Zum Hauptinhalt springen

Zu hoher Preis für diesen Ertrag

Reporter Pascal Jäggi zu den ZSG-Einbussen durch den Schiffszuschlag auf dem Zürichsee.

Regierungsrätin Carmen Walker Späh (FDP) hat sich mehr Ruhe in der Frage des Schiffszuschlags gewünscht. Medien und Politik sollen sich zurückhalten, heisst das frei übersetzt. Die Volkswirtschaftsdirektorin hat Argumente für den von ihr erklärten «Seefrieden». Die ZSG hat im Vergleich zu den Vorjahren Mehreinnahmen generiert und den Kostendeckungsgrad verbessert. So weit, so gut.

Doch gelohnt hat sich die Sparmassnahme nicht. Der Rückgang bei den Passagieren ist markant. Über 500 000 weniger als 2016, das kein Topjahr war. Das ist einfach zu viel. Das Image der ZSG hat gelitten, auch wenn die Kundenbefragung anderes suggeriert. Wenn schon, dann hätten auch Personen befragt werden müssen, die nicht mehr auf dem Zürichsee und der Limmat unterwegs sind.

Apropos Limmat: Der Einbruch der Passagierzahlen um 41 Prozent bei den Limmatschiffen zeigt, wer die Hauptlast des Schiffsfünflibers trägt – die Pendler. Vor allem die Querfahrten, die etwa von Schülern der Kanti Küsnacht oder Arbeitspendlern genutzt werden, sind gut frequentiert. Diese Leute sind auf das Schiff angewiesen, wenn sie nicht einen grossen Umweg in Kauf nehmen wollen.

Die Touristen bleiben hingegen aus. Wer freiwillig auf den Zürichsee ging, kommt nicht mehr. Leidtragende sind zwei, die den Schiffszuschlag mittragen müssen, aber nicht bestimmen können: die ZSG und die Zürichsee Gastro. So schnell wird der «Seefrieden» wohl nicht eintreffen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch