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Von einem ungewöhnlichen blinden Passagier und einem beliebten Verkehrsmittel

Welche Ereignisse und Themen bewegten die Menschen am Zürichsee im Januar 1930? Ein Blick in unser Zeitungsarchiv.

Die rechtsufrige «Zürichsee-Zeitung» berichtete im Januar 1930 von einem blinden Passagier der besonderen Art: Ein dreijähriges Kind habe sich morgens auf einem Dampfer eingeschifft und sei nach Horgen gereist. Dort konnte der Knabe aber über seine «überseeische Heimat» keine Angaben machen, die zu etwas geführt hätten. Obwohl die Polizei bereits «weitherum» alarmiert war, dauerte es bis zum Abend, bis der Junge wieder mit seinen Eltern vereint wurde. Sodann trat er – wieder zu Schiff – die Heimreise an, dieses Mal allerdings begleitet von seinem Vater. Dass die Verständigung über den Verbleib des «kleinen Abenteurers» volle acht Stunden dauerte, möge einem im «Zeitalter der vielen Drahtverbindungen» etwas lange vorkommen, befand die Zeitung.

Auch am linken Seeufer beschäftigten Verkehrsmittel die Bevölkerung. Wie der linksufrige «Anzeiger vom Zürichsee» informierte, wurden im Vorjahr im Bezirk Horgen 7803 Radfahrausweise ausgestellt. Dies sei der Geschäftsstatistik des Statthalteramtes Horgen zu entnehmen. Die Radfahrausweise stellten damit «weitaus die grösste Zahl» der abgehandelten Geschäfte dar. Die Zunahme um 214 Ausweise gegenüber dem Vorjahr beweise, dass trotz Motorisierung das Velo als Beförderungsmittel keineswegs ausser Mode gekommen sei. Hingegen seien die Zahlen für Tanzbewilligungen rückgängig.

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