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Von empörten Kaminfegern und gerissenen Dieben

Welche Ereignisse und Themen bewegten die Menschen am Zürichsee im Februar 1930? Ein Blick in unser Zeitungsarchiv.

Der Gemeinderat Erlenbach hatte es nicht immer leicht, wie die «Zürichsee-Zeitung» im Februar 1930 berichtete. Der gemeinderätliche Entscheid, die Konzession zur Ausübung des Kaminfegerberufes in der Gemeinde nur an einen Kaminfeger zu erteilen, sorgte für Unmut. Ein Dachdecker- und Kaminfegergeschäft verlangte, dass der Gemeinderat seinen Entscheid überdenke; wurde der Firma als Konsequenz doch die Ausübung von Kaminfegerarbeiten verboten. Doch der Gemeinderat gab nicht nach und begründete seinen Entschluss damit, dass man mit dieser Regel in sämtlichen Nachbargemeinden nur gute Erfahrungen gemacht habe. So könne endlich der kantonalen Feuerpolizeiverordnung richtig nachgekommen werden. Daraufhin musste sich der Gemeinderat anhören, dass er nicht kompetent sei, derartige Beschlüsse zu fassen. Auch dieser Einwand habe abgewiesen werden müssen.

Zur gleichen Zeit waren in Adliswil Diebe am Werk, wie der «Allgemeine Anzeiger vom Zürichsee» im Februar 1930 titelte. In der Nacht sei im Modegeschäft von Fräulein Salvolini ein «frecher Einbruchdiebstahl» begangen worden. Der Täterschaft fielen Modewaren wie Damenfilzhüte und Brautkränze und -schleier im Wert von rund 3000 Franken in die Hände. Aber auch Kilchberg war nicht vor Einbrüchen sicher. In der Blindenanstalt Emilienheim waren 200 Franken entwendet worden. Die Art und Weise, wie das Verbrechen verübt wurde, lasse darauf schliessen, dass es sich um den gleichen Täter handeln müsse wie bei anderen Einbrüchen in der Gegend. Dummerweise verlor er am Tatort einen Zettel, auf dem er die aufgesuchten Anstalten notiert hatte. Schlussendlich wurde der «bekannte Ein- und Ausbrecher» Stoffel an der Bahnhofstrasse in Zürich gefasst. Die Untersuchung habe «harte Anhaltspunkte» ergeben, dass er der Dieb am Zürichsee gewesen sei.

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