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Selina Dinkel, 34

Die ZSZ befragt in ihrer Serie Menschen mit ungewöhnlichen Namen. Heute: Selina Dinkel aus Männedorf.

«Bei meiner Heirat habe ich mich gefreut, den langweiligen Namen Müller loszuwerden. Gleich beide meine Eltern hiessen so. Am Namen Dinkel habe ich hingegen Freude. Bekannte, die mich noch unter meinem Mädchennamen kannten, haben manchmal Freude daran, dass Frau Müller den Herrn Dinkel geheiratet hat – das passe so gut. Aber einen Doppelnamen wollte ich nie, das ist mir zu kompliziert. Wenn ich mich vorstelle, hören die Leute manchmal Winkel. Dann sage ich nein, Dinkel, wie das Getreide. Häufig heisst es dann: ‹Ich habe mega gern Dinkelbrot!› Seit einiger Zeit backe ich selbst auch viel und brauche tatsächlich häufig Dinkelmehl. Dann denk ich mir beim Backen, dass es doch ganz schön ist, Dinkel zu heissen. Ein einfacher, aber gut merkbarer Name ist für mich als freiberufliche Hebamme sicher von Vorteil.

Im Dorf oder in der Spielgruppe werde ich manchmal von Mamis angesprochen, die sich erinnern, meinen Namen auf Informationsseiten zur Region gelesen zu haben. Wann immer ich eine andere Person namens Dinkel treffe, haben wir beide das Gefühl, wir müssten uns doch eigentlich kennen. Letzthin war ich an einer Weiterbildung und habe eine andere Frau Dinkel getroffen. Wir haben eine ganze Weile versucht, herauszufinden, ob wir verwandt sind, haben aber keine Verbindung gefunden. Aber auf jeden Fall gibt es einem sofort ein Gefühl von Verbundenheit. Das hatte ich bei Müller nie.»

Haben auch Sie einen speziellen Namen? Melden Sie sich: webredaktion@zsz.ch oder Telefon 044 928 55 55.

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