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SP profitiert von Eglis Absturz

ZSZ-Redaktor Pascal Münger zum Wahlergebnis in Adliswil.

Der politische Absturz von Schulpräsident Raphael Egli (CVP) hat sich in den letzten Wochen und Monaten angekündigt. Egli hatte keine Rezepte gegen die Probleme im Schulhaus Zopf und im Schulhaus Dietlimoos. In Interviews versteckte er sich immer wieder hinter Allgemeinplätzen und stellte sich hinter die Kommunikation der Schulpflege, die viele Eltern als schwierig empfanden. Die Hilflosigkeit, welche die Eltern ob dieser Haltung verspürt haben mussten, manifestierte sich nun in seiner Abwahl.

Profitieren davon kann die SP. Dafür, dass Carmen Marty Fässler bereits jahrelang in Adliswil politisiert, Gemeinderatspräsidentin war und als Lehrerin fest in der Stadt verankert ist, hat die linke Stadtratskandidatin erstaunlich wenige Stimmen geholt. Mit 1595 Stimmen schafft sie die Wahl mit dem geringsten Zuspruch. Vor ihr liegen Markus Bürgi von der FDP, der erst vor vier Jahren in den Gemeinderat gewählt wurde, und Karin Fein (Freie Wähler), die nicht im Gemeinderat einsass. Wäre Raphael Egli nicht mit so vielen negativen Schlagzeilen im Scheinwerferlicht gestanden, hätte Carmen Marty Fässler den Spung in den Stadtrat wohl kaum geschafft.

Überrascht hat zudem, dass der Kampf ums Stadtpräsidium zwischen der FDP-Kandidatin Susy Senn und dem CVP-Kandidaten Farid Zeroual noch nicht entschieden ist. Das absolute Mehr hat keiner der beiden erreicht. Nun müssen sie in den kommenden Wochen zusätzliche Argumente finden, um die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger auf ihre Seite zu ziehen.

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