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Zurück zu den Wurzeln

Sportredaktor David Bruderer zum Start der neuen Handballsaison und den Aussichten der beiden Zürichseeteams, SG Wädenswil/Horgen und Lakers Stäfa.

Sie wurden vor gut 50 Jahren als Dorfvereine gegründet, der HC Horgen und der HC GS Stäfa. Um die Jahrtausendwende kletterten sie bis in die Nationalliga A, gaben mehr Geld aus, als sie einnahmen. Während die Rechtsufrigen später mit jungen Spielern eine zweite Kampagne im Oberhaus absolvierten, tauchten die ­Horgner bis in die 1. Liga. Nun kommt es in der dritten Saison in Folge wieder zu Seederbys in der NLB. Geändert haben sich nicht nur die Namen zu SG Wädenswil/Horgen und Lakers Stäfa.

Auch im Hintergrund tat und tut sich an beiden Ufern einiges. Während an der Goldküste ein neuer Verwaltungsrat die Geschicke lenkt und vernünftigerweise vom NLA-Aufstieg (vorerst) Abschied genommen hat, entstand im Bezirk Horgen ein Fördergefäss für Nachwuchshandballer, das mit der Bildung der Spielgemeinschaft bei den Aktiven seine ­logische Fortsetzung fand. Einheimisches Schaffen hat wieder einen Wert. Die Leute sollen in die Hallen kommen, weil sie die Spieler kennen, die ihnen Spektakel bieten. Die Dorfvereine scheinen zu ihren Wurzeln zurückgefunden zu haben.

Ein Sprungbrett wollen sie sein für Spieler, die – intensiv gefördert – auch zu höherem streben. So wie dies Kevin Jud, Roman Sidorowicz oder Pascal Vernier gelungen ist. Das Trio, das bei Pfadi Winterthur eine tragende Rolle spielt und eben ein Auf­gebot für die A-Nationalmannschaft erhielt, hat seine handballerischen Wurzeln am See. Das Sprungbrett schon früh zum Absprung genutzt hat Oliver Martini. Der Horgner Junior, der mit Italien an der B-EM eben die Schweizer U-18 bezwang, wechselt unter professionellen Bedingungen nach Bologna.

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