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Infektionen im SkiparadiesNach Ausbruch in St. Moritz wird der Ruf nach Tourismus-Lockdown laut

Skigebiete und Hotels in den Tourismusorten für mindestens zwei Wochen schliessen: Das will ein Mitte-Politiker. Parteikollegen und Tourismusvertreter wehren sich vehement.

Infizierte Gäste und Mitarbeiter in Verbier, St. Moritz und Wengen: Wird die Skisaison abgeblasen?
Infizierte Gäste und Mitarbeiter in Verbier, St. Moritz und Wengen: Wird die Skisaison abgeblasen?
Foto: Sandra Hildebrandt (Keystone)

Zwei Luxushotels in St. Moritz stehen seit Montag unter Quarantäne. In Wengen kam es zu Infektionen mit der neuen Mutation, und am Wochenende schockierten Bilder von langen Warteschlangen vor Talstationen. Jetzt wird Kritik daran laut, dass die Skigebiete noch immer offen sind.

Es sei von Anfang an klar gewesen, dass die Schweiz mit den offenen Skigebieten und Hotels ein Risiko eingehe, sagt Lorenz Hess. Der Berner Nationalrat der Mitte-Partei sieht nach den Ausbrüchen in Wengen und St. Moritz nun aber den Moment gekommen, dieses Risiko neu zu bewerten. «Um wenigstens die spätere Skisaison noch zu retten, sollte sich die Schweiz überlegen, die Skigebiete und die Hotels in den Tourismusorten für mindestens zwei Wochen zu schliessen.» So einen Entscheid müsse aber der Bundesrat fällen und nicht die einzelnen Kantone. Er stehe den Berggebieten nahe, sagt Hess. Aber das sei wohl die einzige Option. «Immerhin haben die Sportferien noch nicht begonnen.»

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