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Ein Entscheid für mehr Velo

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Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Filippo Leutenegger (FDP) muss das Tiefbaudepartement an Richard Wolff (AL) abgeben. Es gehe darum, verkehrspolitische Blockaden zu lösen, erklärte Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP). In der Tat sind das Stadtparlament und Leutenegger bei verschiedenen Vorhaben aneinandergeraten, am Heimplatz etwa oder an der Rämistrasse. Auch die Verkehrsführung in der Uraniastrasse ist umstritten. Stets geht es darum, dass Links-Grün neben dem öffentlichen Verkehr auch grosszügigere Lösungen für den Langsamverkehr wünscht, also für die Fussgänger und die Velofahrer. Leutenegger sah sich hingegen stets allen Verkehrsteilnehmern gegenüber verpflichtet, also auch den Autofahrern.

Mit dem Erstarken von Links-Grün im Stadtparlament waren weitere Konflikten absehbar. Dem hat der links-grün dominierte Stadtrat nun einen Riegel geschoben – in Verdankung von Leuteneggers Verdiensten nicht zuletzt für den Veloverkehr. Dass bald doppelt so viele Veloparkplätze in Zürich zur Verfügung stehen, ist ihm anzurechnen.

Doch die links-grüne Stadtratsmehrheit will mehr und so war diese Personalie auch ein Sachentscheid: Punkto Velo soll nun noch ein Gang hochgeschaltet werden. Durch das gute Abschneiden bei den Wahlen fühlt man sich dazu legitimiert.Mit Richard Wolff, auch wenn er nicht wollte, wurde eine dafür geeignete Person in Position gebracht; er war mal Stadtplaner. Insofern ist das alles in sich stimmig. Gespannt sein darf man, wo nun Autospuren zugunsten des Velos verschwinden werden und wie die Reaktionen ausfallen. Denn wer immer zuständig ist, die Zürcher Strassen werden deswegen nicht breiter. (Zürcher Regionalzeitungen)

Erstellt: 16.05.2018, 19:30 Uhr

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