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Wädi-Bräu steht vor ungewisser Zukunft

Zwei Kapitalschnitte in 15 Jahren, ein schlechtes Image im eigenen Dorf – es bleibt offen, wie es die Wädi-Brau-Huus AG schaffen soll, erfolgreich weiterzuarbeiten.

Die Wädi-Brau-Huus AG, auch Wädi-Bräu genannt, ist eine Pionierin. Das ist unbestritten. 1992 drang die Brauerei vom Zürichsee in einen vom Bierkartell lange gelähmten Markt ein. In einer Zeit, in der der Schweizer Bierkonsument immer und überall «äs Bier» bestellte, statt nach der Bierkarte zu fragen. Plötzlich gab es Bio-Bier aus Wädenswil. 1996 lancierte die Brauerei das weltweit erste Hanf-Bier. Das macht die Brauerei laut «Tages-Anzeiger» legendär.

Doch was ist seit 1996 passiert? Wädi-Bräu macht gutes Bier, das Sortiment ist breit. Mit zwei ausgebildeten Brauern und einem diplomierten Braumeister arbeiten überdurchschnittlich viele Fachkräfte bei der Brauerei. 2000 Hektoliter im Jahr produzieren sie. Das ist nicht viel. Zum Überleben könnte das aber reichen. Es gibt andere innovative Brauereien, die nicht viel mehr Bier produzieren, etwa Trois Dames in der Waadt oder Lägere Bräu im Aargau. Von Geldproblemen ist dort nichts bekannt. Aber die Geschichte spricht gegen Wädi-Bräu. 2005 stand die Brauerei schon kurz vor dem Konkurs. Und 2019 wäre es ohne die Entwertung der Aktien wohl ebenfalls vorbei gewesen. Noch einmal haben die Verantwortlichen den Kopf aus der Schlinge gezogen.

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