den Verkehrsinseln nun nicht mehr pflegt, sondern an der alten Landstrasse, der Hauptachse, Rabatte mit den billigsten Steinen vollpflastert. Und an Herrn Geniest, Präsident der FDP Oberrieden: Nein, das ist keine Kernaufgabe. Aber wenn nur noch die Kernaufgaben der Gemeinde finanziert werden, ist sie nicht mehr lebenswert. Denn es ist auch nicht Kernaufgabe, auf Teufel komm raus zu sparen.


  • Hansruedi Zimmerli, 8707 Uetikon am See 06.09.2017 09:41
  • Baummord an der Gartenstrasse in Uetikon?

    Die Gartenstrasse in Uetikon am See zwischen dem Friedhof und vielen blühenden Gärten dient manchen Wanderern, auch Müttern mit ihren Kindern, als ruhiger Spazierweg. Sträucher und Bäume säumen dort auch das Strässchen. Nun scheint ein Baum-Mörder dort sein Unwesen zu treiben: Sind doch in der letzten Augustwoche zwei Giftattacken gegen eine prächtige 60jährige Lärche verübt worden. Mit Streusalz, wie es die Gemeindeangestellten im Kampf gegen Glatteis verwenden, wurde Baumgift kiloweise um die Wurzel gestreut und am Stamm bis 25 cm hoch angelagert. Wer kann so etwas tun? Was für ein Verhältnis hat so ein Mensch zur Natur? Und was sagen die Naturfreunde zu einem solchen Frevel? Sollte der Baum absterben, werden die zwei Vogelhäuschen im Geäst der Lärche den Vögelchen künftig keine Wohnung mehr bieten, schade.


  • Paul Müller, 8805 Richterswil 05.09.2017 10:13
  • "Flug- und anderer Lärm"

    Die Fluglärmdebatte geistert seit Jahren in den Medien. Der Flugplatz Kloten ist bald 70 Jahre alt (war als Knirps bei der Eröffnung dabei) und die Pisten-Richtungen waren damals wie heute gleich. Glück für die Südschneiser, das wir jahrelang einen Teil des Fluglärms an die süddeutsche Bevölkerung abtreten konnten, aber das ist Vergangenheit und keine Regierung, ob links oder rechts, kann das ändern. Viele Arbeitsplätze generiert der Flugplatz und wir sind stolz, wenn wir bequem und möglichst direkt in die weite Welt fliegen können (ich fliege so alle zwei Jahre einmal). Ich nehme an, dass alle Reisebüros um den Zürichsee, mindestens die Rechtsufrigen, keine Flugreisen mehr anbieten, den wo die "Vögel" auch landen und starten, sie erzeugen Lärm. Da kann es einzelne in Höri oder auch einige in der Zürichseeregion stören, wenn man sich ärgern will, so ist es dasselbe. Wir leben in einer Zeit, da viele Bequemlichkeiten (Auto, Bahn, Handy etc.) Lärm verursachen. Entweder kann man damit leben oder ich verschiebe meinen Lebensraum, zum Beispiel nach Tierfehd (Linthal), jeder unkomplizierte Zuzüger ist dort willkommen. Natürlich kann man auch jeden morgen um 6 Uhr warten und dann sich ärgern über den ersten Flieger, der den südlichen Anflug anpeilt. Der Lärm ist zwar für mein Empfinden nicht störend, die Autotür zuschlagen meines Nachbars ist lauter (sorry Nachbar!), sonst würde ich versuchen in meinem persönlichen Umfeld etwas zu verändern. Lärmempfinden ist immer sehr unterschiedlich und je nach Situation kann es sogar begeistern (zum Beispiel Patroullie Suisse-Flüge Herbstfest Stäfa, Seenachtsfest Rapperswil, Lachen etc.) Ja, das Hupen der Zürichsee-Schiffe stört anscheinend auch ein Stäfner Anwohner, wo doch der mit seinem damaligen Arbeitsgerät (Militärflieger) doch einiges mehr Lärm verursacht hat. Da gehe ich halt vermehrt an den Vierwaldstättersee, dort Hupen zu meiner Freude die Dampfschiffe noch zu ihrer Begrüssung wenn sie sich kreuzen, einen Hafen anfahren und auch bei der Abfahrt.


  • Andreas Richard, 8942 Oberrieden 05.09.2017 10:37
  • "Oberrieden soll nicht zur Steinwüste werden"

    Mit Entsetzen sehe ich, wie zur Zeit Arbeiter in Oberrieden die Grünflächen an der alten Landstrasse durch Steinhaufen ersetzen. Auch an der Püntstrasse wurden Pflanzen gerodet. Heutzutage, da allseits Biodiversität gefordert wird, scheint mir dies in die falsche Richtung zu gehen. Natürlich, Steine sind pflegeleichter als Pflanzen, Blumen und Büsche und auf Dauer wohl auch billiger. Ist die Pflege der Grünflächen der reichen Gemeinde Oberrieden zu teuer geworden? Ich finde, hier wird am falschen Ort gespart. Der erste Eindruck auf jemanden, der die Gemeinde mit dem Auto durchquert ist so nicht sehr einladend. Wenn nötig, würde ich mich zur Verfügung stellen, eine Grünfläche in der Gemeinde auf meine Kosten zu bepflanzen und zu unterhalten. Im Sinne des in Mode gekommenen „urban gardening“ werden sich mir sicher noch andere Oberriedner anschliessen und dem öffentlichen Raum unserer Gemeinde eine natürliche, farbige und vielfältige Kulisse geben. Wir sind doch keine Geröllheimer!


  • Renate Klinkmann-Eggers, 8712 Stäfa 07.09.2017 10:39
  • "Lustige Verkehrsstörung in der SBB"

    Kürzlich fuhr ich von Zürich Richtung Rapperswil, als kurz vor Meilen die S7 einen Stop riss. Nach einigen Minuten fuhr sie langsam wieder weiter und es meldete sich der Lokführer mit der Mitteilung, man möchte die langsame Fahrt entschuldigen, Ursache sei ein vor der Bahn herlaufender Hund. Das Gelächter im Wagen war wohltuend.

Erstellt: 15.05.2015, 11:13 Uhr

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Die Zürichsee Zeitung digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat. Jetzt abonnieren!