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SVP im Abwärtssog

Redaktionsleiterin Daniela Haag zum Ausgang der Wahlen im Bezirk Horgen.

Die Welle ist auch auf der linken Seeseite und im Sihltal angekommen: Die SVP befindet sich in einem Abwärtssog. Dieser Trend hat sich schon bei den Wahlen am 4. März in den grossen Städten angekündigt. Und er hat sich am Wahlsonntag bestätigt. Im ganzen Kanton ist die SVP auf Krebsgang. Auch im Bezirk Horgen hat die SVP empfind­liche Einbussen erlitten.

In Horgen und in Oberrieden sind zwei Mitglieder des Gemeinderates abgewählt worden. Weder Antonia Dorn noch Roger Müller galten als gefährdet. Dass sie das absolute Mehr zwar erreicht, aber als überzählig ausgeschieden sind, dürfte für sie persönlich und ihre Partei nur ein kleiner Trost sein.

Wahlen in die Exekutive gelten als Persönlichkeitswahlen, Parlamentswahlen nicht. Sie werden deshalb noch stärker als Gradmesser für die Strahlkraft einer Partei herangezogen. Sowohl in Wädenswil wie in Adliswil hat die SVP zwei Sitze eingebüsst. Noch wird über die Gründe erst spekuliert. Mobilisiert die Partei weniger Leute? Trifft sie den Nerv ihrer Wähler nicht mehr? Oder ist die bis anhin erfolgsverwöhnte Partei träge geworden? Die SVP muss über die Bücher, will sie aus den kantonalen und nationalen Wahlen nächstes Jahr nicht wieder als Wahlverliererin hervorgehen.

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