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Mourinho macht schon wieder andere Trainer sauer

Der exzentrische Portugiese ist nicht dafür bekannt, sich Berufskollegen zu Freunden zu machen. Dieses Mal geht es um neue Staff-Mitglieder.

Seit Ende November ist Mourinho Trainer bei Tottenham Hotspur. Seit er das Zepter bei Tottenham Hotspur in der Hand hält, geht es aufwärts für die Londoner.
Seit Ende November ist Mourinho Trainer bei Tottenham Hotspur. Seit er das Zepter bei Tottenham Hotspur in der Hand hält, geht es aufwärts für die Londoner.
Matt Dunham, Keystone
Begonnen hat aber alles mit dem FC Porto. Mit dem damals erst 41-jährigen Trainer gewann der Club überraschend die Champions League.
Begonnen hat aber alles mit dem FC Porto. Mit dem damals erst 41-jährigen Trainer gewann der Club überraschend die Champions League.
Keystone
Im letzten Jahr arbeitete er als TV-Experte – und genoss bei einem Auftritt in Manchester eine freundliche Begrüssung der Fans.
Im letzten Jahr arbeitete er als TV-Experte – und genoss bei einem Auftritt in Manchester eine freundliche Begrüssung der Fans.
Martin Rickett, Keystone
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Ja, andere Leute auf die Palme bringen, das beherrscht José Mourinho ziemlich gut. Meist sind es gezielte Provokationen, die der Startrainer von sich gibt, oftmals gegen andere Coaches. So bezeichnete er schon Arsène Wenger als «Experten im Versagen», über Pep Guardiola sagte er vor einem Champions-League-Halbfinal, dass dieser nur dank den Schiedsrichtern die Königsklasse gewinnen konnte. Nun regt sich wieder ein Trainer über Mourinho auf. Dafür brauchte es diesmal aber nicht mal Worte des Portugiesen. Dieses Mal geht es um sein Handeln.

«Jeder hat seine eigene Art, wie er die Dinge erledigt», sagte Christophe Galtier bei einer Pressekonferenz. Der Trainer des französischen Tabellenfünften OSC Lille sprach über Mourinhos Vorgehen, den Trainerstaff bei Tottenham zu komplettieren. Mit Joao Sacramento (Assistenztrainer) und Nuno Santos (Goalietrainer) angelte sich der 56-Jährige zwei Landsleute, die bis Mitte Woche noch bei Lille unter Vertrag standen. Über die Art und Weise wie Mourinho dabei vorging, hat Galtier nur Sarkasmus übrig: «Das hat wirklich Klasse.»

Galtier erfuhr am Dienstagabend von seinem Präsidenten Gerard Lopez, dass er sich mitten in der Saison nach einem neuen Trainerteam umschauen muss: «Es ist eine Schande, denn das Timing ist sehr schlecht, aber der heutige Fussball ist einfach so.» Offenbar hatte er zuvor keine Ahnung, dass ihn seine engen Mitarbeiter verlassen könnten.

Immerhin einer scheint ihm treu zu bleiben und Mourinho einen Korb zu geben: Sportdirektor Luis Campos. Dies zumindest glaubt Galtier: «Luis ist zu 200 Prozent verbunden mit dem Projekt.» Wenn da nur mal nicht plötzlich nochmals ein überraschender Anruf kommt.

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