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Wegen KorruptionsvorwürfenMillionen-Busse für Novartis und Alcon in den USA

Die beiden Unternehmen zahlen gemeinsam eine Strafe von 345 Millionen Dollar an die US-Behörden. Ihnen wird vorgeworfen, Mitarbeiter von staatlichen Spitälern in Griechenland bestochen zu haben.

Das Logo von Alcon am Hauptsitz in Hüneberg am Mittwoch, 4. Juli 2018.
Das Logo von Alcon am Hauptsitz in Hüneberg am Mittwoch, 4. Juli 2018.
Foto: Urs Flueeler/Keystone

Der Pharmakonzern Novartis und seine frühere Tochter Alcon zahlen in den USA eine hohe Busse wegen Korruptionsvorwürfen in Griechenland. Die an die US-Behörden zu bezahlende Gesamtsumme beträgt 345 Millionen US-Dollar.

Konkret müssen Novartis und Alcon eine Busse von 233 Millionen US-Dollar an das US-Justizdepartement (DoJ) im Zusammenhang mit Verstössen gegen den sogenannten Foreign Corrupt Practices Act (FCPA) berappen, wie das DoJ am Donnerstabend mitteilte. Eine weitere Zahlung von 112 Millionen US-Dollar geht an die US-Börsenaufsicht SEC.

Der Fall geht schon einige Jahre zurück. Dem Basler Pharmakonzern und seiner früheren Tochter wurde vorgeworfen, Mitarbeiter staatlicher und staatlich kontrollierter Krankenhäuser und Kliniken in Griechenland bestochen zu haben.

Die Tochtergesellschaften von Novartis hätten von Bestechungsgeldern profitiert, die Mediziner, Krankenhäuser und Kliniken dazu veranlasst hätten, Pharmazeutika der Marke Novartis zu verschreiben und chirurgische Produkte von Alcon zu verwenden, sagte der stellvertretende Generalstaatsanwalt Brian A. Benczkowski gemäss der Mitteilung. Zudem hätten sie ihre Bücher und Aufzeichnungen gefälscht, um diese Bestechungsgelder zu verbergen.

SDA

13 Kommentare
    Ronnie König

    Das Problem war in Griechenland. Mit Wissen von Management und VR. Die streiten ab, aber wer nicht Nebenkläger sein will zwecks Informationsfluss und Akteneinsicht, so damals an der GV, der weis es eben. Das Urteil fiel in den USA. In den USA kann man Multis zur Verantwortung ziehen und vor Gericht bringen. Bei uns wollen wir das auch. Je mehr Länder das so halten, desto geringer wird der volkswirtschaftliche Schaden. Desto mehr bleibt dem Aktionär. Das kann auch eine PK sein oder AHV. Und es war nicht das erste Mal. Es ist Tradition. Alle zwei Jahre vor Gericht und eine hohe Busse.