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Eine Tücke in der Gemeindeordnung

Die unglückliche Besetzung des Schulpräsidiums hätte vermieden werden können.

Laut der Oetwiler Gemeindeordnung wird die Schulpräsidentin beziehungsweise der Schulpräsident vom Gemeinderat aus seiner Mitte bestimmt. Anlässlich der Behördenwahl vor einem Jahr zeigte sich die Tücke dieser Regelung: Mit Daniel Hasler (FDP) trat ein bereits erfahrener Schulpfleger zur Wahl für den Gemeinderat an – mit der Absicht, das Schulpräsidium zu übernehmen. Doch statt seiner bestimmte der Gemeinderat Tamara Läubli (parteilos) für das Präsidium. Ihr Vorgehen begründet die Behörde mit dem Anciennitätsprinzip und damit, dass die einzelnen Ressorts bestmöglich verteilt würden.

An diesem Vorgehen sind Zweifel angebracht. Läubli war erst 2016 in den Gemeinderat gewählt worden. Ihre beruflichen Qualifikation und diejenige von Hasler legten keine eindeutige Ressortzuteilung nahe. Dann hätte die Erfahrung ein Kriterium sein müssen. Tamara Läubli sass zwar in den Nullerjahren schon einmal in der Schulpflege, seitdem ist aber viel passiert. Daniel Hasler wurde 2014 in die Behörde gewählt und war mit den aktuellen Begebenheiten der Schule vertraut. War es also wirklich die beste Lösung, einer Gemeinderätin, die bei Null anfängt, gleich das Schulpräsidium zu übergeben? Wohl kaum. Die Probleme, mit denen die Schulpflege in den letzten Monaten zu kämpfen hatte und der unfreiwillige Rücktritt eines Mitglieds stützen diese Einschätzung.

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