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Wieder eine Diebin im Altersheim

Eine Kolumne von Pascal Jäggi.

Erst vor drei Wochen hat diese Zeitung von einer diebischen Pflegeangestellten in einem Altersheim berichtet. Am rechten Zürichseeufer hatte diese Bankkarten von zwei Bewohnern gestohlen und Tausende von Franken abgehoben. Eine kleine Umfrage bei anderen Alterszentren förderte keine ähnlichen Fälle zutage, bis auf einen länger zurückliegenden. Doch wie es der Zufall will, tauchte in der Liste der Strafbefehle des Bezirks Horgen kürzlich ein weiterer Fall auf.

Die Täterin war in einem Altersheim am linken Zürichseeufer tätig, das damals nicht befragt wurde. Sie ging ähnlich vor wie ihre Kollegin am rechten Seeufer. Mit einem Unterschied: Sie bestahl den Bewohner im September 2019, während dieser im Zimmer war. Zuerst pflegte sie ihn, dann fiel ihr eine offene Schublade auf. Die Pflegeassistentin entnahm daraus Couverts mit 4101 Franken Inhalt. Nur einen Tag später schnappte sich die 21-Jährige eine Maestrokarte und einen Zettel mit dem Code, der sich am selben Ort befand, aus einer Schublade.

Innerhalb von fünf Tagen bezog die Beschuldigte danach Geld mit der entwendeten Bankkarte – nur eine knappe Woche nachdem sie diese an sich genommen hatte. Sie bezog insgesamt 6304 Franken. Danach versuchte sie es noch siebenmal, scheiterte aber daran, den richtigen Code einzugeben beziehungsweise am schnellen Sperren der Karte.

Dank dem raschen Ende der dreisten Diebesserie fällt auch die Strafe für die Frau eher mild aus. Sie kommt nämlich mit einer bedingten Geldstrafe von 120 mal 70 Franken davon. Die Probezeit gilt für die minimalen zwei Jahre. Empfindlicher dürfte indes die Busse von 2100 Franken sein, welche die 21-Jährige bezahlen muss. Ob sie noch in einem Altersheim arbeitet, ist nicht bekannt.

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