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Jetzt sind alle gefordert

Regula Lienin zum langjährigen Konflikt um die entlassene Kantorin der reformierten Kirche Meilen.

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Ein Streit ist nichts Schönes. Unabhängig davon, ob er im privaten Rahmen oder bei der Arbeit ausgetragen wird: Er absorbiert Kräfte und hat im schlimmsten Fall für die Betroffenen gesundheitliche Folgen. Der Konflikt um die entlassene langjährige Kantorin schwelte in Meilen während ­längerer Zeit im Verborgenen, bis ihn eine Petition öffentlich machte.

Was auch immer der Ursprung des Konflikts war: Für die Reformierte Kirchgemeinde nahm er die schlechtestmögliche Wendung. Ein kostenintensiver Rechtsstreit kann nicht im Interesse einer Behörde sein, die mit ihr anvertrauten Steuergeldern sorgsam umzugehen hat. Es ist deshalb erfreulich, dass die neue Führung der Kirchenpflege auf die Involvierten zugegangen ist und eine Beilegung des Streits gesucht hat – dies nicht nurauf dem juristischen Weg.

Dem jetzt eingeschlagenen Weg wäre ein erneutes Verfahren abträglich. Es bleibt zu hoffen, dass die ins Auge gefasste Strafanzeige gegen die alte Kirchenpflege bald ganz vom Tisch ist. Bis die Folgen des Konflikts innerhalb der Kirchgemeinde nicht mehr spürbar sind, wird es Zeit brauchen. Jetzt liegt es an allen Beteiligten, einen Schritt aufeinander zuzugehen. Die Kappeler Milchsuppe ist angerührt. ­Gegessen ist sie aber noch nicht.

Erstellt: 10.12.2018, 08:50 Uhr

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Regula Lienin, Leiterin Reg­io­nal­redaktion Bezirk Meilen

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