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Zu jung zum Arbeiten

Eine Kolumne von Michel Wenzler.

Wer schon an einer Gemeindeversammlung war, ist vertraut mit dem Anblick von silber-, grau- und weisshaarigen Häuptern in den Sitzreihen vor ihm. In kaum einer Region in der Schweiz leben so viele ältere Menschen wie am Zürichsee. Oft ist es gerade diese Generation, die das Geschehen in den Dörfern prägt: Als Freiwillige in Vereinen, als Mitglieder in Behörden und als aktive Zuhörer an Anlässen sind sie gesellschaftlich, politisch und sozial stark engagiert.

In einigen Gemeinden hat man sich sogar schon dermassen an die überproportionale Vertretung älterer Leute gewöhnt, dass ein jüngerer Teilnehmer sogleich auffällt, wenn er an einer Veranstaltung den Raum betritt. So geschehen neulich in der Gemeinde Zumikon, in der gemäss Statistik mehr als jeder vierte Einwohner im Rentenalter ist. Die Gemeinde informierte an einem Anlass über die Möglichkeit von sogenannten Co-Working-Spaces im Dorf, also über Gemeinschaftsbüros für Personen, die mitten im Berufsleben stehen. Als dort der Berichterstatter der ZSZ, Anfang 40, aufkreuzte, drehte ein älterer Herr verwundert den Kopf zu ihm und fragte in vollem Ernst: «Sind Sie für diese Veranstaltung nicht zu jung?»

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