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Auch der Preis muss stimmen

ZSZ-Redaktor Michel Wenzler zur Männedörfler Liegenschafts-Abstimmung.

Das Volk will an den See – das ist die erste Erkenntnis nach der Abstimmung über den Kauf einer Liegenschaft bei der Männedörfler Dorfhaab. Der Wunsch ist nachvollziehbar: Das Seeufer ist stark verbaut, die Bevölkerung hat nur an einigen ausgewählten Orten direkten Zugang zum Wasser. Sie verlangt deshalb mehr – zu Recht.

Dass sich aber nur etwas mehr als die Hälfte der Männedörfler Stimmberechtigten für den Liegenschaftenkauf ausgesprochen hat, führt zur zweiten Erkenntnis: Die Männedörfler denken auch an die Finanzen. Die warnenden Stimmen der bürgerlichen Parteien, die Gemeinde könne sich den Kauf für vier Millionen nicht leisten, blieben nicht unerhört. Sie dürften viele zu einem Nein bewogen haben.

Und damit sind wir bei der dritten Erkenntnis: Viele Stimmberechtigten wünschen sich zwar mehr Platz am Seeufer – aber der Preis muss stimmen. Das gilt nicht nur für Männedorf, sondern für sämtliche Gemeinden im Bezirk Meilen. Denn auch andernorts flammen Diskussionen über den Seezugang immer wieder auf.

Stimmen, die Grundstückkäufe pauschal ablehnen oder einfordern, sind dabei zu undifferenziert: Wie viel die Gesellschaft für ein Stück Land am Zürichsee zu zahlen bereit ist, muss stets von neuem auf demokratischem Weg ausgehandelt werden.

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