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Vom Traum einer Eisbahn und der Realität einer Bibliothek

Welche Ereignisse und Themen bewegten die Menschen am Zürichsee im Dezember 1959? Ein Blick in unser Zeitungsarchiv.

In Küsnacht fand die Gründungsversammlung der Genossenschaft Kunsteisbahn Küsnacht, kurz KEK, statt, wie die rechtsufrige «Zürichsee-Zeitung» im Dezember 1959 berichtete. Die Genossenschaft verfolge den Zweck, «der Bevölkerung von Küsnacht und Umgebung während der Wintermonate, unabhängig von den Witterungsverhältnissen, die sportliche Betätigung auf einem einwandfreien Eisfeld zu ermöglichen». Durch die gewählte Form der Genossenschaft solle der gemeinnützige Charakter des Vorhabens zum Ausdruck gebracht werden. Mit dem Land im Fallacker oberhalb der Johannesburg durfte die KEK bereits rechnen, doch noch mussten 400'000 Franken zusammenkommen, um das Projekt zu ermöglichen. Dafür appellierte die Genossenschaft an die Bürger: «Machen Sie mit – Sie tun es für unsere Jugend».

Unterdessen berichtete der linksufrige «Allgemeine Anzeiger vom Zürichsee», das die Hirzler Gemeindebibliothek eröffnet wurde. Nach «umfangreichen Vorarbeiten» durfte die Bibliothek endlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die sich in einem Zimmer im Pfarrhaus befindende Bibliothek umfasste rund 500 Bände «aus allen Gebieten der Literatur». Dank der durchsichtigen Plastikumschläge sähen die Bände «sehr appetitlich» aus – zudem könne für 50 Rappen ein Bibliothekskatalog erworben werden, der die Auswahl zu Hause erleichtern sollte. Aber auch unvorbereitete Besuche seien möglich: «Kein sich Bibliothekar nennender Schalterbeamter» hindere einem am freien Zutritt.

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