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Ein Skandal nach dem Skandal

Die verstörenden Bilder aus dem Tierlabor sollten ein Weckruf sein.

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Tierversuche sind Pflicht. So will es das Gesetz, wenn neue Medikamente entwickelt werden. An Alternativen zu forschen, dass Tierversuche obsolet werden, ist deshalb wichtig. Doch dahin ist es noch ein langer Weg. Umso wichtiger ist es, dass bei den heutigen Tierversuchen so ethisch wie nur möglich geforscht wird. Die verstörenden Bilder aus dem deutschen Tierlabor sind deshalb mehr als nur ein Weckruf.

In Wädenswil verschläft man die öffentliche Debatte. Es ist beschämend, dass sich die Start-up-Förderung Grow schriftlichen ethischen Grundsätzen verweigert, die für Firmen in ihren Räumlichkeiten gelten. Die Grow-Verantwortlichen können noch so lange auf strenge Schweizer Gesetze hinweisen. Gerade das Beispiel Inthera zeigt ja, dass Tierversuche schamlos ins Ausland ausgelagert werden. Wenn ein Start-up-Center mit Steuergeldern unterstützt wird, sollen harte Regeln für die Profiteure dieser Beratungsgespräche und Forschungslabors gelten. Das wäre nicht einmal besonders mutig, sondern nur ein Zeichen des Respekts. Dem Steuerzahler, aber vor allem auch den Tieren gegenüber.

Erstellt: 15.01.2020, 21:59 Uhr

Conradin Knabenhans, Reporter

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