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Ein Entscheid der Vernunft

Sibylle Saxer zum Ausgang der Au-Park-Abstimmung in Wädenswil.

Es ist ein deutlicher Entscheid, den die Wädenswiler zu Gunsten des Au-Parks gefällt haben. Das ist erfreulich. Erfreulich vor allem für die Kantonsschule Zimmerberg. Es wäre übertrieben zu sagen, ein Nein hätte das Aus für die Kanti bedeutet. Lösungen gibt es immer. Aber es wäre schwierig geworden. Nicht nur für die Planer. Nein. Vor allem für die Schule und die Schüler.

Man stelle sich vor: Im kommenden August nimmt das Gymi den Betrieb am provisorischen Standort an der Steinacherstrasse auf. Dieser bietet nur für 500 Schüler Raum. In fünf Jahren, sagt der Kanton, wäre das zu wenig. Denn die Zahl der Schüler steigt kontinuierlich. Die Kanti Zimmerberg soll künftig Platz für 1000 Schüler bieten, mit Ausbauoption auf 1500 Schüler. Auch wenn die fünf Jahre nicht sakrosankt sind – in wenigen Jahren wäre der Standort Steinacherstrasse nicht mehr tragbar. Wer würde sein Kind an einer Kanti anmelden, von der nicht klar ist, wo und wie es damit in sechs, sieben Jahren weitergeht? Und wer würde dort unterrichten wollen?

Erfreulich kann der Entscheid aber auch für die Au werden. Zwar warten zuerst einmal diverse Unwägbarkeiten. Wie wird das Areal mit den 200 bis 300 Wohnungen künftig aussehen? Wie wird das sein mit dem Mehrverkehr? Kann der Bahnhof Au täglich bis zu 1500 Schüler schlucken? Und wo gehen die Primar- und Sekschüler des Au-Parks in die Schule? Von der Bauzeit gar nicht zu reden. Aber die Au kann auch eine Aufwertung erleben, wenn anstelle der heutigen Industriebrache ein belebtes Quartier entsteht. Voraussetzung ist eine sorgfältige Planung. Und dass die Infrastruktur-Planung der Stadt mit dem Tempo des privaten Investors mithält.

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