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Warum wir für einen Blick in den Untersuchungsbericht nicht zahlen

Die Akteneinsicht im Fall der Missbrauchsvorwürfe in einem Stäfner Kinderhort kostet mehrere tausend Franken. Unverständlich, findet ZSZ-Reporter Conradin Knabenhans.

Fast 5000 Franken will die Schule Stäfa für den Blick in den Untersuchungsbericht zu den Missbrauchsvorwürfen in einem Stäfner Kinderhort. Besonders teuer ist die Anonymisierung der Unterlagen, wie die Gemeinde der «Zürichsee-Zeitung» auf ein entsprechendes Einsichtsgesuch hin mitteilt. Die Schule rechnet dabei mit einem Aufwand von 5 Minuten pro Seite. Beim Stundenansatz von 100 Franken ergibt das bei 88 Seiten Bericht und 312 Beilagen geschätzt alleine Kosten von 3500 Franken. Diese horrende Summe sind wir nicht bereit zu bezahlen. Und zwar aus Prinzip.

Transparente Information von Behörden sollte eigentlich der Normalfall sein. Denn das Öffentlichkeitsprinzip ist im Kanton Zürich gesetzlich verankert. Es besagt, dass grundsätzlich jegliche Dokumente der Verwaltung für alle Interessierte – also nicht nur Medien, sondern auch jeden Bürger – öffentlich sind. Das Öffentlichkeitsprinzip kann aber nur dann wirksam sein, wenn die Zugangshürden zu den Dokumenten so tief wie möglich sind. Mit derart hohen Kosten wird das Recht mit Füssen getreten.

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