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Wehe dem Räuber

Mit Sisi unterwegs – Eine Kolumne von Philippa Schmidt

Ein kleines Fellknäuel mit grossen bernsteinfarbenen Augen: So präsentierte sich mein Hund Sisi, als sie zu uns kam. Mit uns meine ich meine Familie, aber nicht im klassischen Sinn. Die heute einjährige Hündin ist nämlich ein generationenübergreifender Familienhund oder ein Beispiel für «Dogsharing».

Sie wohnt bei meinen Eltern, wo sie einen grossen Garten und Hunde-Gspäändli hat, ich biete einen Teil des Animationsprogramms, das aus langen Spaziergängen, Spielen und Hundesport besteht, und hin und wieder springen meine Nichte und meine Schwägerin beim Gassigehen ein.

So herzig Sisi immer noch ist, hat sich alsbald herausgestellt, dass sie auch eine «vierbeinige Alarmanlage» ist. Kein Wunder bei einem Österreichischen Pinscher, dessen Aufgabe es traditionellerweise war, die Bauernhöfe in unserem Nachbarland zu bewachen. Auch ich hatte ein einschneidendes Erlebnis bezüglich ihres Wachtriebes: So blieb ich, kurz nachdem Sisi zu uns gekommen war, über Nacht bei meinen Eltern.

Als ich dann nachts um drei schlaftrunken zur Toilette tapste, meldete der süsse kleine Welpe, der in einer Stoffbox neben meinen Eltern nächtigte, pflichtbewusst den vermeintlichen Einbrecher. Mit gefühlten 100 Dezibel hallte das wütende Gebell durch die Wohnung, die ganze Box vibrierte. Fast wähnte ich mich einem 40-Kilo-Rottweiler statt einem vier Kilo schweren Welpen gegenüber. Beruhigungsversuche fruchteten nicht, sodass nach kurzer Zeit nicht nur meine Eltern, sondern das ganze Haus wach war. Ein Glück, dass Sisi heute meinen Gang haargenau kennt und schon Minuten, bevor ich die Wohnung betrete, wedelnd vor der Tür steht.

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